Schwere Vorwürfe gegen Leiter des Internationalen Zentrums Duisburg
23.08.2011 | 18:58 Uhr 2011-08-23T18:58:12+0200
Duisburg. Das Bündnis gegen Antisemitismus wollte für eine Diskussionsveranstaltung Räume im Internationalen Zentrum mieten. Dies soll Leiter Wolfgang Esch verweigert haben. In einem offenen Brief übt das Bündnis nun Kritik.
Harsch angegangen wird zur Zeit der Leiter des Internationalen Zentrums der Volkshochschule am Flachsmarkt, Wolfgang Esch. Das Bündnis gegen Antisemitismus Duisburg, das sich nach eigenen Angaben aus Studierenden, Dozenten und Freunden der Universität Duisburg-Essen zusammen setzt, wirft dem IZ-Leiter in einem offenen Brief vor, für seinen Beruf wohl nicht geeignet zu sein und der Stadt Duisburg „nicht gut zu Gesicht“ zu stehen, weil er dem Bündnis Räumlichkeiten für eine Diskussionsveranstaltung zu den Themen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit im Oktober verweigert haben soll.
„Der Vorgang ist uns bekannt. Da Herr Esch sich im Urlaub befindet, wird der VHS-Leiter Dr. Gerd Jahn die Angelegenheit prüfen und zeitnah entscheiden“, erklärte Stadtsprecherin Anja Huntgeburth im Gespräch mit der NRZ.
Das Bündnis bezieht sich mit seiner Oktober-Veranstaltung auf Aktionswochen rund um den 9. November, die seit 2003 als bundesweite Kampagne gegen Antisemitismus stattfinden, von der Amadeu-Antonio-Stiftung getragen und vom Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend gefördert werden.
Israelfeindlichkeit durchaus ein Thema
Das Duisburger Bündnis Antisemitismus wirft Wolfgang Esch vor, eine Veranstaltung gegen Antisemitismus in den Räumen des Internationalen Zentrums am Innenhafen schlicht nicht zu wünschen. Dass „Israelfeindlichkeit“ durchaus ein Thema mit Bezug zu Duisburg sei, wisse man, heißt es in dem offenen Brief, ja nicht erst seit dem Wirbel um die Duisburger Linken und dem Israel-Boykott-Aufruf des linken Fraktionsvorsitzenden Hermann Dierkes.
Überdies tage das „Duisburger Netzwerk gegen Rechts“, dem auch der Verein HDR angehört, der vom Verfassungsschutz beobachtet wird, regelmäßig im Internationalen Zentrum, obwohl der Verein HDR islamistisch und antiwestlich sei.
Als traurigen Höhepunkt bezeichnet das Bündnis die Forderung von Esch, einen Blogeintrag auf www.campuswatchude.wordpress.com zu löschen. Ansonsten sei eine Vermietung von Räumen im Internationalen Zentrum nicht möglich. Dazu schreibt das Bündnis in seinem offenen Brief: „Spätestens an dieser Stelle ist für uns nicht mehr erkennbar, ob Sie als Fachbereichsleiter für interkulturelle und politische Bildung geeignet sind, einen öffentlichen Raum wie das Internationale Zentrum zu gestalten.“

08:57
Duisburg das Zentrum für Antisemitismus
Nein, wir leben nicht den dreißiger Jahre des vergangenen 20. Jahrhundert, wir leben im Jahre 2011 und die Linken setzen alles daran den Antisemitismus wieder hoffähig zu machen. Wenn ein VHS-Leiter wie Wolfgang Esch es sich anmaßt, eine Räumlichkeit zu verweigern, weil dort über Antisemitismus gesprochen werden soll, dann erinnert das stark an dunkle Seiten der Deutschen Geschichte.
Über jeden Unsinn darf diskutiert werden, ob Veganer zum Beispiel bessere Menschen sind oder ob Politiker einen heiligen Schein besitzen? Aber es darf nicht darüber diskutiert werden, warum die Linkspartei den Antisemitismus in Reihen duldet.
Fünfzig Jahre nach dem Bau der Mauer diskutieren DIE LINKE darüber, ob diese Maßnahme die Welt vor einem Dritten Weltkrieg bewahrt hat, also alternativlos oder eher kontraproduktiv war. Die Entscheidung darüber wurde auf die Zeit nach den Landtagswahlen vertagt.
Es wäre gewiss unangemessen, das linksreaktionäre Gutmenschenpack DIE LINKE, das derzeit den Abstieg und die Auflösung erlebt, irgendeiner Träne hinterher zu weinen. Wer in Deutschland wieder den Antisemitismus hoffähig machen will, wer Diktatoren wie Fidel Castro und den nordkoreanischen Kim Jong IL gratuliert zu seinen Leistungen und wer den Kommunismus aller J. Stalin wieder einführen will, der hat jeglicher politischer Recht in Deutschland verwirkt.
Schlimmer aber noch, ist die große Anzahl der Medien, die diesem Pack auch noch die Stange hält. Man hat den Eindruck als würde alles nur ein Traum sein?
KHJ aus Köln
19:51
@ #13
Ihre persönlichen Unterstellungen haben nichts mit meinem Kommentar #6 zu tun. Punkt.
19:45
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19:43
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19:25
@ #13
Ogottogott, welch Interpretations-Notstau...
Na dann, mein Lieber, geilen Sie sich bitte weiter an irgendwelchen angeblichen Absichten auf. Ich für meinen Teil beschwere mich nicht zu ersten, sondern vielleicht zum tausendsten Mal bei derwesten-Autoren über derart schludrig formulierte Artikel, denen zum zehntausendsten Mal ein anständiges Lektorat fehlt.
Aber wenn Sie sich mit Schülerzeitungs-Niveau zufrieden geben möchten, biddeschön...
18:22
@ vaikl (#6):
Übrigens: den Begriff „Semitismus“ gibt es selbstverständlich. „Mit dem Ausdruck Semitismus bezeichnet man sprachwissenschaftlich eine Anleihe an Konstruktions- oder Ausdrucksweisen, wie sie in semitischen Sprachen üblich ist. Diese Verwendung ist analog z. B. zu Germanismus, Anglizismus usw.“ (Wikipedia). So könnte man z.B. in einem „Bündnis gegen Anglizismus“ sein, ohne damit zwingend eine Ressentiment gegen ausnahmlos alle Briten zu hegen.
Aber darum geht es Ihnen ja im Grunde gar nicht. Frau Aufderheide hatte sich in einer Formulierung verdribbelt; positiv / negativ ist durcheinandergeraten. Das ist mir übrigens auch schon passiert; über die Jahrzehnte: mehr als einmal. So. Und deshalb soll Frau Aufderheide umschulen?! Wissen Sie eigentlich nicht, was für Kracher auh schon „Starjournalisten“ unterlaufen sind?!
Ein Vorwand, mein Lieber! Sie gehen Frau Aufderheide derartig wuchtig an, weil Sie berichtet hat. Für Ihren Geschmack vielleicht zu einseitig in die von Ihnen nicht gewünschte Richtung. Man schaue sich den Bericht an: eine Aneinanderreihung von Fakten. Und selbst wenn dieser Bericht tendenziös wäre, wie Sie wohl annehmen: Grund genug für ein Schreibverbot?
Und noch etwas: können Sie sich vorstellen, was ich von Leuten halte, die anonym in einem Blog eine Kündigung einer Autorin – sagen wir mal: anregen? – Ich wette: Sie können.
18:04
Zentrum gegen Antisemitismus?
In der Regel sind das die, die ihn ständig neu erfinden.
Vielen Menschen ist es heutzutage ohnehin egal, ob jemand eine Religion hat oder nicht, sondern man beurteilt nur ihre Taten.
Auf Israel will ich dabei gar nicht eingehen, da kann sich ja jeder sein Teil zu denken. Letztlich kann man das alles dort als große Tragik sehen. Früher oder später muss man aber auch anerkennen, dass nicht die Palästinenser in den Nahen-Osten gekommen sind, um sich an anderer Leute stelle festzusetzen.
Das kann man aber nicht mit Hexenjagden klären, wie das wohl auch von diesem „Bündnis“ versucht wird, sondern im ruhigen, sachlichen Ton.
17:08
@ berechtigter_Zweifel (# 10):
Schauen Sie! Sie haben Ihre Meinung in dieser Sache; ich habe die entgegengesetzte. So etwas kommt vor. Das ist an und für sich och kein großes Problem.
Das Problem ist, dass Sie über Dinge reden, von denen Sie nicht die Spur einer Ahnung haben. Hier: Zionismus. Diesen Begriff auch nur in einen Zusammenhang zu bringen mit extremistischen Bewegungen, (die) Menschenrechte für so genannte höhere Werte opfern ...
Entschuldigen Sie, mein Herr! Da geht etwas durcheinander. Erst noch einmal ab in die Bibliothek. Okay, das Internet (Wikipedia und so Sachen) tut es als Einstieg auch.
16:34
@ # Heiko Gracht
bitte erklären Sie bitte nicht, was ich gesagt haben soll.
Jeder kann lesen, was ich geschrieben habe, Niemand braucht Ihre interpretation.
@ all
Das ist das Problem dieser Leute, da wird gerne falsch zitiert und Sachen gleich gesetzt, die nicht gleich sind.
Auffällig ist, das z.B. Antizionismus mit Antisemitismus gleich gesetzt wird.
Die Zionismusbewegung ist genau so kritisch zu sehen, wie andere extremistische Bewegungen, egal ob islamistisch, christlich oder sonstwie, wenn Menschenrechte für so genannte höherer Werte geopfert werden.
Wenn ich sagen würde, ich wäre Antizionist, dann wäre ich für diese Leute wahrscheinlich genau so Antisemitisch, wie dieser linke Ratsherr.
Man muss die politik Israels kritisieren dürfen, ohne gleich als Israelfeind diffamiert zu werden.
Wenn ich die EU kritisiere bin ich deshalb nicht automatisch Antieuropäer. ich bin auch kein Antiduisburger, weil ich die Stadtspitze kritisiere.
Herrn Esch die Kompetenz abzusprechen ist eine bodenlose Frechheit - beleidigte Leberwurst fällt mir dazu ein.
12:17
Der Nutzer berechtigter_Zweifel sagt das sich das Bündnis gegen Andersdenkende richtet und gegen Deutsche ist. Nun, da sich das Bündnis gegen Antisemitismus richtet dürfte das wohl teilweise stimmen.