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Milliarden-Deal

Stadtwerke an der Ruhr schielen nach der Steag

08.09.2010 | 11:06 Uhr
Stadtwerke an der Ruhr schielen nach der Steag
das das Stadtwerke-Kosortium kaufen will.

Duisburg.Sieben Energieversorger an Rhein und Ruhr sind an Steag-Kraftwerken interessiert. Über den Milliarden-Deal wird bislang hinter verschlossenen Türen verhandelt – ohne Beteiligung der Stadträte. Die Grünen kritisieren das Vorhaben.

Ein Konsortium aus sieben Stadtwerken an Rhein und Ruhr sind an Steag-Kraftwerken interessiert. Im Gespräch ist ein gewaltiger Kaufpreis von möglicherweise 1 Mrd. Euro. Ein Riesen-Deal. Die Rede ist vom Kauf eines 51-Prozent-Anteils der Evonik-Steag. Am Kauf unter anderem sehr interssiert: die Duisburger Stadtwerke .

Im August hatte diese Käufergemeinschaft dem Evonik-Konzern ein so genanntes „indikatives“, ein unverbindliches Kaufangebot gemacht. In wenigen Wochen soll der Deal aber dann verbindlich über die Bühne gehen.

SPD: Haben noch keine
endgültige Position dazu

Und genau hier liegt nach Einschätzung der Grünen das Problem. „Wir Grüne in Duisburg haben die allergrößten Bedenken was den Kauf dieses Pakets anbetrifft, und noch mehr Vorbehalte, was das Verfahren betrifft, wie dieser Kauf zustande kommen soll“, erklärte gestern Matthias Schneider, Sprecher von Bündnis90/Die Grünen gegenüber der NRZ.

Es sei völlig unakzeptabel, dass dieser Mega-Deal „komplett hinter verschlossenen Türen des Aufsichtsrates der Duisburger Stadtwerke ausgehandelt werden soll“. Dieser Vorgang, eine derart wegweisende Entscheidung für ein halbes Dutzend Ruhrgebietsstädte, gehöre schleunigst auf die Tagesordnung des Rates der Stadt. Schneider: „Auf gar keinen Fall dürfen die Stadtwerke irgendwelche bindenden Angebote gegenüber Evonik abgeben, ohne dass sie dafür eine Zustimmung vom Rat der Stadt vorliegen haben.“ Neben dem bisher praktizierten Verfahren kritisieren die Grünen aber auch die Grundsatzidee des Vorhabens. Wieso alte Kohlekraftwerke teuer kaufen, wenn man in dieser Stadt erklärtermaßen erneuerbare Energie vorantreiben wolle?

SPD hat noch keine endgültige Position bezogen

Die Stadtwerke sprechen von der positiven „starken Verwurzelung der Steag mit dieser Region“, daran sei der kommunale Energieversorger sehr interessiert, ebenso wie an der hohen „Wertschöpfung der Kraftwerksbetriebe, der Fernwärme, aber auch dem Geschäftsbereich der erneuerbaren Energien von Evonik-Steag.“

Die SPD-Fraktion, so erklärte dazu ihr Sprecher Jürgen Brandt, habe zu diesem Millionen- bzw. Milliarden-Handel noch keine endgültige Position bezogen. Brandt: „Dazu müssen erst alle Fakten auf den Tisch.“ Dazu gehöre eine ideologiefreie Einschätzung darüber, ob diese Anteile-Übernahme den Stadtwerken tatsächlich einen wirtschaftlich langfristigen Erfolg bescheren könne. Es gehe hier nicht nur um alte, sondern auch um neue Kohlekraftwerke, wie auch um den Steag-Bereich der erneuerbaren Ernergien. Das Thema aber, so Brandt, gehöre selbstverständlich in den Rat. Und: „Sollte jemand versuchen, uns terminlich unter Druck zu setzen, werden wir klar machen, wer hier Koch und wer Kellner ist.“ Am 23. September wird der Stadtwerke-Aufsichtsrat über den Mega-Deal beraten.

Stefan Endell

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Kommentare
29.10.2010
14:39
Stadtwerke an der Ruhr schielen nach der Steag
von Kohlenknecht | #17

@Walsum:
Nope. Der wesentliche Grund ist, dass die Steag der Evonik gehört und die Evonik regelmäßig ein gewisses Kapital in die Stiftung RAG stecken muss. So funktioniert der deutsche Kohlekompromiss.

Weil Evonik noch nicht an der Börse ist, wie es ja eigentlich geplant war, und damit die Evonik nicht das ganze Geld in die Stiftung verballert, müssen Teile verkauft werden. In diesem Fall die Steag. Und was bisher klar wurde: Es gibt wahrscheinlich mehr als einen Bieter. Insofern ist das mit der öffentlichen Hand nur Gelaber.

09.09.2010
05:46
Stadtwerke schielen nach der Steag
von Walsum88 | #16

Warum will die Steag eigentlich verkaufen, obwohl man in den letzten Jahren alles für einen massiven Ausbau der Kraftwerksstandorte vorbereitet hat. Ganz einfach:

Steag erlebt gerade beim Bau des neuen Kohlekraftwerkes in Walsum ein finanzielles Fiasko. Die Frage ist berechtigt, ob das Projekt langfristig wirtschaftlichen Erfolg haben kann, da der Trend der Zukunft im Ausbau erneuerbarer Energien liegt und zudem noch die Laufzeiten der Kernkraftwerke verlängert werden.

Dass hier wieder die öffentlich Hand einspringen soll, erinnert mich irgenwie an Bankenrettung.

08.09.2010
15:44
Blockierter Kommentar.
von karlosdallos | #15

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

08.09.2010
15:31
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #14

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

08.09.2010
14:56
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #13

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

08.09.2010
14:45
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #12

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

08.09.2010
14:40
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #11

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

08.09.2010
14:32
Stadtwerke an der Ruhr schielen nach der Steag
von MatthiasSchneider | #10

Und oft ist Ökostrom günstiger, besonders bei sparsamem Verbrauch, weil bei vielen Tarifen der Grundpreis wegfällt ...
http://www.atomausstieg-selber-machen.de/

08.09.2010
14:32
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #9

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

08.09.2010
14:29
Stadtwerke schielen nach der Steag
von malte8 | #8

Also erstmal nicht vergessen, dass Kohle- Atomkraftwerke und auch Gaskraftwerke mit Ressourcen betrieben werden, die bei der Förderung, dem Transport zum Kraftwerk und in der Reststoffentsorgung einen riesigen Energieaufwand benötigen und somit permanent beispielsweise CO_2 emittieren um überhaupt Strom emrzeugen zu können. Mal abgesehen von der Verwüstung und Vergiftung ganzer Landstriche beispielsweise durch den Uranabbau.... Achja und die Grünen sind die Partei der reichen weil Ökostrom so teuer ist. Stadtwerke Bochum: Ökostrom kostet zusätzlich 1€ pro Monat egal wie hoch die Abnahme ist. 100% Ökostrom aus östereichischen Wasserkraftwerken. D.h. 2 Blödzeitungen im Monat weniger und das Ding ist gebucht, da muss man wahrlich kein Topverdiener für sein....

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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