Selbstbedienen ist angesagt
17.06.2008 | 18:41 Uhr 2008-06-17T18:41:43+0200KOMMENTAR Politiker genießen das Privileg, selbst darüber zu entscheiden, wie sie finanziell ausgestattet werden wollen. ...
... Bei der Anpassung der Aufsichtsratsvergütungen im Kontrollgremium von duisport erhöhte sich die Dotierung für den Vorsitzenden um 300 Prozent. Kaum überzeugend ist die Begründung einer Verdreifachung der Umsatz- und Mitarbeiterzahl und zunehmender Verantwortung. Ehrlicher wäre es, zu sagen, wir folgen nur dem Trend parlamentarischer Selbstbedienungsmentalität. Bei den Zuschüssen für die Fraktionsgeschäftsstellen waren sich die beiden großen Fraktionen im Rat schnell einig: 20 Prozent pro Kopf mehr. Vorbeugen ist angesagt. Hinter der Erhöhung kann nur die Angst stecken, nach der Kommunalwahl durch den Verlust von Mandaten dann weniger in der Fraktionskasse zu haben. kajo

10:51
Wenn man die Selbstbedienungsmentalität der Aufsichtsräte und die Erhöhung der Fraktionszuschüsse in einen Topf wirft, ist das schändlich. Ich hätte erwartet , dass die WAZ seriöser kommentiert.
10:32
Niemand muss die Diätenerhöhungs-Parteien SPD und CDU wählen! Keine Stimmen, keine Kohle. Hoffentlich klappts bei der nächsten Wahl.
10:24
Die Strafe wird folgen.
Sie werden es nach der Wahl sehen und zu spüren
bekommen.
09:46
Hallo Boris
Gibs ihm.
Du sprichst genau das aus was die Mehrheit denkt.
Mach weiter so.
05:48
@Boris
Lieber Boris,
schon recht: mein Kommentar ist tendenziös, kajo´s auch; sonst wären sie ja keine. Was mich betrifft: ich befürworte die Parteiendemokratie (gibt es noch eine andere?) und habe insofern weder etwas gegen die Finanzierung der Parteien noch gegen die 20 % mehr für die Fraktionen einzuwenden. Ich bin auch nicht politikverdrossen. Wenn ich an diese Raffzähne im Duisport-Aufsichtsrat (und deren Proteges und Möchtegern-Erben im Stadtrat) denke, könnte ich sogar enorm politisch werden. Solcherlei Frechheit gefährdet die (ohnehin brüchige) Akzeptanz von Demokratie.
Werner Jurga
www.jurga.de
P.S.: in einer Demokratie darf auch ein Hanfoholik wählen, ein Katholik, ein Schwachmatik usw.
02:22
Ich verzichte darauf, dass ein Hanfoholik hierzu Entscheidungen trifft. ;-)
01:51
Die Ablehnung von Demokratie wird nicht durch Politikverdrossenheit gefördert, sondern durch die ingeiselnahme demokratischer sowie gesellschaftlicher Grundsätze durch selbstgefällige Politiker.
Lasst doch uns Duisburger entscheiden, wie viel uns die Arbeit der Fraktionen von CDU und SPD noch wert sind ;)
23:56
Ja, eine Frechheit sind derartige tendentiöse Kommentierungen, die nur dazu geeignet sind, die Ablehnung von Demokratie durch Politikverdrossenheit zu fördern. Wer Parteiendemokratie und ihre angemessene Finanzierung ablehnt, tut dies ebenfalls.
19:44
eine Frechheit!
Werner Jurga
www.jurga.de