Stehen gelassen
19.08.2008 | 20:25 Uhr 2008-08-19T20:25:34+0200Wenn die Busse vor dem Schulbeginn überfüllt sind, fahren sie einfach an den Haltestellen vorbei und Schulkinder kommen zu spät
Neue Schule, neue Klassen und ein neuer Schulweg. Letzteres gestaltet sich nicht immer einfach. Im Wanheimerort, genauer an der Bushaltestelle Schlenk der Linie 944 in Richtung Innenstadt, gibt es Probleme. "Letzte Woche Dienstag und Mittwoch ist der Busfahrer, ohne anzuhalten, einfach durchgefahren", erzählt Ulrike Gloß. Die Mutter des Sechtklässlers Thorben ist verärgert darüber, dass die Busse überfüllt sind und es kaum eine Alternative für die Schüler gibt, zur Schule zu fahren. Die Linie 944 fährt im 30-Minuten-Takt um 7 und um 7.30 Uhr. Wenn die Kinder um halb acht nicht in den Bus steigen können, dann haben sie kaum eine Möglichkeit, noch pünktlich zum Unterricht zu erscheinen.
Dieses Problem hat nicht nur Familie Gloß, auch die Seidels, deren Tochter ebenfalls das Mercator-Gymnasium besucht, haben die Erfahrung gemacht, an der Haltestelle zu warten und nicht mitgenommen zu werden. "Ich stand auch bereits schon mehrmals vor verschlossenen Bustüren", berichtet die zehnjährige Christine Seidel ein wenig ratlos.
Dieses Problem ist der DVG nicht unbekannt. "Bei uns ist eine Überfüllungsmeldung der Linie 944 am 12. August eingegangen", bestätigt Thorsten Hiermann, Pressesprecher der Duisburger Verkehrsgesellschaft. "Aus diesem Grund haben wir die Sonderlinie 934 E eingeführt, die zur ersten und zur sechsten Stunde eine bessere Anbindung an die Karl-Lehr-Realschule in Wanheimerort bietet", fügt Hiermann noch hinzu.
Die betroffenen Eltern, deren Kinder aber zum Beispiel vom Bahnhof Schlenk zum Mercator-Gymnasium wollen, fühlen sich nicht ernst genommen. "Die Sonderlinie 934 E bringt uns keinen Vorteil. Die Kinder könnten mit dem Bus um 7.35 Uhr zwar bis zur Haltestelle "Im Schlenk" fahren und dann in die U 79 umsteigen. Doch würden sie die Bahn frühestens um viertel vor acht erwischen und letzlich immer noch zur spät zur Schule kommen", bewertet Ulrike Gloß die Maßnahme der DVG.

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