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Ausbildung: Fachkraft für...

Spielen dürfen sie nicht

11.08.2009 | 19:57 Uhr

Die Berufswahl ist für Jugendliche eigentlich einfacher geworden. Wer heute einen Ausbildungsplatz sucht, der kann aus über 300 Berufen auswählen. Und jährlich kommen einige hinzu. In diesem Jahr bildet auch das Duisburger Casino aus.

Drei junge Leute lernen innerhalb von zwei Jahren das komplette Innenleben von Automaten kennen. Sie werden zu „Fachkräften für Automatenservice” ausgebildet.

Als Anja Bültges sich mit ihrem Freund im Casino umsah, faszinierte sie die magische Welt. Sie informierte sich im Berufsinformationszentrum und stieß auf die Internetseite des Casinos. Azubis werden gesucht, hieß es da. Sie bewarb sich, konnte einen Tag lang Casino-Atmosphäre schnuppern. Dann war endgültig klar. Hier ist ihr Platz. „Ich wollte immer einen Beruf erlernen, in dem ich Kontakt zu Menschen habe. Außerdem bin ich technisch interessiert”, sagt die 20-Jährige. Und natürlich müssen die Fachkräfte technisch versiert ein, Störungen beseitigen, Fehlerquellen erkennen, Geräte warten.

„Zu 70 Prozent besteht die Ausbildung aus Automatentechnik”, weiß Gabriele Heise, Bereichsleiterin im Automatencasino. Hier rotieren 354 Automaten-Rollen. Doch auch im Saal müssen die jungen Leute zuhause sein, Spiele erklären, Events vorbereiten.

Zusätzlich zum Unterricht in der Berufsschule bietet das Casino zusätzliche Seminare und Workshops an. Zum Beispiel auch für Technik- und Kassenschulungen. Chic sieht die junge Frau in ihrer silbergrauen Weste und der roten Krawatte aus. Das riecht so gar nicht nach Technik. Aber nach Service, und der ist im Casino besonders wichtig. Das wissen auch Tatjana Domaschowski (19) und Dominik Klanthe (18). Der 18-Jährige hätte nach 200 Absagen gar nicht mit einer Zusage gerechnet. Er empfindet den neuen Arbeitsplatz als Traum.

Tatjana Domaschowski wollte erst Bäckereifachverkäuferin werden, erkannte aber schnell, dass sie den falschen Beruf gewählt hatte. Hier fühlt sie sich wohl. Dafür wird auch Gabriele Heise sorgen, der sich die drei Neuen anvertrauen können. Doch ein Gesetz dürfen sie niemals übertreten: Selbst spielen ist verboten.

Klaus Johann

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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