Status-Quo-Legende Francis Rossi auf Stippvisite in Duisburg

Bat für eine kleine Hörprobe sogar in das Innere des Tourbusses: Francis Rossi, Sänger und Gitarrist der Kult-Rockband Status Quo, ist trotz seiner 67 Jahre noch fit genug für die große Bühne.
Bat für eine kleine Hörprobe sogar in das Innere des Tourbusses: Francis Rossi, Sänger und Gitarrist der Kult-Rockband Status Quo, ist trotz seiner 67 Jahre noch fit genug für die große Bühne.
Foto: Herbert Höltgen
Was wir bereits wissen
  • Status-Quo-Chef schaut auf seiner Promo-Rundreise im Landhaus Milser vorbei
  • Francis Rossi rührt die Werbetrommel für Konzert in Oberhausen und das neue Album
  • Die Jungs der Kult-Rockband wollen es noch einmal so richtig krachen lassen

Duisburg.. Francis Rossi sitzt auch mit 67 Jahren noch der Schalk im Nacken. Und am liebsten nimmt er sich mit seinen Späßen und Schelmereien selbst auf die Schüppe.

Als der Gründer der Rockband Status Quo am Dienstagabend bei einem Pressetermin im Landhaus Milser in Huckingen auf die Strapazen der anstehenden Deutschland-Tour zu sprechen kommt, sagt er mit einem Augenzwinkern: „Das wird körperlich anstrengend. Ich bin ja fast 40!“ Die Lacher seiner Zuhörer sind dem gealterten Rock’n’Roller sicher.

Der Pferdeschwanz ist futsch

Dabei hatte Rossi, der seinen einst so markanten Pferdeschwanz gegen eine ergraute Kurzhaarfrisur getauscht hat, in diesem Jahr nicht allzu viel zu lachen: Im Juni erlitt sein Band-Weggefährte Rick Parfitt, der seit 1967 zur Band gehört, nach einem Auftritt im türkischen Antalya einen Herzinfarkt. Die Wiederbelebungsversuche der Notärzte glückten erst nach einem harten Kampf. „Er muss jetzt regenerieren“, beantwortet Rossi die Frage nach dem aktuellen Wohlbefinden seines Mitstreiters. Ob er noch einmal die Rückkehr auf die Bühne schafft, wird der Genesungsprozess zeigen. Sicher ist, dass Parfitt beim großen Konzert in der KöPi-Arena Oberhausen am 24. November, für das Rossi in Duisburg Werbung machte, nicht dabei sein wird.

Das Motto der musikalischen Rundreise mit Halt in 15 deutschen Städten lautet: „The Last Night Of The Electrics Tour 2016“. Soll heißen: Dieses eine letzte Mal setzen die Jungs von Status Quo noch einmal ihre Gitarren unter Strom und lassen es so richtig krachen. „Danach wollen wir es ruhiger angehen lassen und nur noch Konzerte mit unseren Akustikgitarren spielen“, kündigt Rossi an und erklärt: „Auf denen haben wir ja schließlich auch die meisten unserer Lieder komponiert.“

Auch aus kommerzieller Sicht ist diese Entscheidung nachvollziehbar: Vor zwei Jahren hat die englische Band ihr erstes Akustikalbum mit dem schönen Namen „Aquostic“ auf den Markt gebracht. Es erreichte eine Top-15-Platzierung in den deutschen Charts und war die erfolgreichste Quo-Platte der letzten 20 Jahre in der britischen Hitparade. Kein Wunder, dass nun ein Nachfolger präsentiert wird: Ab morgen ist das neue Album „Aquostic II – That’s a Fact“ im Handel.

Mischung aus alten und neuen Songs

Diese ruhigere, entspanntere Art von Musik soll bei künftigen Tourneen im Fokus stehen. „Zumindest wollen wir es so. Wenn die Fans es aber nicht annehmen, wer weiß, vielleicht wechseln wir dann doch wieder zu unseren E-Gitarren“, so Sänger und Gitarrist Rossi. Bei der letzten krachenden Rocktour soll den Fans eine schöne Mischung aus neuen Songs und den Hits vergangener Tage präsentiert werden. „Für das Ego eines Musikers ist es toll, wenn die Fans nicht nur das Altbekannte, sondern auch das neue Material lieben und live hören wollen“, gibt Rossi zu. Aber auf ihre deutschen Fans konnten sich Status Quo ja bisher immer verlassen.

Als Verstärkungkommt Uriah Heep

Als namhafte Vorband wird beim Status-Quo-Konzert am 24. November in Oberhausen Uriah Heep auftreten. Nicht nur dank ihres größten Hits „Lady In Black“ schrieben die Briten ein Stück Musikgeschichte. Karten für den Auftritt sind ab 61 Euro an allen bekannten Vorverkaufsstellen oder im Internet erhältlich.