SPD begrüßt Wechsel an der Parteispitze
07.09.2008 | 19:15 Uhr 2008-09-07T19:15:22+0200Jäger: Schlingerkurs ist jetzt beendet
Erleichterung über die gestrigen Entscheidungen des SPD-Präsidiums ist auch bei Duisburger Sozialdemokraten zu spüren. Parteivortsitzender Ralf Jäger glaubt, dass die Personalentscheidung überfällig war. Er bedauert zwar Becks Rückzug, sieht die Partei aber im Aufwind, wenn Müntefering wieder an der Spitze stehen werde und der Schlingerkurs beendet sei. Beck habe sich medial nicht durchsetzen können und sei durch seine häufige Abwesenheit in Berlin, bedingt durch sein Ministerpräsidentenamt - auch parteiintern anfällig gewesen. In Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidaten sieht Jäger eine echte Herausforderung für Kanzlerin Angela Merkel. Mit den bundesweit schlechten Umfragewerten soll es jetzt vorbei sein. Jäger: "Sie haben uns die Arbeit erschwert. Jetzt kommen wir da 'raus." Vielstimmigkeit trage nicht zur Klarheit, sondern zur Verunsicherung bei, begrüßt SPD-Fraktionschef Herbert Mettler das "Ende der Hängepartie". Eine Summe von Dingen habe zu Becks Rücktritt geführt. Er begrüßt es, mit Steinmeier ins Rennen zu gehen. kajo

12:25
Die Frage sei erlaubt, ob dieser Wechsel in Zukunft so gut ist wie er im Moment dargestellt wird. Ich zweifle ganz schwer daran. Steinmeier, Müntefering oder doch zurück in die Steinzeit ?
22:42
Ein Wechsel an der Partei- und Fraktionsspitze ist auch in Duisburg notwendig.Die Herren Jäger, Mettler und ihre Vorstandskolleginnen Walsken und Bas haben die schlechten Umfragewerte und Ergebnisse der Duisburger SPD zu verantworten, nicht die SPD auf Bundesebene. Viele Verantwortliche, die bei der letzten Kommunalwahl versagt haben, sind immer noch in verantwortlichen Positionen. Solange die Duisburger SPD nicht einsieht, dass eine Entscheidung wie von Beck auch auf Duisburger Ebene notwendig ist, wird die Partei weiter Mandate - und was noch gravierender ist, Vertrauen in der Bevölkerung verlieren.
Die Chance zum Vorstandsrücktritt und zum Neuanfang mit wirklich unbelasteten neuen Personen bestünde auf dem nächsten Parteitag.
Die Delegierten können entscheiden, ob sie diese Chance nutzen wollen, oder lieber warten, bis die jetzigen Vorstandsverantwortlichen sie in die nächste Niederlage geführt haben.