Strampeln für die Gemeinschaft

Da werden die 18 Mädchen und Jungen aus dem Regionalzentrum Duisburg-Süd und die Mitarbeiter aus der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung aber eine gute Kondition und stramme Waden benötigen: Wenn sie am Samstag, 30. Mai, mittags am Rathaus am Burgplatz mit ihren Fahrrädern sowie auch mit so genannten „Rolli-Handbikes“ (Rollstühle, die per Muskelkraft richtig in Fahrt kommen) aufbrechen, um auf zwei Rädern nach Köln zu strampeln. Das 62 Kilometer entfernt liegende Ziel: Der Tag der Begegnung des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Köln. Bei dem großen Fest von Menschen mit und ohne Behinderung stellen viele Träger, Vereine und Initiativen ihre Arbeit im Bereich der sogenannten Behindertenhilfe vor.

Damit die Strecke von Duisburg nach Köln nicht zu lang wird, legt die 18 köpfige Gruppe aber in Neuss einen Stopp mit Übernachtung ein. Am Tag drauf geht es dann weiter bis zum Rheinpark in Köln.

Gegen 14 Uhr werden die Duisburger dort auf der Bühne des Sportparks eintreffen und begrüßt. So ist der Tag der Begegnung für die Gruppe nicht nur eine Herausforderung an die körperliche Konstitution und die Moral. Er bekommt auch eine zweite Dimension: An zwei Tourtagen erfahren die Radler nämlich was es bedeutet, trotz Einschränkungen einen gemeinsamen Weg zu gehen und zu bewältigen. Sich gegenseitig anzuspornen, sich auf einander einzustellen und sich gemeinsam zu freuen und ein gestecktes Ziel erreicht zu haben, all dies sind wichtige Elemente der Fahrt.

Zweite gemeinsame Aktion

Der Kontakt zum Regionalzentrum Duisburg-Süd entstand übrigens schon vor vielen Monaten: Der Leiter des Zentrums, Cevdet Maras, hatte damals die Werkstatt-Mitarbeiter zu einem gemeinsamen Besuch der Türkei eingeladen. Diese Gemeinschaftstour auf zwei Rädern nach Köln ist nun die zweite Aktion die die Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung (Kalkweg) mit dem Regionalzentrum unternimmt. Norbert Gatz von der Duisburger Werkstatt für Menschen mit Behinderung freut sich sehr, dass sich 18 Teilnehmer, Mädchen wie Jungen, für das kleine Abenteuer begeistern. Im Sinne des Mottos: „Zwei Räder, ein Weg“.