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Loveparade-Drama

Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede

01.09.2010 | 12:58 Uhr
Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede

Duisburg.OB Sauerland war Festredner beim „Duisburger Stiftungsdialog“ – einer der ersten Auftritte nach dem Loveparade-Drama. Wolfgang Conradis von der Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales verließ aus Protest den Saal.

Wolfgang Conradis. Foto: Manfred Foltin

Zu einem Eklat kam es am Dienstagabend während des „1. Duisburger Stiftungsdialogs“ im Rathaus, an dem auch Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU) teilnahm. Als er ans Podium ging, um die Gäste zu begrüßen, verließ Dr. Wolfgang Conradis von der „Duisburger Stiftung für Umwelt, Gesundheit und Soziales“ unter Protest den Ratssaal.

Gegenüber der WAZ erläuterte der Duisburger Rechtsanwalt sein Motiv: „Ich empfinde es als unerträglich, dass ein Oberbürgermeister, der sich nach der Katastrophe so erbärmlich verhalten hat, wieder zur Normalität übergehen will.“ Es sei zwar in der Einladung zum Stiftungsdialog die Begrüßung durch einen Vertreter der Stadt vorgesehen gewesen, doch habe er nicht gewusst, dass dies der Oberbürgermeister sein würde. „Ich war überrascht, dass er dort war.“ Der OB sei einfach nach vorne ans Rednerpult gegangen und es habe „nicht einmal eine Schweigeminute in Gedenken an die Opfer gegeben“, so Dr. Conradis.

Massenpanik an der Rampe zur Loveparade

Es sei ihm ein Rätsel, wie man sich als Oberbrügermeister so der Verantwortung entziehen könne. Dass er den Saal unter Protest während der Begrüßungsrede verlassen habe, sei nicht gern gesehen, aber von den Anwesenden auch nicht thematisiert worden.

Alfons Winterseel

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Kommentare
02.09.2010
17:48
Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede
von Komunall | #75

Sehr geehrter Herr Conradis,
das nenne ich Zivilcourage, Sie haben meinen vollen Respekt...die 50 anderen leider nicht...schon 2 oder mehr weitere Aufrechte hätte ich mir - übrigens auch für zukünftige Veranstaltungen, die ja unweigerlich wie es scheint kommen werden - gewünscht. Nochmals herzlcihen Dank!

02.09.2010
09:49
Stiftungsvertreter verlässt Saal bei Sauerland-Rede
von ehreundgewissen | #74

Der OB ist einfach nur d..f !
Anders kann es nicht sein, denn jeder halbwegs normale Mensch würde merken wenn seine Zeit abgelaufen ist.

02.09.2010
09:39
Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede
von Dera | #73

Danke Dr. Conradis!

Ich habe Dr. Conradis als Mensch mit klarem Verstand kennengelernt, als jemanden der sich nicht von Nebensächlichkeiten und irgendwelchem Gerede ablenken lässt, sich im Stillen sozial engagiert was mir alles gut gefällt.
Nun beweist er ausserdem noch Courage.
Respekt und nochmals Dank für dieses kleine Zeichen.

02.09.2010
08:41
Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede
von E.B. | #72

Danke Herr Conradis!
wenigsten Einer, der Rückgrat bewiesen hat.
Dieser OB sollte sich einfach schämen

02.09.2010
08:32
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von Tacheless | #71

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02.09.2010
08:31
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von Tacheless | #70

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02.09.2010
08:31
Blockierter Kommentar.
von Tacheless | #69

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02.09.2010
08:31
Stiftungsvertreter verlässt Saal bei Sauerland-Rede
von Tacheless | #68

Bravo ! hätten andere auch machen sollen, damit herr Sauerland sieht ,dass er nicht mehr erwünscht ist

02.09.2010
08:30
Stiftungsvertreter verlässt Saal bei Sauerland-Rede
von Tacheless | #67

bravo! hätte ich auch getan.. und andere hätten das auch tun sollen..

02.09.2010
07:45
Stiftungsvertreter boykottiert Sauerland-Rede
von Duisburger | #66

Meine Hochachtung Herr Dr. Conradis für Ihr Verhalten. Danke

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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