Spaziergang durch Duisburgs Wälder weiterhin nur auf Wegen erlaubt

Die Schäden im Stadtwald waren beträchtlich: Laut Stadtförster Stefan Jeschke wurden 80.000 Quadratmeter Wald zerstört.
Die Schäden im Stadtwald waren beträchtlich: Laut Stadtförster Stefan Jeschke wurden 80.000 Quadratmeter Wald zerstört.
Foto: Lars Heidrich/ Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Abseits der Waldwege ist es für Spaziergänger nach Sturm "Ela" nach wie vor zu gefährlich. Das Betretungsverbot wurde bis zum 31. März verlängert.

Duisburg.. Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW hat das Betretungsverbot für alle Duisburger Waldflächen, die südlich der Ruhr und östlich des Rheins liegen, bis zum 31. März verlängert. In dieser Zeit gilt weiter das Wegegebot. Das heißt: Alle Besucher des Stadtwalds, Kaiserbergs, der Regattabahn oder der Sechs-Seen-Platte dürfen die drei Meter breiten Forstwirtschaftswege weiter nutzen. „Aber schon für die abzweigenden Trampelpfade sowie für das gesamte Waldgebiet abseits der Wege gilt besagtes Verbot“, erklärte Stadtförster Stefan Jeschke gestern auf Anfrage dieser Redaktion.

Einheitliche Lösung für die Region

Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ist für Duisburg auf den ersten Blick aber nur schwer zu erkennen: Die Aufräumarbeiten nach dem verheerenden Sturm „Ela“ am Abend des Pfingstmontag im Juni sind hier bereits seit Wochen abgeschlossen (wir berichteten). Weil es kommunale und private Waldgebiete in der umliegenden Nachbarschaft (vor allem Düsseldorf und Ratingen) aber noch härter getroffen hatte, wollte der Landesbetrieb eine einheitliche Lösung für diese Region finden. „Manchmal geht der Wald über die Stadtgrenzen ineinander über. Dann wäre es Besuchern nur schwer zu erklären gewesen, warum sie in Duisburg die Waldwege hätten verlassen dürfen, einige Meter weiter in Ratingen aber nicht“, erklärt Jeschke. Deshalb die Entscheidung für ein Waldbetretungsverbot, das für alle Städte der Region gilt.

Auswertung von GPS-Daten

Durch die starken Regenfälle der vergangenen Wochen soll auch eine verstärkte Umsturzgefahr für sturmgeschädigte Bäumen in den Wäldern drohen, so hieß es. „Ich habe mehrere Kontrollrunden durch den Stadtwald gemacht. Hier ist nachträglich nichts umgestürzt“, so Jeschke. Gestern habe es zwei kleinere Einsätze dieser Art gegeben – einen im Revierpark Mattlerbusch, den anderen im Walsumer Driesenbusch. In beiden Fällen seien kleinere Bäume in Schieflage geraten. „Aber nichts Dramatisches“, sagte Jeschke.

Dramatisches Ausmaß der Schäden: 80.000 qm Wald zerstört

Dramatisch ist hingegen das Ausmaß der Schäden, die „Ela“ im Duisburger Stadtwald angerichtet hatte. Nach einer neuesten Auswertung mithilfe von GPS-Daten sind Jeschke und sein Stadtförster-Kollege Axel Freude zu dem Schluss gekommen, dass rund 80.000 Quadratmeter Wald durch den Sturm zerstört wurden. „Und da haben wir nur jene Flächen addiert, die jeweils über 1000 Quadratmeter groß sind“, so Jeschke. Würde man die kleineren Flächen unterhalb dieser Marke ebenfalls addieren, kämen einige Tausend Quadratmeter hinzu.