Schüler erfolgreich an der Börse

An der Börse kann man reich werden – aber auch die große Pleite erfahren. Bei dem Online-Wettbewerb Planspiel Börse der Sparkasse versuchten sich in den vergangenen zwei Monaten 100 Schülerteams mit rund 400 Teilnehmern aus Duisbuirg und Kamp-Lintfort als Börsenspekulanten. Sie wollten ihr virtuelles Kapital von 50 000 Euro auf dem realen Markt vermehren und vertieften ihre wirtschaftlichen Grundkenntnisse und pfeilten an ihrem Börsenwissen.

Am besten schnitten drei Schüler der Gesamtschule Mitte ab: Jasper Schulten (20), Alexander Shumacher (19) und Manuel van Marwick (19) schraubten ihren Einsatz auf 55 980 Euro hoch. Jetzt wurden sie und weitere Teilnehmer für ihre Leistungen ausgezeichnet. Die neun besten Duisburger Gruppen der 32. Auflage des Projekts erhielten einen Scheck im Gesamtwert von 3300 Euro. Aufgeregt seien sie gewesen, die drei Schüler der Gesamtschule Mitte, die unter dem Team Namen „Jam“ an den Start gingen. „Man guckt halt immer wieder, was die Aktien machen“, sagt Jasper Schulten. Um so größer sei der Ärger, wenn es einmal nicht so gut läuft. Auch wenn es für die drei Jungs von der Gesamtschule Mitte gut gelaufen ist, wollen sie vorerst nicht ihr Erspartes in Aktien anlegen.

„Mit Geld spielt man nicht. Man kann den Markt nie genau voraussehen. Das ist alles zu gefährlich“, sagt Alexander Shumacher. Jasper Schulten ergänzt: „Ich brauche außerdem erst einmal Kapital. Und als Schüler in Aktien zu investieren, ist doch eher schwierig.“

Den Markt beobachten wollen sie zukünftig aber schon. Für den Fall, dass sie sich doch einmal entschließen, Geld in Aktien zu investieren, wollen sie bereit sein. „Mich hat die Thematik eigentlich schon immer interessiert“, sagt Manuel van Marwick. „Es ist spannend, die Entwicklungen zu verfolgen. Das Planspiel hat großen Spaß gemacht.“

In anderen Kategorien nahmen auch Auszubildende und Lehrer an dem Projekt teil – Letztere starteten allerdings außer Konkurrenz. Wirklich gefährlich wären sie den Schüler ohnehin nicht geworden. „Die besten Pauker hatten rund 2000 Euro weniger als die Gewinner von der Gesamtschule Meiderich erwirtschaftet“, erklärt Elke Hofmann von der Sparkasse.