Stadtwerke Duisburg beerdigen Pläne für neues Kraftwerk
30.08.2012 | 08:00 Uhr 2012-08-30T08:00:00+0200
Duisburg. Die Stadtwerke hatten die Details für einen neuen Kraftwerksblock in Wanheim bereits im vergangenen Jahr ausführlich vorgestellt, in diesem Jahr sollte der Aufsichtsrat grünes Licht geben. Doch jetzt liegt das Invest von einer halben Milliarde Euro wieder auf Eis.
Der Strommarkt ist so stark in Bewegung, dass sich die Pläne von gestern heute schon wieder erledigt haben können. Die Stadtwerke Duisburg hatten die Details für einen neuen Kraftwerksblock in Wanheim bereits im vergangenen Jahr ausführlich der Öffentlichkeit vorgestellt , im September wurden die Anwohner zur Infoveranstaltung geladen , in diesem Jahr sollte der Aufsichtsrat grünes Licht geben. Doch jetzt liegt das Invest von einer halben Milliarde Euro wieder auf Eis, wie Konzernchef Hermann Janning der NRZ bestätigt: „Die bislang durchgeführten Untersuchungen lassen aktuell keine ausreichend positive Tendenz für das Projekt erkennen“.
Die Pläne für die Erweiterung des Gas- und Dampfkraftwerks in Wanheim wandern damit zum zweiten Mal in die Schublade. Denn bereits 2009 sollte der Beschluss für den dritten Block fallen. Damals machte die Wirtschaftskrise und die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke den Plänen einen Strich durch die Rechnung. Jetzt ist der Atomausstieg besiegelt, moderne Kohle- und vor allem die effizienten Gas- und Dampfkraftwerke galten bis vor kurzem noch als Brückentechnologie auf dem Weg zum Ausbau der regenerativen Energien.
Und dennoch werden Neubau-Projekte vielerorts wieder verworfen. „Mit der noch nicht abgeschlossenen politischen Diskussion zur Energiewende sind Risiken verbunden, die auch trotz einer deutlich verbesserten Förderung noch keine ausreichende Planungssicherheit geben“, kritisiert Janning. Erst wenn sich die Politik in Berlin über das „zukünftige Design der Energiemärkte“ geeinigt habe, sei die Voraussetzung für die notwendige Planungssicherheit erfüllt. „Entscheidungen zu diesen Themen sind aber 2012 nicht zu erwarten“, so der Vorsitzende des Stadtwerke-Dachkonzerns.
Die Stadtwerke hatten sich erhofft, mit dem neuen 600 Megawatt-Block in Wanheim die eigene Stromproduktion weiter auszubauen und den Strom auf dem überregionalen Markt verkaufen zu können. Was der Ausstieg aus den Plänen für die künftige Entwicklung der Stadtwerke und für die Duisburger Kunden bedeutet:
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Zu #1
„ ... zukünftige(s) Design der Energiemärkte ...“ is ähnlich schön.
"Dummsprech" könnte man aber auch sagen. -
Harald Jochums
19:59
Es ist normal das geplante Vorhaben nach einem Politikwechsel Richtung rot-rot-grün
auf Eis gelegt werden...., das Risiko ist einfach zu groß.
11:41
Was, bitte, soll ich denn unter "das Invest" verstehen? Etwa "die Investition"?