So kam das Sofa auf die Duisburger Brücke

Mazzel Parcharidis und Mehmet Gökcin von der Duisburger Parkour-Gruppe "Zarrio" stellten ein Sofa auf die Ruhrorter Brücke.
Mazzel Parcharidis und Mehmet Gökcin von der Duisburger Parkour-Gruppe "Zarrio" stellten ein Sofa auf die Ruhrorter Brücke.
Foto: sprengerbleilevens
Was wir bereits wissen
Das Rätsel um das Sofa auf der Ruhrorter Brücke ist gelüftet: Athleten der Trendsportart Parkour wollten zeigen, dass sie sich in Duisburg wohl fühlen.

Duisburg.. Das Geheimnis um das Sofa, das Unbekannte in einer Nacht- und Nebelaktion auf die 15 Meter hohe Ruhrorter Brücke gespannt haben, ist gelüftet. Dahinter stecken die Performance-Athleten der Parkour-Truppe „Zarrio“. Marcel „Mazzel“ Parcharidis, Mastermind des Teams, bekam Hilfe von der Gruppe „P9tf“. Der 21-Jährige freut sich über den gelungenen Coups: „Wir haben es einfach gemacht, weil es noch niemand vorher getan hat.“ Das Sofa sei Zeichen, dass sie sich in Duisburg wohl fühlen.

Montiert haben sie das Sitzmöbel nachts gegen 0 Uhr. „Wir waren noch wach, wir mussten uns nicht den Wecker stellen“, erklärt Parcharidis, der auch Markenbotschafter „Parkour“ der diesjährigen Ruhr Games ist. Natürlich habe es nicht direkt etwas mit Parkour zu tun, ein Sofa auf eine Brücke zu hieven. Zumal die Jungs gar keine Zeit hatten, es sich gemütlich zu machen. „Fest gezurrt war es ja, aber die Feuerwehr hat es schneller abgebaut als wir Probesitzen konnten.“ Überrascht ist der Sportler von dem Ausmaß der Reaktionen. In den Sozialen Netzwerken wurde spekuliert und selbst die überregionalen Medien berichteten über die ungewöhnliche Aktion.

Weitere Parkour-Aktionen möglich

„Wir unterstützen den Sport, aber diese Aktion können wir nicht zur Nachahmung empfehlen“, betont Oliver Sprenger von der Ruhrorter Agentur „Sprengerbleilevens“. Er kennt „Zarrio“ schon länger, hat beispielsweise Videodrehs der Gruppe unterstützt will helfen, dem Trendsport Parkour zu einem besseren Image zu kommen – und hat spontan die Pressearbeit bei dieser Aktion übernommen.

Es wird wohl nicht die letzte gewesen sein. Aber was Marcel „Mazzel“ Parcharidis und die anderen noch von sich hören lassen, bleibt erstmal ihr Geheimnis. Offen ist auch, inwieweit sie nun noch eine Rechnung für die Sofa-Aktion erwarten müssen: für den Feuerwehr-Einsatz, um das Sofa zu entfernen.