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Wie sich Flüchtlinge in der Region willkommen fühlen

09.02.2016 | 10:00 Uhr
Wie sich Flüchtlinge in der Region willkommen fühlen
Schüler und Studenten haben gemeinsam Konzepte für die Integration von Flüchtlingen entwickelt.Foto: Eva Czaya

Duisburg.   Schüler und Studenten entwickelten in einem Workshop Konzepte für die Integration von Flüchtlingen.

Gute Ideen für eine Willkommenskultur sowie neue Ansätze und Konzepte für die Integration von Flüchtlingen haben 25 Schüler der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule in Hamborn entwickelt. In einem einwöchigen Workshop erarbeiteten sie zusammen mit 25 Studenten der Universität Duisburg-Essen (UDE) die neuen Ansätze, die in verschiedenen Arbeitsgruppen entstanden sind. Eine Jury sammelte und bewertete die Ideen – eine Chance auf Umsetzung haben diese etwa über die Bürgerstiftung, deren Vorsitzender Manfred Berns ebenso in der Jury saß wie Bürgermeister Manfred Osenger.

Die Gewinneridee kommt von der Gruppe „Starke Stütze“. Sie hat eine Muster-Webseite für Flüchtlinge mit Behinderung entwickelt. Dort könnten medizinisches Gerät und Hilfsmittel angeboten, getauscht oder nachgefragt werden. Ein Medizinisches Forum, in dem Ärzte und Therapeuten verschiedene Fragen beantworten, sowie ein Kalender mit Sport- und Freizeit-Angeboten für Menschen mit Behinderung könnten das Angebot ergänzen.

Ideen setzen unterschiedlich an

„Die Idee hat nicht nur Professor Evelyn Ziegler von der Uni Duisburg-Essen begeistert, sondern auch Manfred Berns, dem der Inklusionsansatz besonders gefallen hat“, berichtet Estelle Fritz, die den Workshop leitete.

„Music connects“ lautet die Idee für ein Musical-Projekt, entwickelt von einer weiteren Gruppe. Das könnte Bürger zusammenbringen und Flüchtlinge, die wiederum ihre Wartezeit sinnvoll überbrücken können. Bei den Talenten der Zuwanderer setzt eine weitere Idee an: „Time for friends – tausche deine Zeit gegen Kontakte“. Gute Englischkenntnisse etwa lassen sich da für ein Sprachtandem einsetzen.

Eine Idee für eine App ist „Connect-DU“: Dort könnten Duisburger Flüchtlinge Freizeitaktivitäten zum Mitmachen anbieten. Menschen, die neu in der Stadt sind, könnten sich darüber ebenso vernetzen. Dazu passt auch die Idee „To-DU-List“, ein Jugendtreff für weibliche Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren.

Besonders charmant

Besonders charmant fand Jurymitglied Manfred Berns die Idee „DU-Movie“, ein Filmprojekt, bei dem Schüler im Deutschunterricht gemeinsam einen Kurzfilm drehen. Auch die Projektidee „Recookies Welcome“ würde gerne Schülern mit jungen Flüchtlingen in ihrer Schule mit Hilfe eines Buddy-Systems zusammenbringen und bei einem gemeinsamen Grillfest mit allen Familienmitgliedern auch die Elterngeneration mit einbinden.

„Solche Ideen bringen unsere Stadt voran“, lobt Bürgermeister Manfred Osenger (SPD), der die Connect-Schüler zu sich ins Rathaus einlud.

Uniaktiv bringt Wissenschaftler und Schüler zusammen

Der Workshop war für die 25 UDE-Studenten aus verschiedenen Fachbereich gleichzeitig ein universitäres Seminar. Das bot Estelle Fritz, Leiterin des Programms Connect, im Programm der „Optionalen Studien“ an.

Connect ist ein Programm von Uniaktiv, dem „Zentrum für gesellschaftliches Lernen und soziale Verantwortung“ der UDE. Es ist Bindeglied zwischen Hochschule und Stadtgesellschaft und bringt Wissenschaftler mit Schulen, Verbänden und Unternehmen zusammen.

Die Bedingung: Eine Zusammenarbeit muss in ein universitäres Projekt, Seminar oder eine andere Lehrveranstaltung eingebunden sein. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.unikativ.org

Martin Ahlers

Kommentare
16.02.2016
17:41
Wie sich Flüchtlinge in der Region willkommen fühlen
von gorgon | #2

Das ist das schöne an der Jugend. Engagiert und voller Zuversicht. Ich befürchte die Realität wird sie in absehbarer Zeit einholen.

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http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/schueler-und-studenten-entwickeln-willkommens-ideen-fuer-fluechtlinge-id11545876.html
2016-02-09 10:00
Duisburg,Flüchtlinge,UDE,Integration,Konzept
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