Stil der Auseinandersetzung wird beklagt
31.08.2010 | 18:47 Uhr 2010-08-31T18:47:00+0200
Aufklärung vor Verurteilung fordert der Sprecher des Grünen-Ortsverbandes Mitte: „Wir schließen uns nicht dem Stil der Auseinandersetzung der letzten Wochen an, der zum Teil öffentlich und zum Teil parteiintern ausgetragen worden ist.“
Diese Art der Kommunikation sei eines grünen Politikverständnisses unwürdig. „Alle Beteiligten sollten zu mehr Besonnenheit, Sachlichkeit und Vernunft in der Debatte zurückkehren. Andere Positionen als die der eigenen zu diskreditieren und vor allem in der Öffentlichkeit zu verunglimpfen, ist unsere Sache nicht.“
Die Androhungen von Parteiordnungsverfahren seien vollkommen untaugliche Instrumente der innerparteilichen Auseinandersetzung.
Auf der Sondersitzung des Rates am Montag, so Knabben, müssen den Ratsmitgliedern „alle zur Verfügung stehenden Sachverhalte und Fakten dargestellt und erläutert werden, die Verwaltung muss sich den Fragen der Ratsmitglieder ausführlich stellen.“
Erst nach einer Auswertung des Abschlussberichts des Gutachtens, der Sitzungen des Innenausschusses und des Rates sollen die politischen Gremien von Partei und Fraktion über ihr weiteres Vorgehen abschließend beraten.
Eine Entscheidung im Umgang mit der Forderung nach der Abwahl (oder des Rücktritts) des Oberbürgermeisters sollte laut Knabben erst danach getroffen werden. „Nach Prüfung des vorliegenden Materials empfehlen wir dem Oberbürgermeister, sich mit der Frage nach der Unterstützung seiner Position und des Vertrauens in seine Person an die Bürgerschaft der Stadt zu wenden, sobald auch hier ein einigermaßen faires Wahlprozedere erwartet werden kann.“ Der Grünen Ratsfraktion empfehle man, im Rahmen des Abwahlverfahrens dann den Weg dafür frei zu machen und dem Anliegen eines bürgerschaftlichen Votums zu folgen. Nur so lasse sich eindeutig Klarheit in der Frage der zukünftigen städtischen Repräsentanz und Führung schaffen.i

14:36
#28 Stefano
Das ist genau das, was ich befürchtet hatte. Wenn es ungemütlich wird, stellt man Nichtöffentlichkeit her. Ich weiss nicht, ob es jemanden gibt, den Sie ansprechen können, um ihn zu bitten, gut begründet auf der Öffentlichkeit der Sitzung bestehen zu können. Hat der Sauerland wieder klug eingefädelt.
14:18
Aus der Tagesordnung zur Ratssitzung am 6. September 2010:
TOP 6 Zitat:
Erster vorläufiger Zwischenbericht der Stadt Duisburg zu den tragischen
Ereignissen rund um die Loveparade am 24.07.2010 in Duisburg
Die Anlagen zum Zwischenbericht wurden Ihnen aus datenschutzrechtlichen
Gründen als nichtöffentliche Mitteilungsvorlage mit der
DS 10-1405/1 zugestellt. Soweit Beratungsbedarf zu den Anlagen
besteht, ist die Nichtöffentlichkeit der Sitzung herzustellen.
Warum ? Hatte die Stadtspitze nicht vor, die entsprechenden Anlagen zu schwärzen ?
13:45
Der Stil der parteiinternen Auseinandersetzungen - der kann ja wohl kaum stattgefunden haben, da die Herrschaften es vorzogen, ihren Urlaub zu geniessen, während sich in der Stadt, für die sie verantwortlich sind, der Supergau mit all seinen schlimmen Folgen abspielte.
Nun sind sie alle wieder da. Toll! Eine Sondersitzung des Rates wird für über 6 Wochen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! nach der Katastrophe anberaumt. Das muss man wirklich nicht mehr kommentieren.
Den Grünen kann man nur empfehlen, all ihre Ratsmitglieder in einen Crash-Kurs für Demokratie zu schicken, damit sie überhaupt einmal erfahren, was Demonkratie bedeutet. Offenbar wissen sie nur, dass eine Ratsmitgliedschaft ein nettes Taschengeld bedeutet, viel mehr anscheinend nicht.
Peinlich, peinlicher, Sauerland - oder peinlich, peinlicher, Duisburg.
12:15
Tu ich doch, #25! :-)
11:55
# easyamerica, vielleicht solltest du die Dinge mit der Milde des Ruheständlers sehen ;)))
11:31
Welche Rolle OB Sauerland bei der Genehmigung der Love Parade gespielt hat, ist mir ziemlich egal. Nach der Tragödie sich nicht der Öffentlichkeit zu stellen, ist nicht entschuldbar.
09:41
Herr Beckmann, Sie scheinen da etwas misszuverstehen. Urteile sprechen Gerichte.
Viele User hier wollen über Anstand, Moral, Filz usw. sprechen/schreiben, also Dinge, die nicht juristisch zu bewerten sind. Die Betroffenheit und damit verbindend auch Wut macht sich meines Erachtens nicht nur an dem traurigen Unglück fest. Es ist auch das Erkennen der eigenen Ohnmacht und das Gefühl, in einer Stadt zu leben, in der kulturelle Errungenschaften außer Kraft gesetzt werden. Es ist ein perfides Spiel der grünen (und anderen) Politiker, immer die Vorverurteilung zu verurteilen, weil man so von Diskussionen über politische Verantwortung, Moral, Charakter usw. ablenkt.
08:48
Ich lese hier die Kommentare und frage mich: Ist das sachlich? Ist das fair? Selbst wenn man davon ausgeht, dass bestimmte Personen schuldig sind: Fair, demokratisch und gerecht ist es, Urteile erst dann zu sprechen, wenn Fakten auf dem Tisch liegen. Die Faktenlage ist zur Zeit aber noch sehr verworren. Die Diskussion hier ist genau das, was die Grünen bemängeln. Recht haben sie!
08:47
Ich finde es als grünen naher Beobachter beschämend, wenn der OV-Mitte dazu mißbraucht wird, die Doris und Dieter - Kampagne eins zu eins in die politische Diskussion zu bringen.
Wenn man sich mit den Grünen in Duisburg beschäftigt, dann muss man wissen, dass Herr Norbert Knabben Erfüllungsgehilfe von Doris und Dieter ist. Es steht hier nicht die Aufklärung im Vordergrund, sondern ganz einfach der Erhalt der eigenen Pfründe. Es existieren viele Abhängigheiten (Seilschaften), die jetzt zum Tragen kommen. Ich finde, dass genau diese Menschen, wie Knabben und Co. grün-intern und auch nach aussen als Spaltpilze fungieren.
Mich persönlich stört dies nicht, weil nun die Wahrheit ans Licht kommt und diese Leute ihr wahres Gesicht zeigen.. Dem Ansehen der Partei und dem Rest der ehrlich arbeitenden Grünen Mitglieder jedoch sehr. Mein Fazit: Hört endlich auf mit diesem unsäglichen taktischen Spielchen und macht den Weg frei ... In diesem Sinne
08:43
Nein, nelke. Da kommt der Norbert auch ohne Wein Alt drauf, denn es geht ja um die Art und Weise, nicht darum, dass man sich verhält, sondern darum, wie man das tut!
Du nelke und ich, und viele andere, wir sind Vorverurteiler, durch die Medien manipuliert. Wir können nicht selbständig denken, verstehst du? Darum sind wir des Rechtsstaats unwürdig und für ihn, den Rechtsstaat nicht reif. Jene aber, die da Norbert oder Dieter heißen, liebe nelke, wissen ihren Neudorfer Verein hinter sich und der weiss, wie man sich einem Opfer wie dem Herrn Sauerland gegenüber verhält. Aber um den geht es ja gar nicht, um den Herrn Sauerland, sondern es geht um das Prinzip! Und das verstehen eben Leute wie du und ich nicht.
Ich muss hier aufhören, sonst werde ich ausfallend. Dass meine Stammkneipe auch deren Stammkneipe ist, geht mir mittlerweile verdammt auf den Senkel. Da muss sich was ändern:-)