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Streit vorm ersten Spatenstich

20.11.2008 | 20:45 Uhr

Wer soll die planerischen Grundlagen für das Güterbahnhofsgelände liefern? Diese Frage entzweit die Politik.Grüne wollen städtebaulichen Wettbewerb. Innenstadtentwickler will drei renommierte Planer beauftragen

Dass auf dem früheren Güterbahnhofsgelände im Süden des Hauptbahnhofs etwas Neues entstehen soll, erfreut die Politik über alle Fraktionsgrenzen hinweg. Wie es dort vorangehen soll, ist indes strittig.

Die Geister scheiden sich an einem Planungsverfahren, das Dr. Ralf Oehmke, Geschäftsführer der Innenstadt-Entwicklungsgesellschaft, gestern im Ausschuss für Stadtentwicklung vorstellte: Nach seinen Vorstellungen sollen drei renommierte Stadtplanungsbüros sich Gedanken darüber machen, was auf dem 35-Hektar-Gelände geschehen soll. Eine Jury aus Stadt und Grundstückseigentümer Aurelis würde dann entscheiden, welches Konzept Grundlage der konkreten Anschlussplanungen sein soll.

Die Grünen hingegen forderten einen städtebaulichen Wettbewerb, da es sich bei der Bebauung der ehemaligen Bahnfläche um eine "Jahrhundertentscheidung" handele. Planungsdezernent Jürgen Dressler mahnte dagegen, sich statt auf einen Wettbewerb einer "beliebig großen" Zahl von Architekten und Stadtplaner einzulassen, sich auf "wenige kompetente Planer" zu beschränken. SPD-Ratsherr Frank Börner warnte vor einer weiteren Verzögerung der von allen gewünschten Entwicklung auf dem seit Jahren brachliegenden Gelände durch einen langwierigen städtebaulichen Wettbewerb.

"Wir stehen ganz am Anfang eines langen Prozesses", hatte Oehmke den Stand des Verfahrens umschrieben. Und sich gleich eine hohe Messlatte vorgegeben: "Wir wollen den zweiten Innenhafen verwirklichen." Vorgabe sei hohe städtebauliche und architektonische Qualität und ein Strauß an innovativen Vorstellungen: Man denke an energieeffiziente Gebäude, an den Anschluss an Fernwärme, an Blockheizkraftwerke und auch an eine Fernkälteversorgung als Alternative zu energiefressenden Klimaanlagen.

"Airportcity", wie von Dressler vorgeschlagen, soll das Großprojekt allerdings nicht heißen. Oehmke kündigte gestern an, dass man in einem "kleinen Wettbewerbsverfahren" Agenturen einschalten wollen, um einen Namen zu finden für die künftige "Visitenkarte Duisburgs" mit seiner Top-Lage zwischen Bahn und Autobahn.

Von Willi Mohrs

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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