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Zulassungsbeschränkung

Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus

24.01.2012 | 17:42 Uhr
Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus
Dilan Özbas, Hilal Catal und Kadir Yildirim wollen ein anderes Zulassungsverfahren als den Numerus Clausus.

Duisburg.   Einige Schüler aus Duisburg haben sich zusammengetan und einen Brief an die Bildungsminister geschrieben. Sie klagen an, dass das Studienplatz-Vergabesystem mit dem Numerus Clausus nicht zeitgemäß ist. Dieses Problem hatten schon viele Studenten-Generationen vor ihnen.

„Wir sind Schüler aus Duisburg, die im Sommer ihr Abitur absolvieren und wir protestieren gegen die gängige Studienplatzvergabe – den Numerus Clausus“, heißt es in einem Brief einiger Studierwilliger vom Mercator-Gymnasium an die Landes- und Bundesbildungsminister.

Dilan Özbas, Hilal Catal und Kadir Yildirim wollen unbedingt Medizin studieren. Das wollten sie schon immer. Doch die Zulassungsbeschränkung der Unis, die nötig ist, weil es weit mehr Bewerber als Studienplätze gibt, steht ihnen im Weg. Mit diesem uraltem Problem wurden schon viele Studenten-Generationen konfrontiert.

Versperrte Wege zum Traumstudium

„Ich habe zwar einen Notendurchschnitt von 1,7, aber selbst der ist nicht gut genug, um gleich nach dem Abi angenommen zu werden“, beschwert sich Kadir Yildirim. Der 18-Jährige bemängelt, dass es zum einen heißt, es gebe einen Ärztemangel in Deutschland, und zum anderen Interessierten der Weg zum Medizinstudium versperrt werde.

„Sind wir daran Schuld, dass es zu wenig Studienplätze gibt? Haben wir den doppelten Abiturjahrgang eingeführt und die Wehrpflicht ausgesetzt?“, fragen die Schüler verärgert. Die Abiturnote sage zwar etwas über den Fleiß eines Schülers aus, nicht aber über seine Fähigkeit, einen bestimmten Beruf auszuüben.

„Eine schlechte Note in Geschichte oder Mathe hat doch überhaupt nichts damit zu tun, ob ich später ein guter Arzt werde oder nicht“, ärgert sich Dilan Özbas. Die 19-Jährige wollte schon immer Ärztin werden. Ihr Notendurchschnitt rückt diesen Traum aber in weite Ferne. Deswegen hat sie sich mit vier weiteren Mitschülern zusammengeschlossen und einen Protestbrief verfasst.

Frankreich als Vorbild

„Nach Artikel 12 im Grundgesetz hat jeder das Recht auf eine freie Berufswahl. Auch wenn das Zulassungssystem juristisch nicht dagegen verstößt, so ist es doch fraglich, ob angesichts steigender Studierendenzahlen und im Vergleich dazu nur marginal steigenden Studienplätze dieses Grundrecht wirklich gewahrt ist“, sagt Kadir Yildirim.

Die Schüler haben sich nicht nur Gründe für die Abschaffung des Numerus Clausus überlegt, sondern zeigen auch mögliche Alternativen auf. So könne man den Blick nach Frankreich werfen. „Dort werden zunächst alle Bewerber aufgenommen. Nach einem Jahr durchlaufen die Studenten eine Prüfung. Wer sie besteht, darf weitermachen“, erklärt Hilal Catal. Auch in Österreich sei das Zulassungssystem besser. „Die Abiturnote ist nicht relevant. Die Bewerber werden ausschließlich durch einen Medizinertest für das Studium zugelassen“, so die Schüler.

Am Ende ihres Briefes bitten die Gymnasiasten die Politiker darum, ihren Wunsch zu verwirklichen: „Sie würden uns und auch allen Interessenten die Zukunft retten.“

Sinan Sat

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Kommentare
26.01.2012
13:36
Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus
von ela2703 | #7

Leute lest mal genauer!!!
Es geht nicht darum,dass diese Schüler die Studienplätze geschenkt bekommen wollen, sondern sie wollen ein neues Zulassungsverfahren, indem die Noten von den Fächern wie Geschichte, Mathe, Sozialwissenschaften, Pädagogik, Kunst, Sport usw., die NICHTS mit dem MEdizinstudium zu tun hat, nicht bewertet wird. Denn jemand der in diesen Fächern eine § hat, kann trotzdem ein guter Arzt werden.

Lest mal auch diesen Artikel:
http://www.sueddeutsche.de/karriere/bester-abiturient-im-interview-abi-mit-aber-keinen-studienplatz-1.1050439

wenn man schon mit 0,7 kein Platz bekommt, dann muss man sich schon fragen, ob der NC wirklich Sinn hat!

26.01.2012
13:20
Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus
von DerMerker1 | #6

Aus Sicht der Türkischen Schüler verständlich!
Sie sind es gewohnt das sie in Deutschland alles geschenkt bekommen und nur Rechte haben! Wer so erzogen wird, kennt nichts anderes! Na, ja Wunschgedanke!
Gottseidank wird es immer einen Numerus Clausus geben und das ist auch Gut so!
Sie können sich auf der unteren Stufe der Generation Doof anstellen und warten!

ARMES DEUTSCHLAND

26.01.2012
07:25
Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus
von Klare-Kante-Komiker | #5

Man kann sicher das hiesige Vergabeverfahren bemängeln, wenn ich jedoch vergleiche, so haben es Studierende in Deutschland noch immer recht einfach, einen Studienplatz zu finden.
Die genannten Personen scheinen ja einen türkischen Hintergrund zu haben, da sei gesagt, in der Türkei können 2/3 "aller" Abiturienten überhaupt nicht studieren.
Warum? Nicht genügend Studienplätze und das Studium ist dort noch teurer als in Deutschland.

25.01.2012
12:38
Schüler aus Duisburg fordern Abschaffung des Numerus Clausus
von zuversicht1 | #4

Nun , einige Studienangebote ,nicht alle möchten ja Mediziner werden, sind NC frei oder diese bestehen ,mit großer Qualität ,hier in unserer Nähe. Im "Grenzbereich" in den NL! hier erscheinen mir die Kreativen Studienangebote der Hogeschol Nymegen http://www.han.nl/start-de/, incl.der Hochschulinfotage, am 3. März,besonders interessant. Weitere gute Infos sind bestimmt ,nicht nur zu diesem wichtigen Thema ,unter : http://studieren.de/ zu finden !
Meine auch ,dass ein Studium im "Ausland" nicht wartezeitschädlich ist !
Viel Zuversicht und Neugier und weiterhin kritische Motivation wünsche ich Ihnen Allen.
m.f.G.
Theo van Wesel

25.01.2012
10:04
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von bienchen69 | #3

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25.01.2012
09:55
Blockierter Kommentar.
von bienchen69 | #2

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24.01.2012
18:39
Wer genug Geld hat beginnt sein Studium im Ausland
von westwatch | #1

Wer mal eben 200 Euro für die Bewerbung und 6500 Euro pro Semester an Studiengebühren aufbringen kann, dem steht es auch offen in deutscher Sprache im Ausland ein Medizinstudium zu beginnen, um den NC zu umgehen, z.B. hier:
www.semmelweis-medizinstudium.org
Fahrt- und Wohnkosten kommen natürlich noch hinzu.

Bildung ist also doch eine Sache des Geldes.

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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