„Stadt investiert zu wenig in Busse und Bahnen“

Städte mit überdurchschnittlichem Bus- und Bahnangebot sollen mehr Geld von ihren Kunden verlangen dürfen. Dafür hat der VRR extra den Sondertarif A3 eingeführt. Städte wie Düsseldorf, Essen und Dortmund dürfen künftig bis zu 10 Prozent Aufschlag über den Regelpreis verlangen, weil ihre Busse und Bahnen besser sind als der kommunale Vergleich. Mit den Mehreinnahmen soll nach dem Willen des VRR die Infrastruktur weiter ausgebaut werden.

Duisburg gehört nicht zu den Städten, die höhere Preise verlangen dürfen. Damit gehen der Stadt Mehreinnahmen von bis zu 7 Millionen Euro verloren. Aus Sicht des Verkehrsexperten und Vorsitzenden der CDU-Fraktion im VRR, Frank Heidenreich, ist die Nichtberücksichtigung Duisburgs durch den VRR aber nur gerecht: „Die DVG-Kunden dürfen keinesfalls stärker zur Kasse gebeten werden. Es fehlt die entsprechende Gegenleistung. Die Busse und Bahnen entsprechen nicht modernen Standards. Die Stadt investiert zu wenig, setzt die Zukunft des gesamten ÖPNV-Angebotes aufs Spiel. Der VRR wartet seit Jahren auf ein klares Bekenntnis der Stadt Duisburg zu ihrem ÖPNV. Angesichts der veralteten Sicherheitstechnik und der damit verbundenen unklaren Zukunft der U79 ist eine Teilnahme Duisburgs am A3-Programm ausgeschlossen“, sagt CDU-Ratsherr Heidenreich.