Stadt soll Jagd stoppen
18.08.2010 | 18:03 Uhr 2010-08-18T18:03:00+0200
Duisburg.Die Grünen fordern die Stadt Duisburg auf, die Jagd auf Gänse zu stoppen. Seit dem 16. Juli dürfen die Vögel geschossen werden – auch in Schutzgebieten. Naturschützer sprechen von einer Vernichtungsaktion.
Grüne aus den Ortsverbänden West/Ruhrort und Walsum sowie aus der Bezirksvertretung Süd haben Stadtdirektor Dr. Peter Greulich aufgefordert, die Jagd auf Gänse in den Eigenjagdbezirken der Stadt zu stoppen.
Er soll seine Untere Jagdbehörde anweisen, „von Aufrufen zu Vernichtungsaktionen“ in den FFH-Gebieten (Schutzgebiete für Pflanzen, Tiere und Lebensräume) und Europäischen Vogelschutzgebieten abzusehen. Doch Dr. Greulich ist als Dezernent dafür gar nicht zuständig. „Das ist Sache der Ordnunsgbehörde.“ Entsprechend sei das Dezernat Rabe zuständig.
Gesetz ist ein Relikt der abgewählten Landesregierung
Nach Festsetzen neuer Jagdzeiten im Land NRW dürfen Gänse (Nil-, Kanada- und Graugänse) in diesem Jahr erstmals schon seit dem 16.Juli bejagt werden. Diese sogenannte Sommerjagd wurde von den ornithologischen Fachgesellschaften und von den anerkannten Naturschutzverbänden als rechtswidrig und inakzeptabel kritisiert, so die Grünen.
Durch die Jagdzeiten im Sommer würden auch die Schongebietsregelung unterlaufen, wonach in den Europäischen Vogelschutzgebieten „Unterer Niederrhein“ und „Weseraue“ vom 15. Oktober bis 31. Januar nicht auf Gänse gejagt werden darf, meinen die Grünen.
SPD und Grüne hätten die Änderung des Landesjagdgesetzes im Landtag schließlich abgelehnt. Die Verordnung sei ein Relikt der abgewählten Landesregierung.
Die Grünen Ortsverbände werfen der Stadt vor, dass die Untere Jagdbehörde „zu verstärkter Bejagung nun auch in den Naturschutzgebieten, FFH-Gebieten und europäischen Vogelschutzgebieten“ auffordere. Dem widersprach allerdings Stadtdirektor Greulich: „Die Jäger bestimmen selbst, wann sie auf die Jagd gehen.“
Mit Schutzgebieten nicht vereinbar
Doch nach Ansicht der Ortsverbände ist dies mit dem Schutzzweck des FFH-Gebietes absolut unvereinbar, weil durch wöchentliche Jagdausübung eine nicht vertretbare Beunruhigung bewirkt werde und weil der Bruterfolg spät oder mehrfach brütender Arten in Frage gestellt werde und der Abschuss streng geschützter Vogelarten billigend in Kauf genommen werde.
„Von einer Jagdbehörde wird gemeinhin erwartet, dass sie die Jagd kontrolliert, nicht aber, dass von hier aus zu Tötungsaktionen aufgerufen wird, die beinahe zwangsläufig in Straftaten münden“ so die zweite stellvertretende Bezirksbürgermeisterin Dr. Birgit Beisheim (Bezirk Süd, Grüne). Franz Tews, Sprecher des Walsumer Ortsverbandes: „Die Jagdbehörde soll sich aus unserer Rheinaue heraushalten, die ist schließlich Schutzgebiet.“
Doch auch in Schutzgebieten kann die Jagd erlaubt sein, so Dr. Greulich. Für dieses Jahr sei vom Landschaftsbereit eine Ausnahmegenehmigung erteilt worden.

07:51
Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten. Jagd ohne Mord ist ein begriff, der sich selber aufhebt... Und weil es sich bei der Jagd um Leidenschaft, Gier, Wollust handelt - um ein Fieber eben -, geht es ... um sex and crime, um sexuelle Lust und Verbrechen jeder Art, um Mord und Lustmord.
Hobby-Jäger erschießen nicht nur 5 Millionen unschuldige Wildtiere wie die Gänse pro Jahr sondern auch 300 000 Hauskatzen und 35.000 Hunde, die Ihnen in die Quere kommen und ab und zu töten sie sogar ihre Frauen und Kinder oder einen Jagdkollegen.
Mit diesem Hobby muss schnell schluß gemacht werden!
22:37
Muss man erst ein Mörder werden, um über Mord reden und ihn verurteilen zu dürfen?
19:23
...fragen Sie doch mal einen Psychologen.. das waren soch Ihre Worte?
Nun wir haben ihn gefragt?!
Mehr nicht.
16:21
@druschbaDuisburg: Darf man Ihren Beitrag dahingehend interpretieren, dass Sie die von Ihnen bislang verbrauchte Energie künftig der dritten Welt zu spenden und sich fortan als Selbstversorger - in bester jagdlicher Tradition des Paläolithikums - durchzuschlagen beabsichtigen?
Werner Hupperich
16:00
In dieser westlichen Überzivilisation wird der Natur des Menschen Hohn gesprochen.
Dass diese Tierschützer die Gänse durch Kuchen- und Brotmast teilweise zu Tode quälen, ist hier kein Thema.
Aber die jahrtausesnde alte Tradition der Jagd, da wird drauflosgeschrieben. Ich denke oft aus vollklimatisierten Büros, die der dritten Welt den Energieatem rauben.
15:56
Haben sie schon mal gejagt? Sie wissen doch gar nicht, wovon ich rede.
15:56
Von druschba:
Fragen sie mal einen Psychologen
Haben wir!
Da gibt es durchaus renommierte Psychologen die sich dazu geäußert haben. Einer von ihnen hat sogar ein ganzes Buch über die Jagd verfasst.
Paul Parin, die Leidenschaft des Jägers
aus dem Buch: »Seit meinen ersten Jagdabenteuern weiß ich: Jagd eröffnet einen Freiraum für Verbrechen bis zum Mord und für sexuelle Lust, wann und wo immer gejagt wird. Licence hat eine radikalere Bedeutung als der deutsche Ausdruck Freibrief: Verbote gelten nicht mehr. Wenn man über Jagd schreibt, muss man über geschlechtliche Lust schreiben und über Grausamkeit und Verbrechen... Die wirkliche Jagd ist ohne vorsätzliche Tötung nicht zu haben. Leidenschaftlich Jagende wollen töten.
Paul Parin war allerdings selber Jäger!
nd4z
...
13:37
Die Jagd ist das Lebenselixier eines Mannes
Was für ein Quatsch....
Es gibt aber auch vernünftige Männer..
12:58
Die Jagd ist das Lebenselixier eines Mannes und gut für unsere hochbelasteten Gewässer.
Viele Menschen haben sich für die Jagd bedankt und eine kleine Minderheit macht hier öffentlichen Druck, weil sie ihre egoistischen und weltfremden Ziele nicht anders verbreiten können.
Die Jagd ghört zum menschlichen Wesen wie zum Wesen eines Bären!
Fragen sie mal einen Psychologen
23:42
Lasst uns Jäger jagen.......!
Davon gibt es reichlich und sie haben keinen Freßfeind!