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Schüsse auf ein Haus in Beeck

19.02.2013 | 00:21 Uhr

Es brodelt beunruhigend in der Rockerszene am Rhein: Nach einer Massenschlägerei zwischen Rockern der verfeindeten Motorradclubs Hells Angels und Satudarah am vergangenen Mittwoch und Schüssen auf ein Vereinsheim am Sonntag wurde in der Nacht auf Montag erneut scharf geschossen. Mindestens zwölf Projektile schlugen im Gebäude an der Friedrich-Ebert-Straße 330 in Beeck ein.

Dort sind unmittelbar nebeneinander der Kiosk „Oase“, ein Friseursalon und ein Internetcafé untergebracht. Alle drei Geschäfte wurden bei dem Anschlag beschädigt, der viele Anwohner gegen 4.30 Uhr aus dem Schlaf riss. Verletzt wurde niemand. „Wir gehen davon aus, dass die Schüsse aus einem langsam fahrenden Wagen abgefeuert wurden“, sagte Polizeisprecher Ramon van der Maat.

Dass die Schüsse auf die Läden eine Antwort auf jene sind, die Unbekannte am Sonntagmorgen wie berichtet vor dem Quartier in Rheinhausen abgefeuert hatten, ist naheliegend – nicht nur, weil solche Angriffe unter Rockern als Warnschüsse gelten: Der Betreiber der „Oase“ soll Journalisten nach Berichten von Augen- und Ohrenzeugen am Tatort selbst erklärt haben, er sei mit Hells Angels-Mitgliedern befreundet. Ramon van der Maat: „Wir ermitteln auch in diese Richtung“.

Mit Sorge registrierte die Polizei bei ihren Kontrollen am Wochenende , wie viele Rocker – darunter auffällig viele auswärtige – auf Duisburgs Straßen unterwegs waren: Dass Satudarah im Oktober eine Kneipe im Rotlichtviertel an der Vulkanstraße eröffnete, wertet die Polizei als Kampfansage an Höllenengel und die Bandidos.

Philipp Wahl



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