Das aktuelle Wetter Duisburg 8°C
Zuwanderung

Stadt Duisburg scheint Roma-Problem in Hochfeld nicht in den Griff zu bekommen

11.01.2012 | 11:01 Uhr
Stadt Duisburg scheint Roma-Problem in Hochfeld nicht in den Griff zu bekommen
Seit über zwei Jahren ist Hochfeld zu einem Anlaufpunkt für Roma aus Bulgarien geworden.Foto: Gerd Wallhorn

Duisburg.   Im Duisburger Rathaus fehlt ein Koordinator mit Durchsetzungskraft, der sich um die Probleme mit Rumänen und Bulgaren in Hochfeld kümmere. Das werfen die Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Johannes Pflug (SPD) der Stadtspitze vor. In Berlin soll es nun ein Koordinierungstreffen von Städten mit ähnlichen Problemen geben.

Die beiden Duisburger SPD-Bundestagsabgeordneten Bärbel Bas und Hans Pflug vermissen eine führende Hand im Duisburger Rathaus, um die Probleme mit den Rumänen und Bulgaren in Hochfeld anzupacken. „In der Stadtspitze fehlt jemand, der den Hut auf hat und das vorgestellte Konzept konsequent weiter verfolgt und umsetzt“, sagte Bärbel Bas.

Abgesehen von der Finanzierung erkennt Hans Pflug klare Verstöße, gegen die man vorgehen müsse. „Wenn in einer Wohnung zwölf Matratzen vermietet werden, ist das Mietwucher. Es gibt Prostitution und einen Arbeitnehmer-Strich . Das sind Rechtsverstöße und damit Angelegenheit von Ordnungsamt, Polizei und Zollamt“, sagt Pflug. „Es fehlt ein Koordinator, der die Gesamtproblematik in die Hand nimmt“.

Bürgerwehren und rechte Tendenzen müssen verhindert werden

Inhaltlich wollten beide Abgeordnete das Konzept der Stadt nicht bewerten, Pflug hält es „persönlich für plausibel“. Man müsse dort aber zügig reagieren, um mögliche Folgen wie in Rede stehende Bürgerwehren zu verhindern oder rechten Tendenzen dort erst gar keinen Raum zu geben. Pflug rechnet mit fünf bis sechs Millionen Euro für die Umsetzung des Konzepts, wie man den unkontrollierten Zuzug von inzwischen mehr als 5000 Roma in den Griff kriegt. Die Nachfrage von Bärbel Bas an die Bundesregierung zu konkreten Maßnahmen für Probleme in Stadtteilen wie Hochfeld vor einigen Monaten habe keine zufriedenstellende Antwort geliefert: „Kurz gesagt: Man hat die von uns beschriebenen Probleme in Hochfeld nicht so gesehen“.

Inzwischen haben sich Bas und Pflug mit Abgeordneten aus Städten mit ähnlichen Problemen, wie Dortmund oder Köln, vernetzt und gemeinsame Briefe an die Ministerinnen von der Leyen und Schröder geschrieben. In der kommenden, ersten Sitzungswoche des Bundestags soll es ein Koordinierungstreffen zu dem Thema in Berlin geben.

Ingo Blazejewski



Aus dem Ressort
Diese Auswirkungen hat die Zeitumstellung auf den Nahverkehr
Fahrplan
Der Wechsel zur Winterzeit in der Nacht auf Sonntag, wenn die Uhren von 3 auf 2 Uhr umgestellt werden, wirkt sich auf die Abfahrtszeiten der Nachtexpress-Linien bei der DVG aus. Hier haben wir für Sie die Fahrplanänderungen zusammengefasst.
Bibelgruppe aus Duisburg zu Besuch bei „Sister Act“
Musical
Die Gruppe „Bibel getanzt“ aus Huckingen um Schwester Bernadett Maria besuchte die Darstellerinnen des Musicals in Oberhausen. Gemeinsam wurde auf der Probenbühne des Theaters gesungen und getanzt.
Noch kein genauer Starttermin für Duisburger Landes-Asyl
Flüchtlinge
Drei Jahre lang soll das ehemalige St.Barbara-Hospital in Duisburg-Neumühl Unterkunft für Asylbewerber sein. Ob die ersten Flüchtlinge tatsächlich zum Jahresende aufgenommen werden, wie es das Land ins Auge gefasst hat, ist fraglich. Auch ein Träger, der das Heim betreibt ist noch nicht gefunden.
Polizei mit Großaufgebot bei MSV-Risikopartien im Einsatz
MSV Duisburg
Bei den brisanten MSV-Heimpartien am Samstag gegen Dynamo Dresden und am Dienstag gegen den 1. FC Köln sind „mehrere hundert“ Ordnungshüter im Einsatz. Für die Begegnungen gilt eine hohe Sicherheitsstufe, da auch Problemfans kommen könnten und Randale befürchtet wird.
Duisburger Weihnachtsmarkt geht wieder in die Verlängerung
Adventszeit
Das Experiment im letzten Jahr ist geglückt, findet das Frische-Kontor als Veranstalter. Deshalb geht der Duisburger Weihnachtsmarkt auch 2014 in die Verlängerung. Bis zum 30. Dezember ist die Budenstadt dann geöffnet, ändern soll sich aber das äußere Erscheinungsbild der einzelnen Verkaufsstände.
Fotos und Videos
Ende der Bauarbeiten auf der A59
Bildgalerie
Autobahn 59
Alternatives Wohnprojekt
Bildgalerie
Fotostrecke
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ-Sportfete