SPD: Das Ende des dreigliedrigen Schulsystems
10.02.2010 | 06:00 Uhr 2010-02-10T06:00:00+0100SPD-Landtagsabgeordneter Sören Link reagierte auf die bescheidene Anmeldungsquote an den Hauptschulen. „Nur 140 Hauptschulanmeldungen - das ist eine klare Ansage”, findet das Mitglied des NRW–Schulausschusses.
„Wer heute noch die Zukunftsfähigkeit des dreigliedrigen Schulsystems verkündet, verschließt die Augen vor der Realität vor Ort”, stellt der Abgeordnete fest.
Auf Drängen der CDU ist das Anmeldeverfahren für alle Schulformen zusammengelegt worden. So sollten die Anmeldzahlen für die Hauptschulen gestützt werden. „Dieses Konzept ist bei 140 Erstmeldungen deutlich nach hinten losgegangen”, ergänzte Heiko Blumenthal, schulpolitischer Sprecher der SPD-Ratsfraktion.
Für die Akzeptanz der Hauptschulen in der Bevölkerung habe die „Ganztagsoffensive Hauptschule” der Landesregierung nichts gebracht. Allein in Duisburg wurden 3,5 Mio Euro in den Ganztagsausbau der Hauptschulen investiert. Die Eltern habe diese teure Stützungsmaßnahme offenbar nicht überzeugt.”
Die „Ganztagsoffensive Hauptschule” von CDU und FDP sei gescheitert. „Wir haben es hier mit nichts anderem als einer ideologischen Fehlsteuerung von Steuergeldern durch die Landesregierung zu tun. Und die Zeche zahlen letztlich die Kommunen,” kritisiert Sören Link abschließend.

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