Stadt Duisburg kontrolliert Gaststätten laut Dehoga ohne Warnung
11.06.2011 | 09:00 Uhr 2011-06-11T09:00:00+0200
Duisburg.Vor zehn Tagen hatte die Stadt per kurzer Pressemitteilung darüber informiert, dass man nun den Raucherclubs auf Grundlage eines Verwaltungsgerichtsurteils den Garaus machen wolle.
Gastronomen, die irrtümlich angenommen haben, dass sie davon auch noch offiziell unterrichtet werden, haben falsch gedacht: Die Kreisgruppe des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes hat ihre Mitglieder nun darüber informiert, dass die eigentlich angekündigte Post der Stadt Duisburg, in der noch einmal die Rechtslage und die drohenden Folgen ausführlich dargestellt werden sollten, ausbleiben wird.
Wirte müssen Zeitung lesen
Die Dehoga geht davon aus, dass die Stadt ihre Entscheidung auf eine mehr als deutliche Presseresonanz stützt und es daher als überflüssig ansehe, die neue Rechtslage den betroffenen Wirten schriftlich mitzuteilen. Stattdessen werde es nun wohl ohne weitere Vorwarnungen zu Kontrollen durch die Mitarbeiter der Ordnungsbehörde kommen, fürchtet die Dehoga. „Wir bitten Sie dringend, sich unverzüglich auf die geänderte Sach- und Rechtslage einzustellen“, heißt es in dem Brandbrief.
Könnte man über das scheinbar unerschütterliche Vertrauen der Stadt darauf, dass offenbar alle Wirte Zeitung lesen, noch schmunzeln, so vergeht den Gastronomen allmählich das Lachen. Denn nicht nur die faktische Abschaffung der Raucherclubs bringt sie auf die Palme, auch die bundesweit geplante „Hygiene-Ampel “ entlockt ihnen eher heftiges Kopfschütteln.
„Hygiene-Ampel“ als „russisches Roulette“
Die Dehoga sieht in den Aufklebern wenig Transparenz für den Gast, dafür aber eine Falle für Gastronomen. Denn ein grünes, gelbes oder rotes Licht sage nichts - wie irrtümlich von Kunden angenommen werden könnte - über die Qualität von Speisen und Getränken aus. Beanstandungen könne es auch wegen eines kaputten Seifenspenders auf der Gästetoilette oder falsch gelagertem Müll auf dem Hinterhof geben. Die Dehoga sieht die Ampel daher als eine Art „russisches Roulette“, was man nun per Postkartenaktion an Verbraucherschutzminister Remmel originell kund tun will.

15:36
Die Gastwirt wissen auch, dass Nichtraucher keine guten Kunden sind. Sie trinken weniger und manche nuckeln den ganzen Abend an einer Cola herum.
Ganz schlechte Kundschaft, die hinterher auch noch zu geizig ist, dem Personal ein ausreichendes Trinkgeld zu zahlen.
15:24
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15:14
Sie kriegen ja alle, was Sie wollen. Aber was ist dann?
Ich gehe mal davon aus, dass Sie nicht still halten werden und ihre Intoleranz ausweiten werden.
Wusste gar nicht, dass nichtraucher so sher an der Flasche hängen!
14:13
@#107 80% rauchfreie Gastronomie stimmt definitiv nicht und wahrscheinlich das wissen Sie auch. Wer in Duisburg ein paar Bier trinken gehen möchte, hat verdammt schlechte Karten. Im italienischen Restaurant mag die Luft zwar qualmfrei sein, aber es wird erwartet, daß man Essen bestellt und zudem ist es unüblich, dort an der Theke (sofern vorhanden) Platz zu nehmen. Stattdessen in eine herkömmliche Kneipe zu gehen, ist nur mit Zwangsbequalmung möglich. Mit dem Ende der Raucherclubs wird sich das hoffentlich in Kürze ändern.
14:10
@107 von thiesbuerger
Tja, so unterschiedlich kann offensichtlich Wahrnehmung sein! Sie wissen aber schon, was 80 % tatsächlich meint? Das wären, wenn man mal davon ausgeht, dass im Leben selten etwas 100 %ig funktioniert, annähernd bayerische Verhältnisse (dort musste man z. B. auf einem ansonsten absolut friedlich verlaufenden Frühlingsfest neulich aus dem Bierzelt lediglich ein paar komplett uneinsichtige Raucher regelrecht abführen). Da sieht es in NRW aktuell noch ganz anders aus!
13:46
Es geht vor allem darum, dass es der Anti-Tabak-Fraktion nicht passt, dass lediglich 80% der Gastronomie rauchfrei ist.
Es gehr also auch gar nciht mehr darum, dass Nichraucher keine rauchfreie Gastronomie finden. Die finden sie mittlerweile an jeder Ecke.
Es geht um Meinungshoheit und Ideologe.
11:56
@105 von Mippes
Es geht (und das nicht nur im weiteren Sinne) um den Nichtraucherschutz in der Gastronomie, wo sich eben Teile des gesellschaftlichen Zusammenlebens abspielen. Und es geht auch um uneinsichtige Raucher und da könnte man so manchen Ihrer Beiträge als mahnendes Beispiel einrahmen lassen...
11:35
@tarnkappenträger
dass es Ihnen ja nicht in erster Linie um die Raicherclubs geht (um die geht es hier ja nur)
wissen wir ja mittlerweile.
Es gejt Ihnen ja vielmehr um eingenerelles Rauchverbot.
Passivrauch ist vor allem ein Problem zu Hause und am Arbeitsplatz. Am Arbeisplatz worrd ja mittlerwiele gar nicht mehr geraucht, da die Raucher, anders als Nijtraucher tolerant sind.
Die meisten toxologischen Stoffe kommen sowieso nicht vom Tabakrauch. Oder halten Sie sich den ganzen Tag unter Rauchern auf?
Die meisten relevante Stoffe kommen von Autoabgasen, ständig, Verbrennungsabgase der Industrie, Kraftstoffe, Möbel, Farben, Verpackungsmateriwl, und man höre und staune, kochen, Köche sind nämlich erheblichen toxikologishcen Belastungen ausgesetzt, grillen, braten etx. sind nämlcih gefährlich.
Das Lungenkrebsrrisiko für NichtrAucher ist übrigens 20% geringer als für Raucher. Das ist statistisch gar nicht relevant. und das wird auch so bleiben, da durch das verbot der raucherclubs das Risiko fur Nichtraucher sich nicht verändern wird.
Allerdings wird unsere gesellschaft dirch noch mehr intoleranz geprägt sein.
das wird sich wie ein roter faden durch unse gesellschaft ziehen.
bald sind andere dran. schwule vielleicht.. wer weiß?
11:15
Wir sind inzwischen etwa 7 Milliarden Menschen auf diesem Erdball. Und auch wenn es manchen schwer fällt, werden Regeln eines zivilisierten Zusammenlebens in Zukunft noch wichtiger werden.
Ich lehne mich da mal etwas aus dem Fenster:
So sehr lange wird es wahrscheinlich gar nicht mehr dauern, und man wird den uneinsichtigen Raucher im Museum gleich neben Tyrannosaurus rex bestaunen können...
11:00
@Mippes
Das ist doch Unsinn! Die Industrie würde nie kapitulieren, wenn sie nur den Hauch einer Chance hätte. Schließlich geht es um Milliarden!
Könnte ich in meiner Umgebung ein Nichtraucher-Lokal finden, würde ich sogar vielleicht mal reingehen. Es gibt keine!