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Stadt Duisburg soll bei Suche nach neuem Standort für Kultur-Club Djäzz helfen

04.02.2011 | 12:00 Uhr
Stadt Duisburg soll bei Suche nach neuem Standort für Kultur-Club Djäzz helfen
Vergangenen Samstag demonstrierten etwa 500 Duisburger gegen das Aus des Djäzz. Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg. Die Politiker wollen sich für den Erhalt einsetzen, stehen dahinter, fordern zur Unterstützung auf – die Bekenntnisse zum Djäzz aus den Ratsfraktionen gingen zahlreich in der Redaktion ein. Aber was können sie wirklich tun, um dem Kellerclub zu helfen?

„Da bin ich ehrlich: herzlich wenig“, räumt Udo Vohl ein. Der kulturpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion sieht nach dem Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts die einzige Möglichkeit zur Unterstützung darin, „ein bisschen Druck auf die Verwaltung zu machen“. „Wir wollten aber zum Ausdruck bringen, dass wir diese Einrichtungen der freien Szene dringend brauchen“, betont er. „Faktisch können wir aber nichts machen.“

Stadt in der Pflicht

Dem Ratsmitglied von Junges Duisburg, Stephan Krebs, ist es immerhin gelungen, eine Vorlage in die letzte Sitzung einzubringen. Der musste allerdings geändert werden, weil es rechtswidrig gewesen wäre, einen Beschluss gegen die Entscheidung des Gerichts zu fassen. „Die Vorlage wurde dahingehend umformuliert, dass die Stadt bei der Suche nach einer neuen Immobilie helfen soll “, sagt Krebs. „Und dadurch ist die Stadt jetzt auch in der Pflicht. Vor allem der Kulturdezernent sollte jetzt bei der Suche nach einem neuen Standort helfen.“

Der Vorsitzende des Kulturausschusses, Frank Albrecht (FDP), gab noch am vergangenen Demo-Wochenende eine Erklärung ab, in der er sich für den Erhalt des Djäzz aussprach. „Ich denke schon, dass es in Gesprächen mit der Verwaltung und den anderen Beteiligten möglich ist, Einfluss zu nehmen. Und das tue im gerade auch“, erklärt Albrecht. „Es wäre allerdings unrealistisch, jetzt schon etwas zu versprechen.“ Hinter den Kulissen würde man an einer Lösung arbeiten.

Finales Partywochenende

Demo für das Djäzz

Auch die Duisburg Marketing Gesellschaft hat sich inzwischen eingeschaltet und möchte ein geeignetes Nachfolge-Objekt für das Djäzz finden. Ein Gespräch mit dem Geschäftsführer des Lokals, Ercan Ulucan, fand bereits statt. Dem ist vor wenigen Tagen ein Schreiben des Ordnungsamtes zugegangen: Ab dem 7. Februar wird die Sperrzeitverlängerung durchgesetzt. Nun steht das Djäzz an der Börsenstraße vor seinem finalen Partywochenende. Die letzte Veranstaltung, die bis 5 Uhr stattfinden darf, wird am Samstag die „Burn The City“-Party sein.

Zlatan Alihodzic

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Kommentare
04.02.2011
18:13
Mehr als nur Lippenbekenntnisse?
von Der-Leser | #9

@ # 7
Alles richtig!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

04.02.2011
16:27
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #8

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

04.02.2011
14:22
Stadt Duisburg soll bei Suche nach neuem Standort für Kultur-Club Djäzz helfen
von Profiler1960 | #7

Schon vergessen??? Dieses Jahr sind Wahlen....nur STIMMENFANG

04.02.2011
14:18
Mehr als nur Lippenbekenntnisse?
von b.scheuert | #6

Der Geschäftsführer sollte lieber auf eigene Faust was neues suchen, ist sicherlich schneller, einfacher und billiger. Aber was tut man nicht alles für den schönen Schein...

04.02.2011
14:10
Stadt Duisburg soll bei Suche nach neuem Standort für Kultur-Club Djäzz helfen
von graphos | #5

@3
Ich habe nicht gesagt, dass ich die Unterstützung der Politik(er) nicht wünsche. Mich wundert nur, dass erst 500 Leute eine Demo veranstalten müssen, um einigen hier in dieser Stadt klar zu machen, dass Kultur nicht erst bei mit Millionen subventionierten Einrichtungen beginnt. Andererseits spricht es für die Qualität des Djäzz, wenn es ihr gelingt, Politiker wachzuküssen. :-)

04.02.2011
13:31
Stadt Duisburg soll bei Suche nach neuem Standort für Kultur-Club Djäzz helfen
von Rheinhauser | #4

@ kikimurks

Wohnen Sie in Duisburg?
Können Sie sich noch an den Raiffeisenmarkt in Rheinhausen erinnern?
Oder an das Traditionsunternehmen Bührmann-Weine?
Haben die sich nicht auch auf die Stadt Duisburg verlassen bei der Suche nach einem neuen Standort?
Schöne Grüße nach Moers! Eventuell sollte das Djäzz da mal schauen, da wird auch was gemacht, nicht nur geredet!

Ach ja die DMG hat sich eingeschaltet! Nicht schlecht, es scheint ja wieder was zu vermarkten zu geben ;-)

04.02.2011
13:08
Mehr als nur Lippenbekenntnisse?
von kikimurks | #3

@graphos

Tun sie nichts, ist es nicht richtig. Tun sie was, auch nicht. Was also. Es gibt ein Urteil, dass besagt, dass DJäzz die Nachtruhe einhalten muss. Damit können die Politiker für den aktuellen Standord nichts mehr tun. Wenn aber auch nicht gewünscht ist, dass die Politik bei der Suche nach einem passenden Folgeobjekt hilft, wofür dann die Proteste? Ich finde es jedenfalls gut, wenn etwas getan wird und, vor allem, wenn es dann zu einem vernünftigen Ergebnis führt.

04.02.2011
13:06
Mehr als nur Lippenbekenntnisse?
von rheinruhrbeobachter | #2

Warum ist eigentlich nicht im Vorfeld mal jemand auf die Idee gekommen mit denen zu reden, auf deren Mist die Klage gegen das Djäzz gewachsen ist? Dann wäre allen Beteiligten eine Menge erspart geblieben.
#1 von graphos , am 04.02.2011 um 12:17,

Sie haben Recht.

Und nicht nur reden, sondern vielleicht auch einmal rechtzeitig nach einer anderen geeigneten Räumlichkeit suchen. Ansonsten werden wir zukünftig sicherlich von Kommunalpolitikern sehr oft hören : „Da bin ich ehrlich: herzlich wenig“, räumt Udo Vohl, der kulturpolitische Sprecher der SPD-Ratsfraktion ein. Faktisch können wir aber nichts machen. Vielleicht doch liebe Ratspolitiker, bevor Gerichte Fakten schaffen.

04.02.2011
12:17
Mehr als nur Lippenbekenntnisse?
von graphos | #1

Was ein politischer Aktionismus! Plötzlich entdecken Duisburgs Politiker die (junge) Kulturszene und stürzen sich wie wild auf die Behebung einer Auswirkung, deren Ursache u.a. bei ihnen selber zu suchen ist. Ich hoffe nur inständig, dass Herr Ulucan den Unterstützern auch begreiflich machen konnte, dass seine neue Location nicht im Innenhafen angesiedelt wird und/oder 20,- €/qm kalt kosten soll.
Warum ist eigentlich nicht im Vorfeld mal jemand auf die Idee gekommen mit denen zu reden, auf deren Mist die Klage gegen das Djäzz gewachsen ist? Dann wäre allen Beteiligten eine Menge erspart geblieben.

Glück auf, Djäzz!

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