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Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz

24.10.2008 | 19:26 Uhr

KOMMUNALPOLITIK. Das "Forum" in der City sei ein Paradebeispiel für gelungene Stadtentwicklung von CDU und Grünen

Die schwarz-grüne Rathaus-Koalition ist nach Einschätzung der CDU-Fraktionssprecherin Petra Vogt für diese Stadt ein "absolutes Erfolgsmodell". Ein Jahr vor der Kommunalwahl haben gestern die Fraktionssprecher von CDU und Grünen, Petra Vogt, Dieter Kantel und Doris Janicki vor der Presse die Erfolgsbilanz von vier Jahren schwarz-grüner Politik ausgebreitet.

Vor allem die klare und zügige Umsetzung des Projektes Einkaufszentrum "Forum" sei geradezu ein Paradebeispiel für eine erfolgreiche schwarz-grüne Innenstadtplanung. Die Duisburger Bürger, so Petra Vogt, hätten ihr Einkaufszentrum intensiv angenommen; ja, jeden Tag würden sie mit gezückter Kamera auf der Karstadt-Terrasse ihre Stadt aus einer neuen Perspektive fotografieren. Das Sorgenkind Innenstadt sei auf einem guten Weg.

Vogt: "Mit dem ,Forum' an diesem Standort mitten in der Stadt ist das Leben in der City reaktiviert, wir wollten kein Einkaufscenter am Güterbahnhof." Dieser Standort sei der CDU, im Unterschied zum Standort Innenstadt, "nachrangig" gewesen. Die Alternative, so wie sie die SPD propagiert hätte, wäre ein Spielcasino und ein Citypalais in der Innenstadt gewesen, und gegenüber hätte ein leergezogenes altes Karstadt-Gebäude, für das sich niemand mehr interessiert hätte, vor sich hingerottet.

"Die SPD ist einfach nur verlogen"

Mit einem Einkaufszentrum am Güterbahnhof , so sagte auch Dieter Kantel (Grüne), hätte sich die Stadt trotz eines 400 Millionen-Invests "schlecht entwickelt".

Die SPD, so die CDU-Fraktionsvorsitzende, sei in ihrer Haltung zu diesem Thema "einfach nur verlogen". Die SPD sei immer für das "Forum" gewesen? Vogt: "Doch hat die SPD einfach ignoriert, dass beide Projekte gleichzeitig nicht möglich waren." Außerdem, so die Grünen, hätte die SPD damals nach acht Jahren Verhandlung mal zum Ende kommen müssen. Die Prophezeiungen, "Kein Investor würde jemals noch nach Duisburg kommen", nachdem Schwarz-Grün das 400-Mio-Euro-Projekt abgeblasen hat, seien ebenfalls nur falsch gewesen. Vogt: "Und Aurelis, die Bahn-Immobilienfirma, verständigt sich mit der Stadt über neue Planungen."

Der Rhein-Plan und der Rhein-Park, so Grünen-Fraktionssprecher Dieter Kantel, seien zudem Bespiele für gelingende Stadtentwicklung und "ökologischer Modernisierung". Logport II, die härteste Industriebrache des Ruhrgebietes, sei auf einen guten Weg. (sten)

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Kommentare
26.10.2008
16:55
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von brösel | #14

Warum feiern die Schwarz-Grünen sich eigentlich nur selber? Warum wird immer so getan, als ob es eine Mehheit für diese Parteien gäbe? Ohne die Braunen wären ihre Taten doch nicht möglich gewesen!!! In anderen Ruhrgebietsstädten wird gegen Neonazis demonstriert, in Duisburg gehen Kommunalpolitiker mit ihnen ins Bett.

Herr Sauerland macht als Frühstücksdirektor sicherlich einen guten Job - sein Versprechen, Transparenz in die Personalpolitik einzubringen und die Qualifikationen des Personals zu beachten hat er nicht gehalten, ebensowenig wie die grünen Spitzenpolitiker. Was hat sich doch die Frau Janicki empört, als bekannt wurde, was der Herr Gerste verdient, das er keine Probezeit eingeräumt bekam, dass er sein Reisebüro selbstverständlich weiter führen darf - bei vollständiger Gehaltszahlung durch den Steuerzahler. Man ahnt schon warum, denn schließlich musste ihr Lebengefährte untergebracht werden, was nach vielen Anläufen endlich im Hause von Herrn Gerste gelang.

Herr Prof. Dr. Kantel, der früher mal behauptete, ein Linker zu sein, hat seine persönliche Erfolgsbilanz: Er konnte er durch einen Selbstversuch nachweisen, dass ein Mensch auch ohne einen Millimeter Rückgrat lebensfähig ist. Allerdings muss man dem Professor anrechnen, dass er sich im Gegensatz zur ersten Bürgermeisterin in der Öffentlichkeit zurückhält. Diese wird bei öffentlichen Auftritten oft in ziemlich peinlicher Verfassung angetroffen und brabbelt dann auch Dinge, die unterhalb des Niveaus des Politikunterrichts in der 7. Klasse liegen.

Aus den getönten Scheiben des Dienstwagens heraus, zwischen den meist hochnotpeinlichen öffentlichen Auftritten, Rathaus und Finkenkrug pendelnd, lässt sich die Realität in der Stadt nicht erfassen.

Man kann nur spekulieren, ob sich die beobachtbare Innenstadtentwicklung nicht auch im Rahmen anderer politischer Konstellationen ergeben hätte. Was bleibt ist der mehr als fade Beigeschmack, dass CDU und Grüne mit Hilfe der und Zugeständnisse an die Braunen diese Entscheidungen herbeigeführt haben, dass der Filz unerträglich geworden ist und man sich für hohe Repräsentaten dieser Stadt schämen muss. Ökologische und soziale Interessen (wenn ich nur an die Ablehnung des Sozialpasses denke wird mir ganz übel) werden zumindest bei den Grünen von einer Clique machtgeiler Politiker ignoriert. Von der CDU erwartet man nichts anderes.

26.10.2008
15:48
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von berechtigter Zweifel | #13

Es war ja klar, dass spätestens, nachdem das Forum als Erfolgreiches Projekt von der Bevölkerung angenommen wurde, CDU und Grünen versuchen, sich die Lorbeeren dafür selber aufzusetzen.
Das Forum wurde nicht erst mit dem ersten Spatenstich in Gang gesetzt, die Planungen wurden vor der letzten Kommunalwahl begonnen.

Grüne und CDU haben das Forum möglich gemacht, so kann man das auch sehen, aber nur weil sie die Mehrheit im Rat hatten, als die planungsrechtlichen Grundlagen geschaffen werden mussten, aber was blieb ihnen auch anderes übrig?
OK, das ging schnell, welch ein Erfolg!
Eigene Ideen haben die aber nicht eingebracht oder habe ich da was überlesen?
Ach ja, das Parkleitsystem ist großartig, aber befahrbare Radwege muss ich selber suchen.

26.10.2008
15:32
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von kritischer Umweltaktivist | #12

Erfolgsrezept: Schwarz-Grün?
Ein schlechter Witz ! Was hat schwarz-grün in Duisburg eigentlich wirklich bewegt. Nicht sehr viel. Hier einige negativ Beispiele:

1. Der Rote Filz wurde durch den Schwarz-Grünen Filz ersetzt, ich sage nur Thema Uwe Gerste und der Lebensgefährte von der Doris Janicki, die durch fragwürdige Geschehnisse in Amt und Würden kamen. das sind nur zwei von mehreren Personalien in der Stadtverwaltung.

2. Verelendung der Nebenzentren durch das Innenstadtprojekt (siehe DU-Laar, Marxloh, Homberg etc.). Es kommt zu hohem Leerstand und Verfall in diesen Stadtteilen. Ach ja, ich weiß, dass einige Grüne Ratsvertreter aus der Innenstadt und Neudorf noch nicht großartig herausgekommen sind. Sie wissen noch nicht einmal, wo Walsum ist bzw. wie man dort (mit ÖPNV) hin kommt.

3. Das schönste und modernste Kohlekraftwerk im Duisburger Norden. Diese Dreckschleuder wurde in direkter Nachbarschaft zu einem Landschaftsschutzgebiet gebaut. Zudem wurde diese Feinstaubverursachende Schleuder in unmittelbarer Nachbarschaft zu 3000-4000 Menschen (Walsum-Dorf) gebaut. Toll !!

4. Neue Verschuldung des städtischen Haushalts. Wo bleibt das Versprechen, eine Neuverschuldung zu vermeiden?

5. Das löchrige Radwegenetz. Wo ist das versprochene Radwegenetz und der Biotopenverbund?

6 Marode Fahrbahndecken, die einem Golfplatz ähneln, soviele Löcher haben die auf Duisburger Straßen.
7. Wo bleibt die Kulturszene?

Ach ich könnte noch weiter machen, will aber nicht langweilen. Fazit: Schwarz-Grün hat bis auf den kleinen Prinzen und der Fahrradstation am HBF nichts erwähnenwertes auf dem Weg gebracht.

26.10.2008
08:05
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von Pullmann | #11

Man kann ewig streiten, ob MC vielleicht die bessere Alternative gewesen wäre.

Aber eines ist für mich als Duisburger Bürger klar: mit Citypalais und Forum ist endlich, endlich mal etwas gemacht worden. Endlich entwickelt Duisburg eine City, die der Größe der Stadt angemessen ist, die man Gästen auch zeigen kann, endlich ist Duisburg aus dem Tiefschlaf erwacht. Wenn die nächsten Projekte, nämlich die Aufwertung der Galeria und ein Neubau für die Stadtbibliothek fertig sind, wird die Innenstadt richtig gut aussehen.

Gerade in der Kommunalpolitik spielt Parteipolitik eigentlich nicht so eine große Rolle, vielleicht hätte die SPD so etwas auch geschafft. Hat sie aber nicht, weil sie ihre Chance verschlafen hat, als sie alleine regiert hat. Da hat sie leider auch den Strukturwandel etwas verpennt.

Es ist nun mal so, dass Duisburg noch immer eine arme Stadt ist, mit vergleichsweise geringer Kaufkraft, darunter leiden auch Infrastrukturmaßnahmen wie Ausbau von Fahrradwegen, was sicherlich wichtig wäre. Nur habe ich als eifriger Leser der Zeitung da nichts von Alternativkonzepten gelesen.

25.10.2008
21:31
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von FRUSTRIERTER | #10

Die Quittung bekommen diese Polit Dillettanten nächstes Jahr. Ich werde alles daran setzen, diese unfähigen Möchtegern Politiker aus dem Rathaus hinaus zu bekommen. Meine Stimme bekommen sie nicht mehr.

25.10.2008
19:55
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von W.H. | #9

(..)

Hallo! Leute!

Wir hier im Norden mit unseren dollen Brautgeschäften und dem suuuuper neuen Tempel wurden völlig vergessen - ach ja, stimmt ja - vergessen...

Schönen Tag noch,

25.10.2008
15:30
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von P.S. | #8

Warum gehen Ihnen demokratische Handlungen auf die Nerven? Alle Parteien veranstalten öffentliche Werbung. Was ist daran falsch? Sie brauchen doch nicht stehen zu bleiben oder hinzugucken. Gab es das alles in dem Ausland in dem Sie waren nicht??
Ansonsten sind das doch Tatsachen, die hier mit den Kommentaren genannt werden. Außer das dieser Herr Kantel noch viel schlimmer (schlichter) war und ist. Früher schon, noch so ein karrieregeiler Mensch. Eigentlich schade für die Grünen.

25.10.2008
13:38
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von Willi Schubert | #7

Bin gerade aus dem Ausland zurückgekommen. Habe noch nichts vom neuen Forum gesehen. Finde alle Kommentare nur parteipolitisch eingefärbt. Eigentlich schade. Gibt es eigentlich keine objektiven Menschen mehr in unserer Stadt? Natürlich hatten wir hier im Stadtteil Markt, klar das jetzt schon wieder die SPD einen Reklamestand stehen hatte. Geht mir ganz schön auf die Nerven.

25.10.2008
10:30
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von hansreiner | #6

Verlogen sind die Äußerungen aus zumindest fünf Gründen:
1. Weil das Forum nicht von der CDU, sondern wie Casino und MC auch von der alten SPD-Führung eingefädelt wurde (MIPIM 2003). Der Zeitpunkt des Baubeginns (Herbst 2005) stand schon Mitte 2004 fest.
2. Weil die SPD nie gegen das Forum war – wie denn auch, die Idee stammt ja von ihr. Sie war vielmehr für das Forum + Casino + Multi Casa. Keiner vermag zu sagen, ob die drei nicht doch sehr gut miteinander ausgekommen wären: Wie das Forum zeigt, wollen die Leute Großes und Pompöses und sie gehen auch aus dem Forum heraus durch die Innenstadt. Mit MC + Forum hätten sie noch was viel Größeres gehabt und sie wären vom MD zum Forum und umgekehrt gewandelt.
3. Weil nicht die CDU und schon gar nicht die Grünen den Forum-Bau wirklich realisiert haben. Das war und ist MD und Axel Funke. Er und nicht etwas Petra Vogt, Adolf Sauerland oder dieser furchterregend flach denkende Prof. Kantel haben das Forum zum Erfolg geführt.
4. Weil sich die CDU von den Grünen, Karstadt und den verschlafenen Duisburger Einzelhändlern unter Druck hat setzen lassen, ihre Zusage für ECE und MC aufzugeben. Damit war für Karstadt der Weg frei, in Essen das Limbeckerplatzzentrum (durch ECE) bauen zu lassen. Wenn man so will, hat Duisburgs CDU Aufbauhilfe für die Essener Innenstadtentwicklung geleistet.
5. Weil auf dem MC-Aurelis-Areal vier Jahre nichts geschehen ist. Und das ist für solch ein innerstädtisches Filetstück ein Skandal! Stattdessen wurde die Duisburger Öffentlichkeit mit Lügenmärchen a la Gate to Asia und Mercatortower bei Laune gehalten.

Eine Leistung muss man der Duisburger CDU aber zugute halten: Sie haben den MD-Hauptsitz nach Duisburg geholt.

25.10.2008
10:27
Schwarz-Grün zieht Erfolgsbilanz
von Politbeobachter | #5

...Die Duisburger Bürger, so Petra Vogt, hätten ihr Einkaufszentrum intensiv angenommen; ja, jeden Tag würden sie mit gezückter Kamera auf der Karstadt-Terrasse ihre Stadt aus einer neuen Perspektive fotografieren.

Dass Frau Vogt die Besucher-Terrasse, die in der Hauptsache von Rauchern frequentiert wird, als Beispiel für eine gelungene Innenstadtentwicklung anführt ist ein krasses, aber ehrliches Beispiel für das Niveau schwarz-grüner Kommunalpolitik. Demnächst freuen sich CDU und Grüne sicher auch noch über fotografierende Zoobesucher.

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