Stadt hebt Sperrflächen für die Straßenbahn wieder auf

Sie sollten während der A59-Sperrung dafür sorgen, dass die Straßenbahnlinie 903 nicht ständig vom Autoverkehr gestoppt wird und ihren fünf-Minuten-Takt einhalten kann: die gelben Baustellenmarkierungen, die die Gleisflächen im Straßenraum für den Kraftfahrzeugverkehr zur Sperrfläche gemacht haben. Nach Fertigstellung der A 59 wurden die Sperrflächen zunächst beibehalten, um im Alltagsbetrieb und Normalverkehr der 903 zu testen, welche Auswirkungen die Sperrflächen auf den Gesamtverkehr haben. Diese Untersuchungen sind jetzt abgeschlossen, ab dem kommenden Montag werden alle Sperrflächen wieder aufgehoben.

Die Ergebnisse der Untersuchungen werden nun von der DVG und den Verkehrsplanern der Stadt ausgewertet. Wann ein Fazit vorliegt, ist unklar. Es soll Grundlage für die Überlegung sein, der Straßenbahn dauerhaft Vorrang auf konfliktträchtigen Abschnitten zu gewähren.

Die FDP hatte die Beibehaltung der Sperrflächen in Hamborn und Meiderich bereits zuvor kritisiert. Gemäß ihrem altbekannten Slogan „Freie Fahrt für freie Bürger“ haben die Liberalen für die nächste Ratssitzung einen Antrag gestellt, die Flächen und auch die Links-Abbiegeverbote sofort zurücknehmen. Begründung: Entgegen der Wahrnehmung der Stadtverwaltung habe die A59-Sperrung den Bürgern sehr wohl ungewöhnlich viele Staus und Wartezeiten abverlangt. Besonders Handel, Logistik und Handwerk hätten außerordentlich unter dieser Situation gelitten. „Nach Beendigung der Arbeiten an der A59 hat es keinen Grund mehr gegeben, die Sanktionen gegen Handel, Logistik und Handwerk künstlich weiter aufrecht zu erhalten“, sagte FDP-Fraktionschef Wilhelm Bies.