Shared Space-Konzept in Duisburg ist gescheitert
29.08.2012 | 08:02 Uhr 2012-08-29T08:02:00+0200
Duisburg. Die aufwendig umgestalteten Plätze in Rheinhausen, Großenbaum, Hamborn sowie in der City vor dem Theater dürfen keine Spielstraßen sein. Ein Erlass des NRW-Verkehrsministeriums wirft das gesamte Konzept über den Haufen. Damit geht die Grundidee verloren, Autofahrer haben wieder Vorrang.
Es hört sich an wie ein schlechter Aprilscherz: Seit zwei Jahren gibt es fünf Plätze in Duisburg, die aufwendig und für viel Geld nach dem Konzept „Shared Space“ umgebaut wurden. Hinzu kommt der Opernplatz, der bereits 2007 umgestaltet wurde . Seit zwei Jahren predigt die Stadt, wie sich alle Verkehrsteilnehmer zu verhalten haben.
Sie hat dafür extra bunte Broschüren gedruckt: Fußgänger, Rad- und Autofahrer sind gleichberechtigt, das ist der Kern des Konzepts für den „geteilten Raum“. Doch jetzt, Jahre später, stellt sich heraus: So, wie die Stadt die Plätze gestaltet hat, darf es keine Gleichberechtigung geben.
Ein Erlass des NRW-Verkehrsministeriums wirft das gesamte Konzept über den Haufen. Die Plätze sind als Spielstraßen gekennzeichnet. Und so darf es bei einigen nicht länger sein. Als erstes trifft es den Platz mitten in Rheinhausen. Die blauen Spielstraßen-Schilder am Hochemmericher Markt werden in Kürze verschwinden.
Fußgänger sind wieder die Schwächsten
Stattdessen wird ein Schild aufgestellt, das die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf zehn Stundenkilometer drosselt. Aber: Durch dieses Schild wird Autofahrern wieder der Vorrang eingeräumt. Und damit geht die Grundidee für die Umgestaltung flöten: Fußgänger, denen das Konzept Vorrechte einräumen sollte, sind wieder die schwächsten Verkehrsteilnehmer.
Wesentlicher Grund für das Scheitern der Spielstraßen-Regelung sollen die unterschiedliche Bauweisen von Gehweg und Fahrbahn sein. Sprich: Es handelt sich nicht um einen gleichmäßig gestalteten Bereich. Und genau das trifft auch auf andere Plätze zu.
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Und ich frage mich, wieso kann man nicht ein entsprechendes Schild gestalten? Ist Duisburg die einzige Stadt in Deutschland mit so einem Konzept?
Man bräuchte nur geringfügige Änderungen am Spielstraßen-Schild vornehmen: anderes Haus (größer, kein so offensichtliches Wohnhaus), Ball weg, eine dritte Person mit Einkaufstaschen, der linke Kerl vielleicht noch mit Kamera.
Leider muss dann wohl dazu entsprechend die StVo um Shared Space und das dazugehörige Schild erweitert werden...
15:13
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08:36
Gescheitert? Wer sagt so etwas. Wenn man Auszeichnungen dafür bekommt. Wenn die Nachbarstädte (in die einige hier die Leute Schicken wollen) dies als Vorbild nehmen und es nachahmen, wenn die Bürger dies akzeptieren und befolgen (gut, Ausnahmen gibt es immer). Wenn vor einiger Zeit noch vom Erfolg dieser Maßnahme, geschrieben wurde, wer spricht (schreibt) da von gescheitert? Wenn eine Neuerung nicht in das Regelwerk passt, so ist das Regelwerk anzupassen, nicht eine Innovation die Vorbildlich ist, über den Haufen zu werfen.
Zum Thema Steuerverschwendung. Ich bin froh über die Verwaltungsmitarbeiter die alle Fördertöpfe dieses Landes durchforsten damit unsere Stadt trotz der penetranten und widersinnigen Sparwut aus Düsseldorf nicht in verödet.
Ans Landesverkehrsministerium.Welcher Haarspalter hat denn hier wieder die Paragrafen gezückt. Viele Versuche, viele Verhalten haben sich später durchgesetzt und wurden später Regelwerk. Dafür bekommt der NRW Verkehrsminister NICHT meine Stimme
Danke für die erfrischende positive Sicht! Allerdings muss ich auch sagen, dass ich durchaus jeden verstehen kann, der an Schilda denkt. Für das Ansehen der Verwaltung ist das Hin und Her leider nicht sehr förderlich.
00:13
Ein neues "Ruhmesblatt" für unsere zahlreichen und hoch bezahlten Stadtentwickler in den zahlreichen städtischen Entwicklungsgesellschaften. Erneute Fehlplanung. Setzen. Sechs.
Wann nimmt die Stadt ihre hoheitliche Aufgabe der Stadtentwicklung endlich wieder in Eigenregie in die Hand, statt sie überbezahlten und unkontrollierbaren Tochtergesellschaften und überbezahlten sog. Managern zu überlassen? Im Hinblick auf die inzwischen jahrelange und kostenträchtige Pleiten-Pech-und-Pannen-Serie der städtischen Töchter ist strikte Kontrolle, Prüfung der Wirtschaftlichkeit und Sinnhaftigkeit dieses - sich scheinbar sich selbst kostenträchtig vermehrende - Tochter-der-Tochter-der-Tochter-Geflechts dringend erforderlich. Link, übernehmen Sie, bitte zügig. Zeit ist Geld. Und Geld hat Duisburg bekanntermaßen nicht.
jaja
die böse böse cdu stadtplanung
ganz im gegenteil.
Und link soll also die pleiten-pech-und-pannen-serie übernehmen?????
soll er etwa genau da weitermachen wo seine Partei aufgehört hat?????
Nun wenn Sie das unbedingt wollen!!!!!
Was hat den die SPD so gutes in ihrer 30 Jährigen Herrschaft für Duisburg getan????
Bitte Bitte Bitte nennen Sie mir Beispiele.
Ja großes Mundwerk das haben Krings und Zieling gehabt.
Nur kam da leider zu 99% Nur heiße Luft raus.
Also verschonen sie uns mit ihrem glauben das die duisburger SPD es besser könnte.
Wofür brauchte Duisburg eine U-Bahn?????
für das Geld hätten die mal Lieber die gesammten Schulgebäude renovieren sollen.
Ne da hieß es ja dafür ist kein geld da.
aber für diese völlig überflüssige U-Bahn da konnten Krings und seine Planer Fördergelder in Düsseldorf beantragen!!!!!
und für die Renovierung der Schulgebäude ging das nicht?????
Nee da konnte man sich ja kein denkmal mit setzen.
für mich ist die SPD lächerlich geworden.
23:03
Ich finde man sollte für uns Autofahrer die Plätze einfach untertunneln. Kostet vermutlich genauso viel wie so ein Umbau und alle sind glücklich.
17:46
Ein SS-Unfall in Rheinhausen ist ein SS-Unfall zuviel in Duisburg.
Straßenplaner sollten Straßen planen und sich nicht als die obersten Volksverkehrserzieher aufführen, nur weil sie vielleicht während ihres Studiums mal in die eine oder andere Soziologie- und Psychologievorlesung reingeschaut haben!
Groteskes Halbwissen darf nicht mehr die Grundlage der Planungs-Arbeit im Stadthaus sein.
Sie sprechen mir aus der Seele. Letztens ist in Neudorf ein Rentner, der korrekt auf dem Radweg gefahren ist, überrollt und schwer verletzt worden. Ein Radweg-Unfall ist ein Radweg-Unfall zu viel in Duisburg. Die Radwege gehören abgeschafft.
Das ist ernst und nicht ironisch gemeint!
16:31
Da fällt mir doch glatt der Kitt aus der Brille!
Was sind das nur für "Verkehrsplaner" !
Das SS-Konzept hat sich z.B. in Großenbaum durchaus bewährt. Nur weil einige unbelehrbare motorisierte Zeitgenossen damit nicht umgehen können, haben sie wahrscheinlich wieder entsprechende Lobbyarbeit geleistet.
Finde den Vorschlag von notarius 15:03 sehr gut.
Lasst uns aus dem Platz einen GROSSEN ZEBRASTREIFEN machen, dann hört die Raserei, die immer noch dort zu beobachten ist, endlich auf!
Bin selbst Autofahrer und wurde in der Zone schon mehrfach überholt oder angehupt, weil ich mich an die STVO gehalten habe.
Diesen Leuten muß die Gelegenheit gegeben werden wieder zu Fuß zu gehen, zumindest auf Zeit !!!!!
15:58
Duisburg ist das neue Schilda!
Wundert hier irgendwen noch irgendwas??
15:03
Die Lösung am Theaterplatz ist ganz einfach.
Biherige Beschilderung weg, Geschwindigkeitsbegrenzung und einen breiten Zebrastreifen dorthin. Schon hat der Fußgänger wieder Vorrang.
Oder gibt es für Fußgängerübeerwege eine Höchstbreite.
StVO § 26 Fußgängerüberwege
(1)
An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.
Das würde eine Geschwindigkeitbegrenzung sogar Überflüssig machen.
Das wäre doch viel zu einfach und würde der genialen Idee des GröStBauRaZ (größter Stadtbaurat aller Zeiten) nicht gerecht. Ich bin eher dafür, dass ein neues Schild in die StVO aufgenommen wird. Es zeigt das stilisierte Gesicht Dresslers und trägt die Bezeichnung "Shared Space".
13:10
Im Artikel steht: "Durch dieses Schild [Geschwindigkeitsbegrenzung auf 10 km/h] wird Autofahrern wieder der Vorrang eingeräumt."
Diese Aussage ist schlicht und ergreifend falsch. Gemeint ist wahrscheinlich, dass dem Fahrzeugverkehr in Längs-Richtung wieder Vorrang eingeräumt wird. Dass gilt natürlich für alle Fahrzeuge - also auch für Fahrräder!