Stadtdirektor Peter Greulich soll Geschäftsführer der Wirtschaftbetriebe werden

Anfang Mai wurde bekannt, dass Peter Greulich mit einem Wechsel in den Vorstand der Wirtschaftsbetriebe liebäugelt. Anlass dafür ist auch der SPD-Sieg bei der OB-Wahl, denn Dezernenten sind als Wahlbeamte immer von politischen Mehrheiten abhängig.
Anfang Mai wurde bekannt, dass Peter Greulich mit einem Wechsel in den Vorstand der Wirtschaftsbetriebe liebäugelt. Anlass dafür ist auch der SPD-Sieg bei der OB-Wahl, denn Dezernenten sind als Wahlbeamte immer von politischen Mehrheiten abhängig.
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Was wir bereits wissen
Duisburgs Stadtdirektor soll jetzt wohl doch zweiter Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Duisburg werden. Derzeit sollen sich die Mehrheitsfraktionen im Duisburger Rat darüber abstimmen, wie der Wechsel über die Bühne gehen soll. Und noch ein neuer Chef-Posten soll wohl eingerichtet werden.

Duisburg.. Obwohl die Stadt Hunderte Stellen aus Sparzwängen abbauen muss, soll die Zahl der Geschäftsführer offenbar erhöht werden. Hintergrund ist der von Stadtdirektor Peter Greulich selbst ins Spiel gebrachte Wechsel zu den Wirtschaftsbetrieben Duisburg (WBD).

Der Stadtdirektor und Beigeordnete für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz rechnet sich als Sauerland-Vertrauter seit der Abwahl wohl nur noch wenig Chancen auf eine lange Amtszeit im Rathaus aus. Er würde damit einen Platz unter den fünf Dezernenten frei machen. Der SPD könnte das nur Recht sein: Sie könnte dem neuen und jungen OB Sören Link einen parteinahen und vertrauten Abgeordneten zur Seite stellen.

Ratsmehrheit stimmt sich derzeit ab

Nach NRZ-Informationen stimmt sich die Ratsmehrheit derzeit ab, wie der Wechsel über die Bühne gehen soll. Greulich soll weiterer Geschäftsführer der WBD werden und dem bisher alleinigen Geschäftsführer Thomas Patermann zur Seite gestellt werden. Im Gespräch ist noch ein weiterer Geschäftsführerposten bei den Wirtschaftsbetrieben, den der SPD-Mann Lothar Krause von der aufgelösten Gesellschaft für Beschäftigungsförderung besetzen soll. Die GfB könnte in die WBD übergehen. Krause war bisher neben Ingo Schachter Geschäftsführer der GfB.

Die beiden neuen Chef-Posten dürften wohl vor allem unter den Beschäftigten Unmut auslösen. Schließlich sind die Posten hoch dotiert, Patermann verdient rund 170.000 Euro im Jahr. Gleichzeitig muss die Verwaltung in den nächsten Jahren noch mehrere Hundert Stellen abbauen. Als die NRZ vor einigen Monaten über den Wechselwunsch des Bündnisgrünen Greulich zur WBD berichtete, schloss Grünen-Chef Matthias Schneider einen weiteren Geschäftsführer-Posten noch aus.