Schneeräumen ist Bürgerpflicht

Für die kommenden Tage ist erneut Schneefall angekündigt. Passanten sollten vorsichtig sein, denn 38 Prozent der Rheinländer kommen ihrer Räum- und Streupflicht nicht oder nur zum Teil nach. Dies ist ein Ergebnis einer Umfrage der Provinzial-Versicherung.

Drei Prozent der Nordrhein-Westfalen und sind der Meinung, dass Räumen völlig unnötig sei oder wissen nicht, wer dafür zuständig ist. „Der räumpflichtige Mieter oder Grundstücksbesitzer ist auch dann zuständig, wenn er verreist ist, krank ist oder arbeitet. Dann muss er sich um Vertretung durch Nachbarn oder einen Räumdienst kümmern. Grundsätzlich muss er an Werktagen ab 7 Uhr bis etwa 20 Uhr für sichere Gehwege sorgen, an Sonn- und Feiertagen ab 9 Uhr“, sagt Provinzial-Sprecher Christoph Hartmann.

Die lax gehandhabte Räumpflicht bleibt nicht ohne Folgen: 75 Prozent aller Rheinländer hatten bereits witterungsbedingte Unfälle. 56 Prozent sind bei Glatteis auf einem öffentlichen Weg oder in einer Einfahrt gestürzt. 35 Prozent sind über einen schneebedeckten Gegenstand gestolpert. 20 Prozent rutschten auf eisigen Wegen oder Hauseinfahrten mit dem Fahrrad weg. Überdurchschnittlich häufig passieren solche Unfälle jüngeren Rheinländern. „Stürzt ein Fußgänger auf einem ungestreuten oder ungeräumten Weg und verletzt sich, steht ihm Schmerzensgeld und Schadensersatz zu. Das reicht von der Übernahme der Behandlungskosten bis hin zum Ausgleich für einen Verdienstausfall.“