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Zuwanderung

So reagieren andere EU-Staaten auf Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien

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Duisburger fühlen sich in Einwanderungsdebatte von der Politik allein gelassen
Anwohner der Straße In den Peschen und der Beguinenstraße in Rheinhausen beklagen sich darüber, dass die zugewanderten Nachbarn alles auf die Straße schmeißen.Foto: Kerstin Bögeholz

Die EU-Bürger aus Bulgarien und Rumänien suchen sich nicht nur Deutschland als Ziel aus – auch nach Frankreich, Italien und Belgien kennt man die Probleme. Die Franzosen gehen indes rigide mit den Zuwanderern um. Zunächst lobten sie im vergangenen Jahr eine Rückkehrprämie in Höhe von 300 Euro aus, wenn die Rumänen und Bulgaren das Land auf freiwilliger Basis wieder verlassen. Wer sich darauf nicht einlassen wollte, rund 7000 Personen, wurde abgeschoben.

Spanien führt Sperren auf dem Arbeitsmarkt wieder ein

Der Innenminister
Jäger: „Folgen von Armutswanderung“

Ralf Jäger, NRW-Innenminister und Vorsitzender der Duisburger SPD, beobachtet die Entwicklung mit Sorge. „Wir nehmen die Zunahme von Wohnungseinbrüchen und Diebstählen an Geldautomaten sehr ernst.“ Aber es sei ein Irrtum zu glauben, dass dieses Problem allein mit Polizei und Ordnungsrecht zu lösen ist. „Was wir erleben, sind die Folgen einer Armutswanderung. Gerade die Roma in Rumänien und Bulgarien leben in ihren Heimatländern in derart erbärmlichen Zuständen, dass sie in ihrer Not den Weg nach Deutschland suchen.“

Jäger macht schiebt den schwarzen Peter dem Bund zu. Der müsse über die EU dafür sorgen, dass sich die Lebensverhältnisse in Bulgarien und Rumänien verbessern.

In Italien stellen Rumänen die größte Einwanderungsgruppe. Als sie 2007 ins Land strömten, gab es dort Unruhen. Nachdem bekannt geworden war, dass ein rumänischer Roma eine Italienerin überfallen und tödlich verletzt hatte, wurden auf die Osteuropäer Hatzjagden veranstaltet. Inzwischen hat die italienische Regierung allerdings beschlossen, den Arbeitsmarkt vollständig zu liberalisieren. Derzeit leben rund eine Million Rumänen in Italien.

Einen anderen Weg geht Spanien. Aufgrund der hohen Arbeitslosigkeit will das Land neue Arbeitsmarktbeschränkungen für Rumänen einführen. Dabei hatte die Regierung in Madrid den Migranten zunächst 2009 freien Zugang gewährt – vor allem im Bau- und Tourismussektor waren die Zuwanderer willkommen. In Spanien machen die Rumänen rund 15 Prozent aller Immigranten aus.

Fabienne Piepiora

Kommentare
04.10.2012
14:00
Duisburger fühlen sich in Einwanderungsdebatte von der Politik allein gelassen
von Marxururenkel | #52

In regelmäßigen Abständen wogt solch eine Welle der Empörung durch die Presse. Und es geschieht immer das gleiche: "Wir müssen unsere schönen Städte...
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1 Antwort
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Name von Moderation entfernt | #52-1

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Duisburger fühlen sich in Einwanderungsdebatte von der Politik allein gelassen
Duisburger fühlen sich in Einwanderungsdebatte von der Politik allein gelassen
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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/duisburger-fuehlen-sich-in-einwanderungsdebatte-von-der-politik-allein-gelassen-id7158128.html
2012-10-03 10:00
Duisburg, Karl Janssen, Hochfeld, Meiderich, Rumänien, Sinti und Roma
Duisburg