Das aktuelle Wetter Duisburg 15°C
Wirtschaft

Sinalco-Partner aus aller Welt bei Firmentreff in Duisburg

02.04.2012 | 09:00 Uhr
Mit der Marke Sinalco ist die Rheinfelsquelle Hövelmann aus Duisburg Walsum international in immer mehr Ländern vertreten.Foto: Friedhelm Geinowski

Duisburg.  Am Wochenende waren fast alle internationalen Sinalco-Partner zu einem Firmentreffen in Duisburg zu Gast. Und alle hatten eine ganz eigene Geschichte über Sinalco in ihrem Heimatland im Gepäck. Nur die Partner aus Bolivien, Tadschikistan und Syrien waren nicht dabei: Sie erhielten kein Visum.

Firmentreff international: Die Sinalco-Gruppe hatte am Wochenende ihre Partner aus aller Herren Länder zu Gast in Duisburg.

Im Rathaus begrüßte Bürgermeister Benno Lensdorf die Geschäftsführer, die unter anderem aus Bosnien, Tunesien und dem Iran angereist waren. Zudem unterzeichnete der jüngste Sinalco-Partner aus Island einen Lizenzvertrag. Dem Getränkeunternehmen ist damit ein weiterer Schritt in seiner Firmenstrategie gelungen: Die Sinalco-Familie wächst.

„Die Flaschen, die wir probeweise auf den Markt gebracht haben, waren innerhalb von zwei Tagen ausverkauft“, frohlockte Helgi Már Gíslason aus Island, der in seinem Land etwas ganz besonderes vorhat. „In Island leben rund 300.000 Menschen. Am Montag importieren wir genau 300.000 Flaschen – dann kann jeder Bewohner unserer Insel Sinalco probieren. Und die Isländer sind verrückt danach.“

Jedes Land hat seine eigene Geschichte zu erzählen

Mit solchen Erzählungen unterhielten sich die internationalen Unternehmensführer gegenseitig. Ob beim Stadtrundgang oder beim Mittagessen in der Ruhrorter Schifferbörse, die Sinalco-Partner erweckten einen vertrauten Eindruck. Dabei hat jedes Land und jeder Vertreter seine eigenen Geschichten zu erzählen.

Etwa Ibrahim El-Sharif Abderahman aus dem Sudan. „Alle in unserem Land, die älter als 40 sind, kennen den Geschmack von Sinalco“, erklärte er. „Doch unter dem Bürgerkrieg hat der gesamte Markt gelitten und irgendwann ist das Getränk verschwunden.“ Noch heute könne man an vielen verlassenen Geschäften Sinalco-Werbetafeln sehen. „Wir bringen Sinalco zurück auf den Markt und sind sicher, die Menschen im Sudan werden es wieder lieben.“

Kräutermix-Variante in Mazedonien beliebt

Der mazedonische Franchise-Unternehmer Vamco Nastov schwärmte von seinem Land. „Eine der Lieblingssorten der Mazedonier ist eine Kräutermix-Variante“, sagte Nastov. Im Irak dagegen trinke man am liebsten Cola und Orangenlimonade. „Wir mögen es eher traditionell“, erklärten die Brüder Duraid und Hussein Al-Rahmani.

Einziger Wermutstropfen für die Sinalco-Gruppe: Die Partner aus Bolivien, Tadschikistan und Syrien hatten kein Visum für den Duisburg-Besuch bekommen. Der Vertrag mit den Isländern dagegen scheint ein großes Geschäft zu werden: „Wir wollen auch Skandinavien und Großbritannien beliefern“, kündigte Helgi Már Gíslason an.

Rundgang bei Rheinfels

 

Henrik Veldhoen



Kommentare
Aus dem Ressort
A 40 in Duisburg war nach Unfall rund zwei Stunden gesperrt
Unfall
Nach einem Unfall musste die A40 in Duisburg am Freitagnachmittag für zwei Stunden gesperrt werden. In die Kollision an der Ausfahrt Häfen waren mehrere Autos und ein Lkw verwickelt, eine Verletzte wurde mit dem Hubschrauber in die Klinik geflogen. Seit 17.30 Uhr ist die A 40 nach Venlo wieder frei.
Asyl-Zeltdorf in Duisburg soll acht Wochen stehen
Flüchtlinge
Das Rote Kreuz baut das umstrittene Asyl-Zeltlager in Duisburg-Walsum auf. Acht Flüchtlinge müssen sich eine Unterkunft mit Feldbetten und Klappstühlen teilen. Sie kommen nächste Woche. Duisburgs Sozialdezernent verteidigt die Unterbringung als „letzte Notlösung“. Walsumer wollen vor Ort helfen.
Ärger über Knöllchen für falsches Abbiegen in Duisburg
Polizei
Gleich mehrere Leser meldeten sich in der Redaktion, weil sie sich über eine Polizeikontrolle ärgerten. Sie alle waren am Mittwoch um 19 Uhr auf der Neumühler Straße in Meiderich Richtung Norden unterwegs und bogen nach links in die Emscherstraße ein, um zum Landschaftspark zu gelangen.
Dutzende Ehrenamtliche stemmen das Platzhirsch-Festival
Kultur
Ab heute fühlt sich Duisburg mal hip und szenig an. Ein Jahr haben die Mitglieder des Vereins „Kultursprung“ an der Neuauflage des Platzhirsch-Festivals gebastelt. Luise Hoyer und René Wolf erklären stellvertretend für das Organisatoren-Team, wie sie mit Kultur die Stadt gestalten.
Schiffskran befreit havarierte Jacht auf dem Rhein in Baerl
Havarie
Schiffshavarie auf dem Rhein in der Höhe von Baerl und Binsheim: Zwei Tage lag eine Segeljacht auf einer Kribbe bei Rheinkilometer 787,8 fest. Am Freitag befreite dann ein Schiffskran die Jacht aus ihrer heiklen Lage.