Stadt plant keine neuen Tempo-30-Zonen in Duisburg

Auf gut zwei Dritteln der Duisburger Straßen gilt Tempo 30.
Auf gut zwei Dritteln der Duisburger Straßen gilt Tempo 30.
Foto: WAZ-Fotopool
Was wir bereits wissen
In Deutschland soll es nach Wunsch der Verkehrsminister mehr Tempo 30-Zonen geben. In Duisburg sind bereits zwei Drittel des Straßennetzes verkehrsberuhigt.

Duisburg.. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrinth und die Konferenz der Verkehrsminister sind sich einig:In deutschen Städten soll es zukünftig mehr Tempo-30-Zonen geben. Doch da macht Duisburg nicht mit. Laut Stadt soll es hier keine neuen Tempo-30-Zonen geben.

Zwei Drittel des Duisburger Straßennetzes machen Tempo-30-Zonen aus – und dabei soll es auch bleiben. „Die maximale Ausweisung von Verkehrsberuhigten Bereichen in Duisburg erfolgte bis auf wenige Ausnahmen bereits Anfang 1990. Weitere Anordnungen für Tempo 30-Zonen sind nicht möglich“, erklärt Stadtsprecherin Gabi Priem. Das Maximun ist also erreicht. Die gesetzlichen Grundlagen ergeben sich aus Paragraph 45 der Straßenverkehrsordnung. „Die Einrichtung von Tempo-30-Zonen setzt ein leistungsfähiges, auch den Bedürfnissen des öffentlichen Personennahverkehrs, Wirtschaftsverkehrs, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Feuerwehr entsprechende Vorfahrtstraßennetz voraus“, zitiert Priem. Tempo-30-Zonen finden sich demnach vor allem vor Schulen, Kindergärten, Altenheimen und dort, wo sie dem Lärmschutz dienen.

Trotz des Vetos zur Errichtung weiterer Verkehrsberuhigter Bereiche sieht das Amt für Stadtentwiklung viele Vorteile bei Tempo-30-Zonen: Weniger Unfälle aufgrund der geringeren Geschwindigkeit, höhere Aufenthaltsqualität und der verminderte Bedarf an Verkehrsschildern zur Regelung der Vorfahrt seien Argumente für die Regelung, heißt es aus dem Fachbereich. Nachteile der Tempo-30-Zonen sehe man keine.