Straßenbahnen fuhren während A59-Sperrung in Duisburg pünktlicher

Schon ein Jahr ist’s her: Die Großbaustelle auf der einspurig gesperrten A59 am 24. Juni 2014.Foto: Alexandra Roth/WAZ FotoPool
Schon ein Jahr ist’s her: Die Großbaustelle auf der einspurig gesperrten A59 am 24. Juni 2014.Foto: Alexandra Roth/WAZ FotoPool
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Mit Vorrangspuren kamen die Straßenbahnen in Duisburg während der A59-Sperrung schneller voran, trotzdem wurden die Markierungen wieder entfernt.

Duisburg.. Monatelang war die Duisburger Straße im vergangenen Jahr nur einspurig befahrbar. Damals konnten die Straßenbahngleise nicht von Autos überfahren werden.

Zur gleichen Zeit war die Autobahn 59 nördlich der Ruhr nur jeweils in einer Fahrtrichtung befahrbar. Die Sperrung sollte der Straßenbahn freie Fahrt verschaffen. Zu den Erfahrungen damit haben Linke und Grüne in der Bezirksvertretung Hamborn eine Anfrage an die Stadtverwaltung gestellt. Sie wurde jetzt beantwortet.

DVG zählte während A59-Sperrung bis zu 40 Prozent mehr Fahrgäste

Während der Sperrung registrierte die DVG bis zu 40 Prozent mehr Fahrgäste. Weil gleichzeitig der Fahrplan-Takt verdichtet wurde, hätten sie bis auf wenige Ausnahmen alle ordnungsgemäß befördert werden können, heißt es in der Antwort. Am stärksten ausgelastet gewesen seien die Bahnen mit dem längsten Laufweg, also zwischen Dinslaken und Hüttenheim.

Nahverkehr Nach Ende der Sperrung und der Rückkehr zum alten Fahrplan-Takt registriert die DVG einen leichten Anstieg der Zahl der Fahrgäste. Allerdings wurde nur vor der Sperrung ab Mai 2014 eine Fahrgastzählung durchgeführt, nicht mehr nach deren Ende.

Durch die Sperrung habe die Pünktlichkeit der Bahnen zugenommen. Nach Ende der Sperrung wurde sie nicht mehr überprüft.

Längere Staus durch Vorrangspuren für Straßenbahnen

Auf Meidericher Gebiet, heißt es in der Antwort, habe die einspurige Verkehrsführung für Autofahrer keine wesentlichen Einfluss auf den Verkehrsfluss gehabt. Dagegen habe es auf Hamborner Gebiet Verzögerungen gegeben. Deshalb sei das zunächst beibehaltene Linksabbiegeverbot zur Gartenstraße in Höhe Feuerwache nachträglich wieder aufgehoben worden.

Von einer dauerhaften Beibehaltung dieser einspurigen Verkehrsführung rät die Stadtverwaltung ab. Dadurch würde der Autoverkehr doch zu sehr benachteiligt. Die Stadt begrüßt vielmehr Pläne der DVG, schrittweise neue Ampelsteuerungen entlang der Strecke einzubauen. Das sei bereits in Höhe Harnackstraße sowie an Sofienstraße und Amsterdamer Straße geschehen und habe den Verkehrsfluss verbessert.