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So groß wie New York

11.10.2007 | 19:48 Uhr

TREFF. Am Mittwochabend drehte sich im Landhaus Milser in Huckingen alles um die Kulturhauptstadt 2010.

Duisburg, Essen und das Ruhrgebiet sind von New York gar nicht so weit entfernt, wie man glaubt. Diese Botschaft haben zumindest die knapp 140 Gäste des jüngsten Landhaustreffs am Mittwochabend im Hotel Landhaus Milser mitgenommen. "Wir können uns zahlenmäßig mit New York vergleichen, wir haben nur nicht das gleiche Flair", sagte Asli Sevindim.

Die künstlerische Direktorin für das Kulturhauptstadtjahr 2010 hatte zusammen mit dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der "Ruhr 2010 GmbH", Fritz Pleitgen, die Aufgabe, die Anwesenden aus Politik, Kultur und Wirtschaft zwischen einer "Lachs-Kräuterquark-Terrine mit kleinem Salat" und einem "Rinderfilet unter der Steinpilzkruste mit Kartoffelschnecke und Spinat" mit Daten und Fakten über die Kulturhauptstadt zu vergnügen.

"Nur der Mikrofonhalter"

Anders als bei früheren Talkrunden, in denen sich Moderator Manni Breuckmann auf einen Gesprächspartner konzentrieren konnte, war die geballte Aufmerksamkeit somit also auf zwei, respektive auf drei Akteure verteilt. Denn Breuckmanns Ankündigung, er sei "nur der Mikrofonhalter", wurde recht schnell von der Realität eingeholt.

Der eifrige Radiomann konnte erwartungsgemäß nicht umhin, mit dem einen oder anderen Hinweis auf die Fußballwelt zu verdeutlichen, dass man im intellektuellen Treiben um die Kulturhauptstadt nicht nur Literatur- und Kunstbeflissene mitnehmen sollte, sondern eine möglichst breite Schar ins Boot holen sollte. "Wir wollen die Menschen mitnehmen", betonte Pleitgen. Die geplante Partymeile A40 dürfte wie viele andere populäre Projekte ein Anstoß sein. Mehr als 1100 Anträge liegen demnach derzeit vor.

Dass der Talk letztlich nur etwa 40 Minuten dauerte und in Teilen etwas inszeniert wirkte, täuscht ein wenig über die Begeisterung hinweg, mit der Asli Sevindim das Konzept des Ruhrgebietes zu bewerben suchte. "Wir sagen immer, das Ruhrgebiet ist Europa im Kleinen", frohlockte die Journalistin, eine von vier künstlerischen Direktoren. Das Themenfeld Literatur solle sich zu einer Marke entwickeln. Man wolle als Modell für Europa wirken und als Region antreten und nachhaltig wirken.

Letztlich, das wurde auch bei Pleitgen deutlich, gehe es zudem darum, das Image zu verbessern. Wie der frühere WDR-Intendant ausführte, habe er in Hinsicht auf die Entwicklung der Bahnhöfe in Duisburg und Dortmund deutliche Signale vom Verkehrsminister Tiefensee bekommen. Und schließlich boten fünf Herren von der "Butterfahrt 5" vor dem kalorienschweren Absacker speziell interpretierte Stücke von Abba, Kiss und Cyndi Lauper.Im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 beteiligen sich viele Duisburger Künstler an den Vorbereitungen. Hier geht es darum, auch junge Künstler mit ihren Werken zu unterstützen.

SONJA VOLKMANN

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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