Schwimmbad in Oberhausen lockt Badegäste aus Duisburg mit halbem Preis
11.04.2011 | 18:56 Uhr 2011-04-11T18:56:00+0200
Duisburg/Oberhausen. Das Erlebnisbad "Aquapark" in Oberhausen wirbt mit dem Spruch "Duisburg geht baden": Besucher aus der Nachbarstadt zahlen nur den halben Eintrittspreis. In Duisburg, wo es Streit um Preise und Wassertemperaturen gab, fehlt für Werbeaktionen das Geld.
„Duisburg geht baden“: Mit diesem doppeldeutigen Spruch geht das Oberhausener Spaßbad „Aquapark“ derzeit in Duisburg auf Kundenfang. Postkarten werden verteilt, Anzeigen geschaltet und Plakate geklebt. Und: Badegäste aus Duisburg müssen in dieser Woche in Oberhausen nur den halben Eintritt zahlen.
Es ist die erste Werbeaktion des Spaßbads in einer Nachbarstadt. „Der Anteil der Duisburger bei uns ist hoch. Nach unserer Analyse zum Jahreswechsel kommen von unseren Kunden rund zwölf Prozent aus Duisburg“, sagt Aquapark-Betriebsleiter Timo Schirmer. Durch die Rabattaktion, die auch im Bad selbst beworben wird, sollen es bald noch mehr werden.
Nur ein Fünftel der Besucher kommt aus Oberhausen
Pikant: Während Oberhausen die Werbetrommel rührt, haben die Bäder in Duisburg ohnehin mit einem eklatanten Schwund an Badegästen zu kämpfen. Im Vorjahr ging die Gesamtzahl der Besucher (ohne das Rhein-Ruhr-Bad) um sieben Prozent zurück, im letzten Quartal sogar um 19 Prozent. Unter dem Strich steht ein Verlust an Einnahmen von 50.000 Euro.
Kein Wunder, die Attraktivität hatte zuletzt deutlich gelitten: Weil Bademeister ausfielen und Stellen nicht besetzt werden durften , mussten Bäder zeitweise schließen, zudem hatte das spar-kalte Wasser Stammgäste verprellt. Ab Mai wird die Wassertemperatur zwar wieder auf 28 Grad klettern, gleichzeitig aber auch der Eintrittspreis erhöht. Ob sich Badegäste damit zurück gewinnen lassen, bleibt abzuwarten.
In Oberhausen hofft man derweil auf weiteren Zustrom aus Duisburg. Bewusst „provokant“ und „auch etwas sarkastisch“ sei der Spruch gewählt, sagt Schirmer. Der vor 15 Monaten eröffnete Aquapark , in dieser Woche von einem Freizeitportal zum drittbesten Erlebnisbad Deutschlands gekürt, ist letztlich auch ein städtisches Bad, für 20 Millionen Euro von Oberhausener Gebäudemanagement gebaut, aber von einer Privatgesellschaft betrieben. Und nur deshalb sind solche Werbeaktionen in der Pleitestadt Oberhausen möglich. Nur ein Fünftel der jährlich 400.000 Besucher kommt aus Oberhausen selbst, der Großteil aus den Städten Essen, Duisburg, Mülheim und Bottrop.
Duisburg fehlt Geld für Gegen-Kampagne
In Duisburg kann die Stadt solchen Werbeaktionen wenig entgegen setzen. Das Aushängeschild ist das Rhein-Ruhr-Bad, aber für ähnliche Werbekampagnen, mit denen sich Gäste von außerhalb locken lassen, ist kein Geld in der Stadtkasse. Eine Rabattaktion für Auswärtige würde sich in der derzeitigen Situation geradezu verbieten, sagt Stadtsprecherin Anja Huntgeburth: „Man kann den eigenen Bürgern nicht die Diskussionen über Wassertemperaturen und Eintrittspreise zumuten und dann gleichzeitig den Eintritt für Gäste von außerhalb vergünstigen.“
In Oberhausen will man den flotten Werbespruch ab dem Sommer auf die eigene Stadt ummünzen. „Oberhausen geht baden“ soll dann auf Flyern und Plakaten stehen. Weil die Stadt eine ähnliche Finanznot wie Duisburg plagt, habe man sich den doppeldeutigen Slogan vorsichtshalber im Rathaus genehmigen lassen, sagt Schirmer. Einwände habe es nicht gegeben.

10:07
#33
Ihr Kommentar ist gut geschrieben, auch wenn ich Ihnen inhaltlich nicht in allen Punkten zustimmen möchte. Dass das Ruhrgebiet von Kirchturmsdenken regiert wird, liegt in der Natur der Sache, schließlich grenzt hier eine Stadt an die andere. Jede möchte möglichst viele Einrichtungen haben, die das Image fördern und die Kasse füllen. Der Konkurrenzdruck unter den Städten ist enorm. Das ist in anderen Regionen nicht anders, doch fällt es da nicht so auf. Wenn Sie diesen Zustand ändern wollten, müssten Sie alle Städte einer Stadtverwaltung unterstellen, sprich müssten die Stadtgrenzen fallen. Ansonsten macht eine Zusammenarbeit nur beim Einkauf von Gütern Sinn bzw. lassen sich städteübergreifenden Flächen gemeinsame Vermarktungsstrategien entwickeln.
Im Zuge der Diskussion um den Zusammenhalt im Ruhrgebiet macht es allerdings keine gute Figur, wenn sich eine Stadt die Einrichtungen und Angebote aus der Nachbarschaft zusammen sammelt und ne neue Stadt zusammen baut. Ein Beleg für die Unattraktivität dieser Stadt?
Das die Städte in der Emscherregion schlechtere Karten beim Strukturwandel haben als die Kommunen etwas weiter südlich, kann man nicht von der Hand weisen und deshalb ist auch deren Image weniger gut. Das gilt aber nicht nur für die Städte, sondern auch für die nördlichen Stadtteile von Essen und Bochum. Begründet oder unbegründet sei mal dahin gestellt. Fragen Sie mal jemanden aus dem südlichen Essen, ob er in einen nördlichen Stadtteil ziehen möchte.
Ebenfalls Realität ist, dass Bewohner, die an der Stadtgrenze zu einer anderen Stadt wohnen, oft schneller im Zentrum der Nachbarstadt sind als im Zentrum der eigenen Stadt. Das ist eben eine Besonderheit des Ruhrgebietes, die den Nachteil hat, dass jede einzelne Kommune gegenüber der Konkurrenz im Lande geschwächt wird.
Dass mit der Schallplatte ist ein nett formulierter Satz von Ihnen, aber eben auch nicht mehr. Die Musik spielt, wortwörtlich genommen, eben doch in Essen. Um das zu belegen benötigt es keinen besonderen Aufwandes. Es gibt in der Stadt mehr Musikbühnen als anderswo im Pott und was die Livemusik, die mittlerweile die gesamte Woche über angeboten wird, angeht, kann man von einem ganz guten Angebot sprechen. Die Clubszene ist derzeit die angesagteste im Ruhrgebiet, auch wenn dies matamba nicht sehr gerne hört. Ansonsten bevölkern jedes Wochenende tausende Besucher unsere Innenstadt, den Grugapark, die Messe und den Baldeneysee. Eine Millionen Übernachtungen im Jahr (Stand 2009) sprechen eine deutliche Sprache, wo die Musik spielt. In Anbetracht dieser Fakten sollten Sie ihre Aussage vielleicht überdenken. Ich wollte hier nicht dick auftragen, aber Sie haben’s provoziert.
Um welches Thema ging’s im Artikel noch mal?
07:41
@32 vonhierwech: Hier hat sich keiner zusammengefunden, ich spreche einzig für mich und keinen anderen. Ich nehme mal an, dass das für Sie doch auch gilt, und Sie nicht nur eine Marionette sind, die sich lediglich hinter anderen versteckt !? Trotz wiederholtem Lesens kann ich in Ihrem Beitrag absolut keinen Beitrag zu dem hier betreffenden Artikel erkennen. Ist das Zufall ? Kerninhalt des Beitrags ist eine zeitlich begrenzte Werbeaktion des neuen Oberhausener Schwimmbads in Duisburg. Schließlich lässt weder Ihre Sprachweise, Ihre bisherigen Forenbeiträge noch Ihr Nick darauf schließen, dass Sie hier sehr ortsanhängig oder auch sachkundig seien. Also warum sind Sie noch hier, vonhierwech !?
00:05
@#32: ihr seid klein und bedeutungslos egal was ihr macht. akzeptiert das endlich mal.
Ja, das kenn ich von Kindesbeinen an. Das ist die verbreitete Hackordnung im Ruhrgebiet. Groß ist alles nur in den Hellwegstädten, im nördlichen Ruhrgebiet gibt es das nicht, und wenn doch, dann ist es aber ganz schlecht. Wenn Mülheim mit dem RRZ Kaufkraft aus Essen abzieht, ist das ok, OB mit dem Centro darf das aber nicht, das ist Majestätsbeleidigung.
Und so wird der eine Teil des nördlichen Ruhrgebiets als Stadtteil der Hellwegstädte DU, E oder DO herunterentwickelt (Marxloh, Altenessen, DO-Nordstadt, um nur drei von Dutzenden zu nennen), der andere, nämlich OB, BOT, GE, HER usw. schlecht gemacht und niedrig gehalten, wo immer es geht.
Schaut doch mal auf die Karte: ein Bewohner im Duisburger Norden (Hamborn, Walsum) erreicht jeden Standort in Oberhausen schneller als die Duisburger Innenstadt oder gar den Duisburger Süden. Die DVG versucht mit allen Mitteln, die Verbindungen Richtung OB auszubremsen, aber mit dem Auto fahren die Leute doch nach OB. Und genauso geht es vielen Frintropern, Dellwigern oder auch Borbeckern, die OB vor der Haustüre haben, Essen Mitte ist recht weit. Die Frage ist, wo das Kirchturmdenken vorherrscht, im Duisburger oder Essener Rathaus, oder in den Rathäusern der Emscherzone. Das Ruhrgebiet leidet unter der Konkurrenz und Arroganz seiner Oberzentren.
Übrigens hat es in Oberhausen keinen gestört, als der Revierpark Mattlerbusch aus DU bei uns um Besucher geworben hat.
Tja, und zum Essener Großstadtgehabe a la michelino: Essen im Ruhrgebiet ist wie das Loch in der Schallplatte, es liegt genau in der Mitte, aber die Musik spielt außen rum.
22:14
da haben sich ja wieder die richtigen hier zusammen gefunden. peinlich sind mittlerweile die beiträge der oberhausener fraktion allen voran ruhrius und matamba. sa ma merkt ihr eigentlich noch was? einige essener sind zwar etwas verbissen doch das was ihr von euch gebt ist einfach nur lächerlich. macht euch doch nichts vor: ihr seid klein und bedeutungslos egal was ihr macht. akzeptiert das endlich mal. echt zum schießen mit euch. lach
übrigens mein lieber ruhrius habe ich verbindungen in eure schöne stadt und die leuts sind alle ok. kann man von euch ja net behaupten
so weiter machen!
20:13
@4: Lächerlich! - ist leider hauptsächlich Ihr Kommentar, sorry. ;-) Oberhausen hat enorme Schulden ,die Bevölkerung geht zurück, da finde ich es existentiell wichtig und lobenswert, wenn hier Dinge angepackt werden und neue Chancen gesucht. Die Zeit von Kohle und Stahl ist nunmal vorbei. Oder soll man nur zukucken bis alles am Ende ist ? Man sollte nicht neidisch sien, sondern selber sehen, dass auch in den anderen Ruhrstädten wieder was investiert wird, und innovationen geschaffen werden. In Essen und Duisburg müsste da eigentlich mal was aus dem universitären Bereich kommen, aber das dümpelt alles nur so daher ...
20:04
@michelino. Vielleicht sollten Sie sich einmal den Inhalt anschauen, um den es hier in dem Beitrag geht statt hier Ihre üblichen blödsinnigen verbalen Ausfälle zum Besten zu geben. Hier steht absolut nichts von der Stadt Essen drin ! Und Sie brauchen nicht davon auszugehen, dass sich halbwegs intelligente Leser von Ihren ständigen überheblichen Hasstiraden anstecken und sich auseinanderdividieren lassen, z.B. wo sie hinfahren und sich aufhalten. In der Arbeitswelt ist eh alles längst gemischt. Ansonsten gibt es die Oberhausener, die Duisburger usw. genauso wenig wie die Essener. Ich kenne u.a.. auch in Essen durchaus eine ganze Reihe sympathische und intelligente Leute, Ausnahmen bestätigen die Regel.
18:22
Dieses Kirchtumsdenken im Ruhrgebiet ist echt das Letzte. War da mal nicht von Ruhrstadt die Rede? Dürfte wohl auf Eis liegen. Naja, außer bei diesem komischen TV-Sender centerTV. Der Wehling quatscht was von Tourismus,....wo sollen denn die Touris herkommen? Aus Bottrop-Kirchhellen? Lockt doch mal richtige Ausländer an, aus anderen Bundesländern vielleicht?,...eventuell weiter westlich, da wo Camping(wohn)wagen eine Institution ist. Ach, ich vergass, die sind ja schon da.
12:31
Ich kann das Gelaber von Neid nicht mehr hören. Auf Euer Rummel-Disneyland ist keiner neidisch, auch wenn Ihr das gerne hättet. Begreift das endlich! Worum es mir in erster Linie immer ging, war herauszustellen, welche Auswirkungen das Centro auf sein Umfeld hat und da ist es ja unbestritten, dass für neue Arbeitsplätze andere vernichtet wurden und außerdem ein wahrer Bauboom von EKZ im Ruhrgebiet angestoßen wurde, der mehr als bedenklich ist. Das hat also mit Neid nichts zu tun, eher mit Bedauern. Den Unterschied schein Ihr aber nicht zu kennen, wie ich feststelle.
Es scheint mir aber eher so zu sein, dass Ihr (matamba, ruhrius, pegelstand) aus lauter Minderwertigkeitskomplexen und Neid auf die Großstadt Essen versucht, diesen traurigen Zustand dadurch zu kompensieren, indem Ihr uns Essener genau dieser Attribute bezichtigt. Respektive wollt Ihr nur von eigenen Unzulänglichkeiten ablenken, hab ich Recht? Das ist krank und schreit nach psychologischer Betreuung. Euer krampfhaftes, gar beklagenswertes Festhalten an diesem amerikanischen Rummelplatz Centro zeigt nur, wie wenig die Stadt Oberhausen zu bieten hat. Außer Oberhausen hat keine andere Ruhrgebietsstadt, selbst Gelsenkirchen nicht, dies nötig. Kein Wunder, schließlich verfügt Oberhausen über keinerlei Alleinstellungsmerkmale. Traurig für Euch!
12:11
Jetzt hat auch noch der Botanische Garten in Duisburg womöglich für immer seine Pforten geschlossen. Ich fass es nicht!
12:02
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