Das aktuelle Wetter Duisburg 9°C
Empfang

Sommerfest statt Neujahrsempfang

20.12.2012 | 07:00 Uhr
OB Sören Link verabschiedet sich von der bisherigen Januar-Zeremonie. Der Neujahrsempfang der Stadt in der Mercatorhalle war wohl der letzte seiner Art. Link kann sich unterdessen vorstellen, ein Sommerfest vor dem Rathaus zu feiern.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Der Neujahrsempfang der Stadt Duisburg war stets eine elitäre Veranstaltung. Mitte Januar traf sich das Who is Who in Duisburg zum Plausch bei Sekt und Häppchen, schwarze Anzüge und elegante Kostüme gehören zum Pflichtprogramm.

Das Treffen mit den Multiplikatoren aus Politik, Wirtschaft, Handel, Kultur und gesellschaftlichen Gruppen diente dazu, das Netzwerk in der Stadt enger zu knüpfen. Organisiert wurden die bislang acht Empfänge mit 400 bis 500 Gästen immer von Unternehmen, zuletzt von der Sparkasse in der Mercatorhalle, davor von Schauinsland-Reisen und Hellmich in der MSV-Arena , aber auch Hitachi oder die Nationalbank waren bereits Gastgeber. Doch damit ist jetzt Schluss. Unter Oberbürgermeister Sören Link wird es die Veranstaltung nicht mehr geben.

Kommentar
Verzichtbar oder nicht?

Keine Frage, dass es Veranstaltungen geben muss, die als Kontaktbörse und zur Kontaktpflege dienen. Und nicht zuletzt erweist man mit einem Empfang den Geladenen die Ehre. Beides lässt sich aber auch im Sommer realisieren. Denn in der Tat ist die Zahl der Neujahrsempfänge hoch, den größten Stellenwert dürfte der der IHK genießen, bei dem die Gästeliste sogar ein kleines Büchlein füllt. Vor allem aber steckt die Idee des OB voller Symbolik: Er will einen weiteren Schritt auf die Bürger zumachen, sie mit in den Mittelpunkt stellen, und sein Rathaus öffnen, das dem Vorgänger zuletzt nur noch als Trutzburg diente.

Gemeinsam grillen, wenn die Sonne scheint, das klingt entspannt und unkompliziert, auch wenn die Umsetzung wohl weniger leicht wird. Wie viele können da eigentlich kommen? Ein Volksfest wird es jedenfalls wohl nicht werden. Vielleicht sollte man dem Gastgeber aber nicht vorgreifen und ihm die Zeit für das Konzept und die Einladungen lassen. Ingo Blazejewski

„Wir haben die Planungen bereits in der Anfangsphase gestoppt. Es wird daher nichts abgesagt oder gekappt, sondern wir wollen das Konstrukt bewusst neu aufstellen“, sagte Link im Gespräch mit der NRZ. Es gebe genügend Neujahrsempfänge, da müsse die Stadt nicht zu einem weiteren einladen. Stattdessen stellt sich der Neu-OB so etwas wie ein Sommerfest vor. Bislang ist es nur eine Idee, Genaueres stehe noch gar nicht fest, ein entsprechendes Konzept müsse erst erarbeitet werden.

„Der Neujahrsempfang hatte den Hintergrund, eine Kommunikationsplattform für die verschiedenen Akteure in der Stadt zu schaffen. Das Anliegen halte ich für völlig richtig, das soll es auch weiterhin geben. Aber die neue Form soll nicht mehr so eine geschlossene Veranstaltung sein wie bisher, sondern auch einen Mehrwert für den Bürger haben“, sagt Sören Link.

Sommerfest im Rathaus?

Wenn es möglich ist, soll das Fest im oder am Rathaus stattfinden, und eben zu einer Jahreszeit, in der man die Veranstaltung zum Teil auch ins Freie verlegen kann, zum Beispiel auf den Alten Markt. In wie weit sich ein solches Sommerfest aus Platzgründen aber überhaupt einem größeren Kreis an Bürgern öffnen kann, ist völlig unklar.

Neujahrsempfang in Duisburg

Ingo Blazejewski



Kommentare
20.12.2012
23:10
Sommerfest im Rathaus?
von JanundPitt | #3

Im Rathaus kann wohl aus "Sicherheitsgründen" seit der LoPa 2010 nicht einmal ein Kaffeekränzchen der Heilsarmee stattfinden. Möhnensturm an Weiberfastnacht? Fehlanzeige. Geschenkt. Link beim Möhnensturm mag ich mir wirklich nicht vorstellen... ;-) Bahnhofsplatte? Nee, dahin kriegt man keine Lokal-Promis, nicht für Kuchen. Ich tippe auf die Gebläsehalle im Landschaftspark. Da kann man den Kreis gewohnt "elitär" eingrenzen.

20.12.2012
15:50
Sommerfest im Rathaus?
von wattearvolt | #2

Ich schlage die Bahnhofsplatte vor, da ist immer noch Platz satt.

"Der Neujahrsempfang der Stadt Duisburg war stets eine elitäre Veranstaltung"
Wie definiert man denn Elite ? Der OB a.D. kann damit doch wirklich nicht damit gemeint sein.

20.12.2012
13:54
Sommerfest statt Neujahrsempfang
von HeinzK1 | #1

... ist die richtige Entscheidung. Ohne wenn und aber, denn:

"Seit 2005 gibt es den von OB Sauerland eingeführten Stadtempfang, stets an wechselnden Orten. Und der hängt von den Sponsoren ab, die der klammen Stadt den Empfang ausrichten. Diesmal waren dies die Hellmich-Gruppe und Schauinsland-Reisen, dessen Firmenchef Gerald Klassner" (DerWesten, 16.01.2011 | 15:44 Uhr)[1]

Wohin der ehemalige CDU-Oberbürgermeister Herr Adolf Sauerland mit seinen CDU-Freunden die Stadt Duisburg hingeführt hat, ist hinlänglich bekannt. Die Bauskandale (Küppersmühle, Landesarchiv, Eurogate, Mercatorhalle, usw.) legen eindrucksvoll Zeugnis davon ab.

Der jetzige Oberbürgermeister Herr Sören Link wäre schlecht beraten gewesen, wenn er den Sauerlandpersonenkult fortgesetzt hätte. Schließlich geht es um den "Neuanfang in Duisburg"!

[1] http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/stadt-duisburg-kaempft-um-den-wiederaufstieg-id4171372.html

Aus dem Ressort
Duisburgs Call-Center bei Revierstädten gefragt
Bürgerservice
Fast eine Million Anrufe gehen im Jahr bei dem Duisburger Call-Center ein. Dort gibt’s Rat bei Passfragen, auch der Sperrmüll kann geordert werden. Aber auch für andere Revierstädte ist das Call-Center eine gute Adresse, schon im Einsatz ist es für Dinslaken, auch Bottrop und Bochum haben Interesse.
Unbedachte Unterschrift bringt Ärger im Fitnessstudio
Freizeit
Eigentlich wollte sich Rita Wendel das neue Studio am Innenhafen nur anschauen. Doch nach einer Stunde hat sie doch einen Vertrag unterschrieben. Nur ein paar Stunden später, möchte sie am liebsten wieder vom Vertrag zurücktreten. Rechtlich ist das schwierig. Das Studio zeigt sich wenig kulant.
Polizei findet Toten an Umspannwerk in Oberhausen
Leichenfund
In einem Umspannwerk in Oberhausen hat die Polizei am Mittwoch die Leiche eines Duisburgers (38) gefunden. Der Mann hatte sich offenbar schon vor mehreren Tagen Zutritt auf das gesicherte, umzäunte Gelände verschafft. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.
Vermüllte Dächer in Duisburg-Marxloh sind teilweise geräumt
Wilde Müllkippe
Der Protest hatte Erfolg: Am Mittwochmittag wurde der Sperrmüll von einem Teil der Hausdächer in Duisburg-Marxloh geräumt. Die Kosten dafür übernimmt der Hauseigentümer. Auf anderen Dächern indes liegen noch Berge von Abfällen – und auf einem Wirtschaftsweg türmt sich der Müll weiterhin.
Mehr als zehn Kilometer Stau nach Unfall auf A40 in Duisburg
A40-Unfall
Der Unfall eines Klein-Lkw auf der A40 in Höhe der Ausfahrt Duisburg-Häfen brachte Mittwochnachmittag den Verkehr in und um Duisburg zum Erliegen. Bis zum Abschluss der Bergungsarbeiten gegen 17.30 Uhr stand nur ein Fahrstreifen in Richtung Niederlande zur Verfügung. Mehr als zehn Kilometer Stau.
Fotos und Videos
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ Sportfete
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Rundgang durch Vierlinden
Bildgalerie
Stadtteile