Steag baut neuen Stahl im Kraftwerk Walsum wieder aus
07.10.2011 | 17:59 Uhr 2011-10-07T17:59:00+0200
Duisburg. Der Energiekonzern Steag will in der kommenden Woche konkret über die Zukunft und die Reparaturmaßnahmen für das Walsumer Pannen-Kraftwerk berichten. Das kündigte die Essener Unternehmenszentrale am Freitag an, nachdem die Essener Mitte der Woche bereits ihr Sparprogramm mit Stellenabbau und möglichen Kraftwerksblock-Stilllegungen vorgestellt hatten.
Der Energiekonzern Steag will in der kommenden Woche konkret über die Zukunft und die Reparaturmaßnahmen für das Walsumer Pannen-Kraftwerk berichten. Das kündigte die Essener Unternehmenszentrale am Freitag an, nachdem die Essener Mitte der Woche bereits ihr Sparprogramm mit Stellenabbau und möglichen Kraftwerksblock-Stilllegungen vorgestellt hatten.
Zeitgleich teilte die Düsseldorfer Bezirksregierung mit, dass Steag für den Walsumer Block 10 den kompletten Austausch des Werkstoffs T 24 beantragt hat. Wie berichtet, sind nach gravierenden Schweißfehlern mit dem neuen Material Kesselanlagen undicht. Nun will man auf bewährte Werkstoffe zurückgreifen.
Die Inbetriebnahme des Blockes 10 ist nun für das 3. Quartal 2013 geplant. „Das ist ein herber Rückschlag für uns“, so Steag-Chef Rumstadt am Mittwoch in Essen. Er deutete an, dass der Kraftwerksbauer Hitachi für die Einnahme-Ausfälle geradestehen müsse. Offen ist die Summe.

14:53
Das hat der einst in der Kraftwerkstechnik führende Industriestaat Deutschland davon, wenn durch die Wirtschaftspolitik der Großanlagenbau seit Jahrzehnten behindert wird.
Es gibt keinen einzigen deutschen Kraftwerksbauer mehr, die Patente wurden verkauft und das Know-How ist verloren gegangen.
Wir sind aber Weltmeister in Industriemuseen, besonders in NRW!
19:50
wandelt den kühlturm in ein neues spass-bad um.dann haben wenigstens die kinder was von!
13:21
Auch wenn die Stadtwerke, die die marode Steag für unglaubliches (geliehenes!) Geld schon zur Hälfte gekauft haben, es immer noch nicht wahr haben wollen: Die Akquisition war ein Fehler. Mag ja sein, dass die Stadtwerke die Walsum-Probleme aus den Verträgen ausgeklammert haben und mag auch sein, dass andere Kraftwerksbetreiber diese Probleme ebenfalls haben. Kann auch sein, dass Hitachi Strafe zahlen muss. Ganz klar aber ist: Die Steag ist am Ende und Herrn Rumstadts Tage als GF-Vorsitzender gezählt (Er wird natürlich sehr weich fallen. Sein neuer Posten ist übrigens schon ausgekungelt). Prognose: Die Steag wird zerlegt werden. Die Stadtwerke werden die einzig guten Ertragsquellen (nämlich die ausländischen Steag-Kraftwerke, vor allem in der Türkei) allerdings nicht betreiben können. Und so bleiben unsere Kommunalpolitiker auf den alten Kästen sitzen, für die sie ab 2013 auch noch CO2-Emissionsrechte teuer kaufen müssen. Die Steag hatte schon keine Zukunft mehr, als sie in die Evonik integriert wurde. Dort hat man nur ein paar Jahre die Braut aufgehübscht und dann ziemlich teuer verkauft. Böses Spiel - vermutlich auf Kosten der Kommunen. Liebe WAZ: Dranbleiben und immer schön das Stadtwerke-Konsortium fragen. Von der Steag ist sowieso nichts zu hören. Die dortige Presseabteilung bleibt in voller Deckung und macht a bisserl Imagepflege oder so. Leitende Mitarbeiter verlassen das gruseliges Symbol für den sterbenden Ruhrpott und für das sterbende Saarland bereits zahlreich. Glück auf!
07:54
Die damals als Unkenrufe verworfenen Prognosen haben sich nun bestätigt. Die heutigen Facharbeiter sind Schrott und produzieren Schrott. Woran das wohl liegen mag?
23:44
Eigentlich müsste nun der Betrieb nicht genehmigungsfähig sein.
Mal schauen was sich unsere Politiker wieder einfallen lassen, um das zu umgehen.
Schön wäre es, wenn in Walsum wieder der freie Blick walten könnte.
Daumen drücken!
21:17
nicht ausbauen, abreißen !