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Still-Leben Duisburg - sechs Kilometer Programm

12.07.2010 | 17:32 Uhr
Still-Leben Duisburg - sechs Kilometer Programm
2000 von 20 000 Tischen stehen auf Duisburger Gebiet. Gelagert werden sie in der Messe Essen. Foto: Ilja Höpping

Duisburg.„Still-Leben“ auf der A40 in Duisburg: Da werden 100 Bräute aus Marxloh unterwegs sein und im Kreuz Kaiserberg Fußball gespielt werden. Noch sind zehn Tische frei - das städtische Kulturbüro sucht Menschen mit richtig guten Ideen.

1990 Tische sind vergeben. Wer noch einen der zehn freien Tische buchen möchte für das Still-Leben am kommenden Sonntag auf der A40, „der muss schon eine ganz besonders gute Idee haben. Und er muss sich die Karte direkt hier bei uns im Rathaus abholen“, sagt Dr. Söke Dinkla, Leiterin des Duisburger Kulturhauptstadtbüros.

An 2000 Tischen und auf drei Bühnen wird auf dem sechs Kilometer langen Autobahnstück zwischen den Anschlussstellen Häfen und Kreuz Kaiserberg von 11 bis 17 Uhr Programm gemacht, während in Fahrtrichtung Moers Fußgänger, Radfahrer. Inliner oder Rollstuhlfahrer unterwegs sind.

In zwei Wettbewerbsrunden hat das Kulturhauptstadtbüro „die besten Ideen“ gesucht und 100 Tische kostenlos vergeben. Zum Beispiel an „100 Bräute aus Marxloh“, „Knobelstammtisch à la Ruhrgebiet“, „Im Dirndl auf die A40“ (eine Gruppe aus Bayreuth), ein „Freundschaftstreffen mit traditionellen koreanischen Gewändern“ oder einer Salsaparty für alle.

Drei Bühnen mit Programm

Drei Bühnen werden aufgebaut. WDR-Moderator Dieter Könnes begrüßt an der Anschlussstelle Häfen bekannte Duisburger Akteure, nachdem um 10.45 Uhr die Ruhr-2010-Chefs Fritz Pleitgen und Oliver Scheytt sowie Kulturdezernent Janssen die Mobilitätsspur eröffnet haben. Neben den Philharmonixx, die mit Kai Magnus Sting Kabarett machen, spielt das Ensemble Trionova Popmusik und die junge Band Mobilée poetischen Folkrock. Die Sänger des Statt-Chors und des Awo-Singkreises Homberg stellen Ruhrgebiets-Songs vor, und die Volkstanzgruppe Afir bringt Tänze aus der Türkei auf die Bühne. Komplettiert wird das Programm durch einen Beitrag des Twins-Kulturhauptstadtprojekts „Jugendtheaterbegegnungen“, bei dem Jugendliche aus verschiedenen Nationen Auszüge aus „Lysistrate“ aufführen.

Sportlich geht’s am Kreuz Kaiserberg zu. Wo sich Autofahrer oft im Stau den Allerwertesten platt sitzen, organisiert der Stadtsportbund mit seinen vielen Vereinen auf 1800 Quadratmetern Mitmachaktionen. Neben Teamsportarten wie Streetsoccer oder Basketball werden auch ein Kletterfelsen und Zirkusaktionen angeboten.

Auf der Haniel-Bühne, in der Nähe des Treppenaufgangs an der Max-Peters-Straße im Innenhafen, gibt es von 11 bis 16.30 Uhr ein buntes Programm mit den Bands „na und?“ des Schifferkinderheims, Exit Paris, Stromaufwärts, Penny Pinchers und Punto Cubano mit kleinem Salsa-Tanzworkshop. Als Hauptsponsor von Ruhr 2010 hat Haniel an 17 Tische Vereine eingeladen, darunter Immersatt und die Ruhrorter Hafenkids. Das Flechtwerk der Kulturwerkstatt Meiderich unterhält mit literarisch-musikalischen Kompositionen und Kai Magnus Sting wirft seinen eigenen Blick auf die Veranstaltung. Außerdem ist die mehrfach ausgezeichnete Tanzgruppe „Lollypops“ mit Showeinlagen dabei.

Anne Horstmeier

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Kommentare
14.07.2010
04:58
Sechs Kilometer Programm
von Bundesverdienstkreuz für Schwachsinn an F. Pleitgen | #6

Nur noch wenige Monate und dieser Blödsinn mir Ruhr2010 ist EEEENNNDDDLLLIIICCHHHH vorbei!!!!

13.07.2010
23:14
Still-Leben Duisburg - sechs Kilometer Programm
von Aufpassen | #5

Ein paar Gedanken zur Ruhr 2010 und Kunst

Einige der Dinge bei Ruhr 2010 fand ich ja ganz gut, diese Kunst gefiel mir, selbst wenn sie nur gute Laune oder Spass erzeugte. Ich fand es sinnvoll und vestand diese Kunst. Manchmal nicht auf den ersten Blick, aber ich verstand sie.

Aber leider ist es bei Kultur und Kunst immer häufiger so, dass man den Sinn nicht versteht. Oder auch: Was will mir der/die Künstler/in damit sagen (z. B. verfaulende Äpfel auf dem Baldeneysee)? Selbst wenn der/die Künstler/in versuchen ihre Projekte zu erklären, sehe ich bei vielen Kunstwerken immer noch keinen Sinn, außer evtl. Geld damit zu machen.

Still-Leben auf der A 40 hatten wir bereits 1973 während der Ölkrise, da bin ich auch mit dem Fahrrad über die A 40 gefahren. Aber offensichtlich war das keine Kunst, es hat mir niemand etwas dafür bezahlt und berühmt geworden bin ich auch nicht.

Na ja, Kunst wird halt nicht von jeder/m gleich wahrgenommen. Deswegen warte ich auch mal ab, wie das jetzt wird mit dem Still-Leben auf der A40. Bin mal gespannt was überwiegt, die Freude über das Ereignis oder der Ärger der Anwohner und der genervten Autofahrer. Mal sehen, ob das Kunststück gelingt.

13.07.2010
12:46
Sechs Kilometer Programm
von Bin in Moers | #4

Alternativ kann man an dem Wochenende nach Moers fahren. Da gibt es kostenlos was auf die Ohren u. a. DIE LORDS und HUBERT KAH.

13.07.2010
12:12
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von Christian123456789 | #3

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13.07.2010
11:50
Blockierter Kommentar.
von Christian12345678 | #2

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13.07.2010
10:59
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von kerchak | #1

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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