Das aktuelle Wetter Duisburg 10°C
Duisburg

Sprache als Schlüssel zum Erfolg

13.09.2007 | 11:13 Uhr

WAZ-Chefredakteur Ulrich Reitz hatte zum Reitz-Thema in die Aula der Gesamtschule Meiderich eingeladen.Was müssen wir tun, damit unsere Kinder eine positive Zukunft haben? Bessere Förderung, mehr Praxis

Stärkere Förderung für Kinder mit Migrationshintergrund, Vertiefung praktischer Erfahrungen schon in der frühen Schulzeit, bessere Vorbereitung aufs Studium und Berufsleben. Das sind einige der Forderungen, die gestern beim "Reitz-Thema" des Monats in der Gesamtschule Meiderich aufgestellt wurden. Die Aula war fest in WAZ-Hand, als Chefredakteur Ulrich Reitz die Gäste begrüßte und fragte. "Was müssen wir tun, damit unsere Kinder eine positive Zukunft haben?

Die Basis für eine bessere Zukunft sieht Anke Nitz, Leiterin des evangelischen Familienzentrums Kaßlerfeld, in der Sprache. So müssten Kinder mit Migrationshintergrund erst die Muttersprache richtig beherrschen, bevor sie ein Fremdsprache erlernten. Schulsprecherin Nesrin Kilic glaubt, dass die Familie dahinter stehen muss, wenn ihre Kinder mehr erreichen sollen als die Eltern. Sie sei gefördert worden, habe zusätzliche Aufgaben bekommen. Eltern müssen nachhaken, damit die Kinder ihr Ziel erreichen, fordert Mitschüler Tobias Wismach.

NRW-Integrationsminister Armin Laschet sieht eine Zukunftschance für türkische Jugendliche, die hier ihr Abi gebaut hätten. Allerdings bekäm die Region ein Problem, wenn sie ins Ausland gingen. "Wir wollen, dass sie hier bleiben", bekannte Laschet.

Ulrich Reitz wies auf die hohen Abbrecherzahlen von 40 Prozent beim Studium: ein Indiz für fehlende Vorbereitung und Information, meinte Professor Dr. Michael Hüther, Direktor des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Köln. Im OECD-Vergleich gebe Deutschland am meisten aus, um Studenten zum Abschluss zu bringen. Als Mangelfächer in den Schulen entdeckte die Runde Fächer wie Erziehungswissenschaften, Hauswirtschaft und Ökonomie. Laschets Wunsch: Früh anfangen und intensiver vermitteln.

Karl Lerch, stellvertretender Schulleiter, konnte einige Punkte bereits als erledigt betrachten: Schon für den 6. Jahrgang steht gesunde Ernährung auf dem Stundenplan. Und Firmen gründen die Meidericher Schüler bereits in der Sekundarstufe I. Rhein-Ruhr

Von Klaus Johann

Facebook
 
Videos die Sie interessieren könnten
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1940367/create

Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Aktuelle Fotos und Videos
Schützenfest in Großenbaum
Bildgalerie
Schützenfest
Kanu Worldcup
Bildgalerie
Wassersport
Rheinwoche in Ruhrort
Bildgalerie
Regatta
Aus dem Ressort
SPD attackiert Lensdorf - „Faule Eier“ als Wahlgeschenk
Politik
„Mit faulen Eiern“ als Geschenk ziehen zur Zeit die CDU und deren Bürgermeister Lensdorf nach Ansicht von SPD-Fraktionschef Herbert Mettler durch die Stadt. Grund für diesen Vorwurf: die CDU verspreche die Rücknahme von Sparvorschlägen, ohne zu sagen, woher das Geld kommen soll.
Toter Bandido - Keine Spur nach Duisburg
Rockerbanden
Im Fall des in Bottrop am Dienstag erschossenen Mitglieds der Rocker-Gruppe Bandidos gibt es nach Auskunft der Polizei keinen Hinweis auf eine Verbindung nach Duisburg. Das erklärte Polizeisprecher Stefan Hausch auf Anfrage.