Stadt Duisburg erneuert den Sternbuschweg – Kritik vom ADFC

Der Sternbuschweg in Duisburg-Neudorf soll ausgebaut werden
Der Sternbuschweg in Duisburg-Neudorf soll ausgebaut werden
Foto: Stephan Eickershoff
Was wir bereits wissen
50 000 Euro kostet der erste Bauabschnitt, der den Flickenteppich beseitigen soll. Allerdings wird der Radweg nicht auf die Straße verlegt.

Duisburg - Neudorf.. Die Stadt will in den nächsten Jahren den Sternbuschweg komplett sanieren. In einem ersten Bauabschnitt soll der Belag zwischen der Aktien- und der Geibelstraße erneuert werden. 550 000 Euro kostet es, die regelmäßig geflickte Straße zu erneuern. Mit dem Bau soll in der zweiten Jahreshälfte begonnen werden.

Insgesamt ist die Sanierung in vier Bauabschnitte unterteilt. Da in den anderen Bereichen auch Kanalbauarbeiten notwendig sind, wird die komplette Reparatur bis 2017 dauern. Über den kompletten Sanierungsvorschlag sollen die Mitglieder der Bezirksvertretung in der nächsten Sitzung am Donnerstag, 18. Juni, beraten.

Radler kritisieren die Planung

Kritik an dem Vorschlag kommt allerdings schon vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub. „Die Planung entspricht in keiner Weise den aktuellen Standards. So hat man vielleicht vor 30 Jahren geplant. Die geplanten Fuß- und Radwege führen zu einer unnötigen Gefährdung der Nutzer. Statt wie heute üblich im Sichtbereich der Autofahrer werden Radfahrer hinter parkenden Fahrzeugen und Grünflächen versteckt“, schreibt Michael Kleine-Möllhoff in einer Stellungnahme.

Georg Puhe vom Amt für Stadtplanung, widerspricht: „Die Kritik wundert mich, wir haben die Pläne dem ADFC vorgestellt und dort wurde nichts angemerkt.“ In diesem Fall sei es nicht möglich, die Radwege auf die Straße zu verlagern, da der Querschnitt der Straße nicht geändert werde. „Sonst müssten wir beispielsweise die Kanten entfernen und das würde direkt ein Vielfaches kosten“, rechnet Puhe vor. Insgesamt sei genügend Platz für alle Verkehrsteilnehmer vorhanden. Laut ADFC wird es aber besonders dort eng, wo Pkw auf dem Gehweg parken dürfen.