Sommerfest statt Neujahrsempfang

OB Sören Link verabschiedet sich von der bisherigen Januar-Zeremonie. Der Neujahrsempfang der Stadt in der Mercatorhalle war wohl der letzte seiner Art. Link kann sich unterdessen vorstellen, ein Sommerfest vor dem Rathaus zu feiern.
OB Sören Link verabschiedet sich von der bisherigen Januar-Zeremonie. Der Neujahrsempfang der Stadt in der Mercatorhalle war wohl der letzte seiner Art. Link kann sich unterdessen vorstellen, ein Sommerfest vor dem Rathaus zu feiern.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Neujahrsempfang der Stadt Duisburg war stets eine elitäre Veranstaltung. Mitte Januar traf sich das Who is Who in Duisburg zum Plausch bei Sekt und Häppchen, schwarze Anzüge und elegante Kostüme gehören zum Pflichtprogramm.

Duisburg.. Das Treffen mit den Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Handel, Kultur und gesellschaftlichen Gruppen diente dazu, das Netzwerk in der Stadt enger zu knüpfen. Organisiert wurden die bislang acht Empfänge mit 400 bis 500 Gästen immer von Unternehmen, zuletzt von der Sparkasse in der Mercatorhalle, davor von Schauinsland-Reisen und Hellmich in der MSV-Arena, aber auch Hitachi oder die Nationalbank waren bereits Gastgeber. Doch damit ist jetzt Schluss. Unter Oberbürgermeister Sören Link wird es die Veranstaltung nicht mehr geben.

„Wir haben die Planungen bereits in der Anfangsphase gestoppt. Es wird daher nichts abgesagt oder gekappt, sondern wir wollen das Konstrukt bewusst neu aufstellen“, sagte Link im Gespräch mit der NRZ. Es gebe genügend Neujahrsempfänge, da müsse die Stadt nicht zu einem weiteren einladen. Stattdessen stellt sich der Neu-OB so etwas wie ein Sommerfest vor. Bislang ist es nur eine Idee, Genaueres stehe noch gar nicht fest, ein entsprechendes Konzept müsse erst erarbeitet werden.

„Der Neujahrsempfang hatte den Hintergrund, eine Kommunikationsplattform für die verschiedenen Akteure in der Stadt zu schaffen. Das Anliegen halte ich für völlig richtig, das soll es auch weiterhin geben. Aber die neue Form soll nicht mehr so eine geschlossene Veranstaltung sein wie bisher, sondern auch einen Mehrwert für den Bürger haben“, sagt Sören Link.

Sommerfest im Rathaus?

Wenn es möglich ist, soll das Fest im oder am Rathaus stattfinden, und eben zu einer Jahreszeit, in der man die Veranstaltung zum Teil auch ins Freie verlegen kann, zum Beispiel auf den Alten Markt. In wie weit sich ein solches Sommerfest aus Platzgründen aber überhaupt einem größeren Kreis an Bürgern öffnen kann, ist völlig unklar.