Spiegel zeigt komische Figuren

Foto: Ute Gabriel / FUNKE Foto Services

Wie war das noch mit Einfallswinkel und Ausfallswinkel? Erwachsene versuchen vor den Zerrspiegeln vielleicht, sich an die Schulzeit zu erinnern, Kinder dürften vor allem Spaß haben an der komischen Figur, die hier jeder macht. Stationen mit Spiegel-Spielereien gehören zur Ausstellung „Physik Phänomenal“, die beim 18. Kinderkultur-Festival im Innenhafen zwischen dem Ludwigforum und der ehemaligen DKM-Ausstellungshalle zu Gast ist. Und wie in den Vorjahren ist die Physik-Schau ebenso unterhaltsam wie lehrreich (für Besucher ab vier Jahren, also auch für erwachsene Physik-Muffel).

Zirkusshow aus Peru

Die Mitmach-Ausstellung der Phänomenta Flensburg mit 18 Stationen ist in zwei Bereiche unterteilt. Im „lauten“ Vorzelt kann man zum Beispiel raten, welche von vier Kugeln, die in unterschiedlich geformten Bahnen bergab rollen, als erste ans Ziel kommt. Im „ruhigen“ Zelt kann man zum Beispiel an einem Streifenspiegel Gesichter mischen. Oder in einer runden Spiegelkabine die Erfahrung machen, dass das Auge ab einem bestimmten Punkt die Orientierung verliert. Oder beim Blick in gegenüber gehängte Spiegel die „Unendlichkeit“ sehen. Oder an einem großen Klick-Klack heraus finden, wie sich Kugeln verhalten, wenn man eine auf die Gruppe prallen lässt. Besonders schön anzuschauen ist das Wellenbecken: In einem flachen Acrylbecken ist unten blau eingefärbtes Wasser, oben farbloses leichtes Öl. Schaukelt man das Becken, entstehen „Meereswellen“.

„Wir haben hier die Stationen ausgewählt, die bei uns besonders gefragt sind“, sagte Wolfgang Muth von der Flensburger Phänomenta gestern beim Vorab-Besuch von Kulturdezernent Thomas Krützberg. Muth schult auch die Betreuer, die stets vor Ort sind, um den Besuchern Tipps und Erklärungen zu geben. Die Vormittagsführungen für Gruppen seien trotz des Streiks an Kindertagesstätten bereits ausgebucht, sagt Festivalleiter Clemens Richert. Nachmittags (ab 15 Uhr) und an den Wochenenden haben Einzelbesucher freie Bahn.

Das Kinderkultur-Festival wird heute offiziell um 15 Uhr eröffnet – mit der Zirkusshow von Arena y Esteras, einem sozialen und künstlerischen Projekt aus Lima, der Hauptstadt Perus. Das Stück „Leyendas y Malabares“ (Legenden und Jonglage) ist zum ersten Mal in Deutschland zu sehen und erzählt einen alten Schöpfungsmythos um den Inka-Gott Wiracocha.

Morgen beginnt das Programm schon um 11 Uhr. Um 11 und 14.30 Uhr zeigt das Trio Sorrentino die Show „Old School Circus“, um 16 Uhr spielt die „Mukketier Bande“.