„So wollen wir das nicht!”
18.05.2009 | 19:00 Uhr 2009-05-18T19:00:00+0200Im Hochfelder Schülerwohnheim des VIKZ sollen auch Mädchen betreut werden – getrennt oder nicht getrennt von den Jungs?
Bauvorlagen sorgen in den Sitzungen der Bezirksvertretung (BV) Mitte oft für Diskussionen. Auch in der jüngsten Sitzung gab es eine Bauvorlage, die Politiker aller Fraktionen klar Stellung beziehen ließ.
Denn der Verband der islamischen Kulturzentren (VIKZ) plant, sein Schülerwohnheim an der Hochfeldstraße, das 2003 trotz breiter Ablehnung von Politik und Kirchen eine Betriebsgenehmigung vom Landesjugendamt erhielt, zu erweitern. Ein leer stehender Gebäudeteil soll, so der Bauantrag, der den Mitgliedern der BV Mitte vorlag, „zu einem Ess- und Aufenthaltsraum für Jungen mit angeschlossener Küche und Abstellraum umgenutzt werden”. Essraum und Küche im oberen Geschoss sollen dann „von Mädchen zusätzlich als Hausaufgaben- und Aufenthaltsraum genutzt” werden.
„Dieser Bauantrag fördert die Geschlechtertrennung, und dem können wir so nicht zustimmen”, sorgte sich Lothar Tacke von der SPD. Auch Mustafa Arslan, Vorsitzender der Grünen in der BV Mitte, unterstrich, dass das Vorhaben nicht zustimmungsfähig sei.
Allerdings ließ das Baurecht den Stadtteilpolitikern keine andere Wahl. Da sie nur über baurechtliche, nicht aber über sozialpolitische Belange entscheiden durften, mussten sie dem Antrag zähneknirschend zustimmen. CDU-Sprecher Fredy Wagemeyer regte aber an, dass das Vorhaben vom Landesjugendamt geprüft werden solle, um sicherzustellen, dass nicht gegen die Betriebsgenehmigung verstoßen werde.
Imam: „Wir erweitern unser Angebot”
Beim Landesjugendamt des LVR waren die zuständigen Mitarbeiter gestern nicht zu erreichen. Der Hochfelder Imam Yusuf Uca reagierte überrascht auf die Bedenken, und zeichnete ein ganz anderes Bild des Vorhabens.
So wolle der VIKZ zwar seine Räume erweitern, damit aber auch sein Angebot. „In unserem Internat wohnen 30 Jungen, zehn weitere kommen in die Tagesbetreuung”, erklärte Uca. „Doch bei 40 Schülern in einem Raum ist die Unruhe schnell groß.” In den neuen Räumen sei mehr Platz. Dort sollen die Schüler nicht mehr zusammen, sondern getrennt nach Schuljahren betreut werden. Dann könnten mehr Jugendliche das Angebot der Tagesbetreuung nutzen. Uca: „Mädchen und Jungen lernen gemeinsam. So wie in den Klassenzimmern in der Schule.” Mehr Internatsplätze werde es nicht geben.

22:59
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19:21
(..)
Mein lieber Selim Can,
versuchen wir doch mal das Folgende...
Ich stelle Ihnen eine klare einfache Frage und Sie haben hier ganz öffentlich ebenso schlicht und klar mit wenigen aussagekräftigen Worten zu antworten.
Die Frage: Sind Sie für die Trennung von politischer und theologischer Führung - also - unterstützen Sie eine säkulare Staatsform in der BRD heute und in Zukunft?
Ja oder nein?
Schönen Tag noch.
15:26
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12:50
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12:35
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11:17
@ Selim Can
Das gehört sich nicht Andersdenkende als Abfall zu bezeichnen!!!
Wir können auch ohne persönliche Herabsetzung unterschiedliche Ansichten diskutieren!
11:05
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11:03
Das ist eben schmutzige Politik!!
10:36
Ob die VIKZ nun wirklich böse ist können wir ja lang und breit diskutieren.
Komisch finde ich nur, dass die SPD im Beirat für Zuwanderung und Integrat?on keine Probleme damit hat mit eben diesem Verband eine Kooperation zu schliessen den sie an anderer Stelle öffentlichkeitswirksam angreift!
Ein verlogenes Doppelspiel nenne ich sowas!