Strahlkraft der „Duisburgfans“
03.08.2010 | 18:41 Uhr 2010-08-03T18:41:00+0200
Duisburg.Das Loveparade-Wochenende können die Duisburger Kreativen nicht ungeschehen machen – aber sie wollen verhindern, dass eine so vielfältige Stadt wie Duisburg langfristig auf ein einziges Ereignis reduziert wird.
Das Credo der kreativen Szene Duisburgs: Wenn nicht jetzt, wann dann?
Frank Tentler, Berater für Projekte im Social Web und gebürtiger Duisburger noch dazu, hat in den ersten Tagen nach der Loveparade-Katastrophe festgestellt, dass bei vielen Duisburgern „die Scham groß ist, aber auch das Gefühl: so kann es nicht weitergehen“. Zwar seien auch viele Profis noch unter Schock und es sei schwer, professionell zu bleiben. Aber der Wille ist da, Plattformen und technisches Know How zu bieten, um über soziale Netzwerke am Image der Stadt zu arbeiten. Erste Ideen sind entwickelt, am Donnerstag trifft sich die Gruppe erneut. Ihr Name: Der „Hafenmeister“, ursprünglich als eine Art Web 2.0-Stammtisch zum Kulturhauptstadtjahr ins Leben gerufen. Rund 20 Leute aus dem Kulturdezernat und dem Kommunikationsreferat der Stadt, Bürger und viele Kreative aus der Kommunikationswirtschaft nehmen teil und engagieren sich nun ehrenamtlich für ihre Stadt.
Laut Frank Tentler gilt Duisburg in der Szene als „Hauptstadt des Web 2.0“, habe eine Vorbildfunktion für viele andere Städte. Allein bei den Akzenten habe man 250 000 Klicks zählen können, „weil die Stadt so breit vertreten ist in allen möglichen sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter“.
Kai Lehmkühler, Geschäftsführer der Duisburger Werbeagentur Rheinschafe, gehört ebenfalls zu den Hafenmeistern. Er bietet das Portal Duisburgfans.de an, um Gutes für die Stadt zu tun. Derzeit trägt die Seite ein schwarzes Schleifchen. Als Online-Magazin präsentiert es alle Themen, die Duisburg bewegen - Kultur, Sport, Wirtschaft, Aktuelles, und bald auch die Kampagnen der Hafenmeister. Ein erster Schritt wird vermutlich sein, online und im Postkartenformat die Duisburger und ihre Liebe zu Besonderheiten der Stadt darzustellen - innen wirken und dann nach außen Strahlkraft entwickeln, erklärt Lehmkühler die Strategie.
Nachlesen und mitmachen: http://hafenmeister.posterous.com/, www.du360.de, www.duisburgfans.de

20:17
Sieh auf zu den Sternen.
Gib Acht auf die Gasse.
-Wilhelm Raabe-
www.loveparade2010doku.wordpress.com
23:00
@ Karl:
Auf die Idee zu kommen, aus dem Güterbahnhofgelände einen konkurrenzfähigen Veranstaltungsort zu machen zeugt entweder von Zynismus, oder Sie merken garnichts mehr...
22:54
Duisburg tritt in jedes Fettnäppchen. Angesichts der Katastrophe denkt man nun an das Image und die Strahlkraft Duisburgs. Schämt Euch. Duisburgs Image: Mafia Morde, Rocker Morde, Multi Kulti Marxloh und nun als Krönung die Love Parade Katastrophe. Und Ihr denkt an Euer Image???!!
Nachdem man die Kommentare von Sauerland und dem Duisburger NRW Innenminister Jäger (heute im TV) vernommen hat, fragt man sich eher ob dort nicht zu viele unter Realitätsverlust leiden?
So sieht wahre Anteilnahme aus. Bah pfui!!
16:33
Dann, liebe Hafenmeister, macht doch nägel mit köpfen und präsentiert der Öffentlichkeit endlich ein neues, sehr eingängiges Motto für die zukünftige Außendarstellung der Stadt.
Wie wärs mit:
DUISBURG
- wir können alles -
AUSSER RICHTIG !
Kopf hoch !
13:08
Sehr geehrter Herr Dennis,
Definieren Sie den Begriff Kultur!
11:55
@Kunst am Strand: Sie schreiben von vornehmlich jüngeren Akteueren .. Ist das etwa schlimm? Muss man um sich für Kultur zu begeistern etwa älter sein? Ich glaube kaum und damit gehört diese Aussage wohl in den Bereich unnötig!
11:52
Vielleicht sollte sich so mancher Fragen, warum Konzepte wie die der Rheinschafe oder der Hafenmeister aufgehen.
Wenn Kunst am Strand und DuisburgFreund schon groß tönen, frage ich mich doch, wieso nehme ICH als NICHT-Duisburger, Kunst in Duisburg, ausserhalb der DuisburgFans und Hafenmeister nicht wahr? Wo ist die von Ihnen angesprochene kreative Szene - dieser Ausdruck allein geht schon garnicht! - entweder ist sie nicht vorhanden oder schimmelt im stillen Kämmerlein vor sich hin! Dann doch lieber Leute, die mit der stARTconference, Hafenmeister und DuisburgFans der Stadt ein Bild geben möchten, das nichts mit dem, doch eher fragwürdigen, Charme der Stahlmetropole Duisburg zutun hat, zumal DIESE Zeiten lange vorbei sind!
Weil die Angebote entweder garnicht oder unzureichend präsentiert werden!
Selbstverständlich steckt hinter dem Ganzen ein gewisses Kalkül, aber mal im Ernst, wenn man sich mit irgendetwas Arbeit macht und sagen wir 1000 Mann-Stunden seiner Zeit investiert entspricht das in der Web-Branche ganz schnell 70.000 Euro! Diese Zeit hätte man auch in Kundenprojekte investieren können und dafür letztendlich sein Geld gesehen!
Ich persönlich bin der Meinung, dass gerade mit den DuisburgFans etwas entstanden ist, was die Stadt Duisburg dringend benötigt! Einen Austauschplatz, um von ihrem Schmuddel-Image weg zu kommen! Nicht unwesentlich wird dies auch bei der Aufbereitung der Ereignisse der Love Parade.
Zumal ich mir kaum vorstellen kann, dass im Bereich Marketing rund um die Stadt Duisburg das große Geld zu finden ist! Da müssen schon andere Städte her!
Also, nicht meckern, sondern verbessern, wenn Sie unzufrieden sind, beteiligen Sie sich, machen Sie was eigenes oder einfach mal den Mund halten!
10:46
Hallo Kommentar #7
Dem kann ich mich nur anschliessen! Und die ganze H2M und Ultraschall, Tazl, Thiem Werbe-Bambule gleich mit in den Sack. Deren Engagement für die Stadt hinterlässt doch nur eine riesige Schleimspur mit Dollarzeichen. Bähhh,...
10:35
Respekt Herr Tentler - ihr Talent zur Selbstvermarktung ist eines Werbers und PR-Beraters würdig.
Trotzdem soll die Anmerkung erlaubt sein, daß hier ein falscher Eindruck von der Stadt entsteht, wenn im Text von der kreativen Szene gesprochen wird.
Hinter dem Projekt Hafenmeister stehen eine handvoll (vornehmlich jüngerer) Akteure der Duisburger Kreativwirtschaft; Menschen aus den Bereichen Webdesign, Marketing u.ä. - weniger die klassischen Künstler.. Diese Personen sprechen nicht stellvertretend für Duisburg´s Kreative. Im Gegenteil - ihre Anbiederung an Stadtverwaltung und -marketing stößt durchaus auf geteilte Meinungen.
10:14
Bitte tuen Sie mal die Vielfältigkeit von Duisburg genauer umschreiben!