Immobilienunternehmen
Spender für Duisburger Museum halten Gelder zurück
19.08.2010 | 08:00 Uhr 2010-08-19T08:00:00+0200
Duisburg.Duisburg. Das Sponsoren-Ehepaar Ströher verzögert die Zahlung für die Erweiterung des Museums Küppersmühle unter anderem wegen des Loveparade-Unglücks.
Die Lage bei der Gebag ist dramatisch. Wie berichtet, drohen der städtischen Immobilientochter als Bauherrin des Erweiterungsbaus des Museums Küppersmühle im Innenhafen ernsthafte finanzielle Probleme. Während die Gebag diese Woche mit einer knappen Pressemitteilung beruhigen wollte, kommen neue Einzelheiten heraus.
Demnach hält das Sammler-Ehepaar Ströher als Küppersmühlen-Sponsor eines zweistelligen Millionen-Betrages zugesagte Gelder in Höhe von 5 Millionen Euro zurück und begründet dies mit der Loveparade-Katastrophe. Bei einem Besuch in Duisburg Anfang August führte Kunst-Mäzen Ulrich Ströher aus, dass sich die Situation für Duisburg und die Region aufgrund des Unglücks bei der Loveparade grundlegend verändert habe. Für ihn haben sich auch wegen des verzögerten Endes der Bauarbeiten sowie durch die um weitere acht Millionen Euro erhöhten Baukosten Änderungen der Situation gegeben.
Ströher will vor Zahlung Gespräche mit Parteien
Von der Duisburger Politik erwartet Sponsor Ströher nun ein positives Signal für den Erweiterungsbau der Küppersmühle. Nach NRZ-Informationen sollen die fehlenden 5 Millionen Euro erst dann gezahlt werden, wenn die Eheleute Ströher bei Gesprächen mit allen Parteien dieses Signal bekommen haben.
Die Informationen belegen nicht nur, dass die bisherigen NRZ-Artikel korrekt gewesen sind. Sie zeigen auch, dass die von Gebag-Pressesprecherin Katharina Schmeller am Montag veröffentlichte Pressemitteilung nicht korrekt oder zumindest äußerst fragwürdig ist. Sie schrieb unter anderem: „Vertragspartner und Sponsoren des Museums Küppersmühle stehen uneingeschränkt zu ihren Verpflichtungen.”
Fragwürdig auch die Aussage in der Rechtfertigungs-Pressemitteilung der Gebag zur Zahlungsfähigkeit des Unternehmens. Während die Pressesprecherin mitteilt, dass „die geäußerten Behauptungen und Vermutungen jeglicher Grundlage” entbehrten, wurde der NRZ erneut bestätigt, dass es zu Zahlungsproblemen kommen kann und sogar zur Gefährdung des laufenden Gebag-Geschäftes, wenn die fehlenden 5 Millionen nicht bald fließen.
Krisensitzung am Montag
Wie groß die Nervosität bei den hauptamtlichen Gebag-Verantwortlichen ist, zeigt die bereits für vergangenen Montag kurzfristig einberufene Krisensitzung sowie eine außerordentliche Betriebsversammlung. Außerdem wird es am morgigen Freitag eine weitere Sondersitzung des Aufsichtsrates geben – die zweite innerhalb der Sommerferien.
Der Aufsichtsrat hat bereits bei seiner Sondersitzung am 11. August einen Gutachter beauftragt, um drängende Fragen zu beantworten. Unter anderem auch die Haftungsfrage des Vorstandes wegen der Kostenüberschreitung für den Erweiterungsbau. Die Kosten liegen jetzt bei 48 Millionen, statt in der Anfangsphase im Februar 2008 bei geplanten 26 Millionen.
Damit kommen nicht nur auf die Gebag harte Zeiten zu. Sondern auch auf die hauptamtlichen Vorstands-Mitglieder Dietmar Cremer und Marianne Wolf-Kröger – und auch Oberbürgermeister Sauerland, der den Erweiterungsbau der Küppersmühle unterstützt und forciert hat.

15:06
die LP wirkt nach!
11:35
Der Schuhkarton wäre ohnehin ein Schandfleck und würde die Optik am Innenhafen erheblich negativ beeinträchtigen.
10:03
Da pumpt die Gebag unser Geld hin ! Und alle geprellten GEBAG Mieter müssen zusehen.Welch ein Schlag ins Gesicht.
Hoffentlich machen die Spender einen Rückzug !
10:03
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08:59
Wann hat Duisburg den Bodenkontakt so verloren?
Begann es schon mit Zieling?
Auf jeden Fall hat OB Sauerland den freien Fall extrem forciert und seine Günstlinge in der Verwaltung und den städtischen Gesellschaften haben für mich dabei den Fallschirm abgeschnallt!
08:35
Gibt es niergendwo in dieser Stadt, oder dem Land jemanden der den Mumm besitzt dem immer größer ausufernden Prestigewahn ein Ende zu setzen?
Wann latscht mal einer voll auf die Bremse und konzentriert sich auf das was allen Menschen zu Gute kommt?
22:50
Wiso eigentlich Spende... ich habe doch schon gelesen, dass die Eheleute Ströher damit Eigentümer werden?????
Dann müssten sie ja wohl auch fristgerecht zahlen???
Seltsame Sitten überall!
20:13
Eine Phrase frisst sich durch Duisburg:
„Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“
Sauerland hat nach der Loveparade „Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“.
Er kenne nicht mal die Namen der toten jungen Menschen, auch eine von vielen“ Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“.
Sein Imageberater Steinkühler, dem 2000 € Tagesgage nachgesagt werden, wirft anscheinend entnervt hin. Warum? Wieso? Sind das nicht auch „Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“?
Dietmar Cremer und Marianne Wolf-Kröger der GEBAG und der Aufsichtsrat haben „Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“ nachdem ihnen die Kosten ihres Bauwerkes Küppersmühle offenbar völlig aus dem Ruder laufen und die Sponsoren nachvollziehbarerweise zunehmend nervös werden.
Bald wird dieses Duo eventuell wie Herr Sauerland von gar nichts gewußt haben und einen Gutachten zur Klärung anfordern.
Ein Gutachten über ihr ureigenstes Ding?
Da habe ich „Drängende Fragen, die beantwortet werden müssen“
19:35
KEIN WUNDER!
Die Stadt Du beharrt auf die einstweilige Verfügung gegen xtranews: http://www.xtranews.de/2010/08/19/adolf-sauerland-beharrt-auf-die-einstweilige-verfuegung-gegen-xtranews/
Entweder ist die Stadt DU völlig unglaubwürdig oder auf die Angestellten im Unternehmen DU werden tatsächlich Druck gemacht? Kann man danach recherchieren?
http://www.xtranews.de/2010/08/16/gastbeitrag-droht-adolf-sauerland-rathaus-mitarbeitern/
18:59
In der Krise dieser Stadt zeigt sich mir, wie unglaublich verfilzt unsere Kommune ist.
Verkommen zu eine Art Kolonie unserer Parteien, der Selbstdarstellung und –versorgung dienend.
Die Duisburger Bürgerschaft hat gewarnt, laut und deutlich. Sie wollte keine Loveparade, sie wollte nicht die Küppersmühle Erweiterung.
Mit großer Mehrheit sprachen sich die Menschen dafür aus, dass die dafür nitwendigen Gelder in unser Schul- und Kindergartensystem, in unsere Sporthallen und Straßen gesteckt werden sollen.
Das war für diese Selbstdarsteller an der Stadtspitze nicht akzeptabel.
Sie sonnten sich noch am Katastrophentag mit der Prominenz aus dem Showbizz. Nach dem Motto: Pocher lässt Adolf herzlich grüßen.
Jetzt nach dem GAU halten diese Seilschaften fester zusammen denn je. Für mich wieder gegen den Bürgerwillen.
Claqueure werden in Marsch gesetzt, um für Sauerland und seinem Förderverein zu schreiben und zu stimmen.
Davon bin ich überzeugt, denn diese Pro Sauerland Beiträge kann ich auf der Straße nie hören, nur hier!