Schimmi-Jacke geht in Duisburg auf Reisen

Die Schimmi-Jacke wurde im Schifffahrtsmuseum zum Anziehungspunkt. Darüber freuen sich  (v. l.) Bernd Matthäi, stellvertretender Museumsleiter, Frank Skrube, Gefängnisdirektor in „Loverboy“, Ira Yasmin Lehmann und Burkhard Eick als Besitzer des Kleidungsstücks und Museumsleiter Bernhard Weber.
Die Schimmi-Jacke wurde im Schifffahrtsmuseum zum Anziehungspunkt. Darüber freuen sich (v. l.) Bernd Matthäi, stellvertretender Museumsleiter, Frank Skrube, Gefängnisdirektor in „Loverboy“, Ira Yasmin Lehmann und Burkhard Eick als Besitzer des Kleidungsstücks und Museumsleiter Bernhard Weber.
Foto: Fabian Strauch
Was wir bereits wissen
Das Kult-Kleidungsstück aus dem Film „Loverboy“ wurde in Duisburg zum Hingucker im Binnenschifffahrtsmuseum und kommt in Kürze ins Sana-Klinikum.

Duisburg.. Seit vier Monaten ist die Schimanski-Jacke aus dem letzten Film „Loverboy“ im Ruhrorter Binnenschifffahrtsmuseum ausgestellt. Nun wird sie in Kürze den Standort wechseln – und dann künftig im Sana-Klinikum in Wanheimerort zu sehen sein.

Dass die Jacke aus der Insolvenzmasse des „Planet Hollywood“ an wechselnden Orten in Duisburg bewundert werden kann, war das eine Ziel einer Aktion der WAZ im vergangenen Jahr mit Frank Skrube und Burkhard Eick. Eick ist Gründer der gleichnamigen Agentur für Kleindarsteller und Komparsen, bekam die Jacke mit Einschussloch, (Film-)Blutflecken und schriftlicher Widmung des Hauptdarstellers Götz George nach den Dreharbeiten 2013 geschenkt.

Mit Skrube vom Freibad Wolfssee, der den Gefängnisdirektor in „Loverboy“ spielte, riefen sie über die WAZ Leser, Institutionen und Organisationen auf, Vorschläge für mögliche Aussstellungsorte zu machen. Es gab viele Ideen und Bewerbungen. Den ersten Zuschlag bekam das Binnenschifffahrtsmuseum, nur eine Straße entfernt gelegen vom Ruhrorter Yacht-Club, in dem Teile der letzten Schimanski-Folge gedreht wurden.

Viele gezielte Nachfragen

„Es hat sich gelohnt“, bilanziert Bernd Matthäi, stellvertretender Museumsleiter. „Die Jacke wurde sofort zu einem neuen Anziehungspunkt – für Jung und Alt. Schimanski ist einfach ein Begriff.“ Und passend zum handfesten Kult-Kommissar wurde das Kleidungsstück direkt hinter einer nachgebildeten Schifferkneipe in einer Vitrine ausgestellt. Viele Besucher haben, so Matthäi, direkt nach der Jacke gefragt, sich dann aber auch das komplette Museum angeschaut. „Genau das war auch unser Ziel.“

Es steht noch nicht ganz genau fest, wann das gute Stück ins Sana-Klinikum wandert. Sicher ist aber, dass es im Eingangsbereich zu begutachten sein wird. Die Jacke passe mit Blick auf die rechtsmedizinische Abteilung wunderbar ins Klinikum, sagt die dortige Sprecherin Ute Kozber. „Schließlich untersuchen unsere Rechtsmediziner viele Tatorte.“ Gegen eine monatliche Leihgebühr von 100 Euro, die erneut für den guten Zweck zur Verfügung gestellt wird, ist das Kult-Kleidungsstück dort zunächst für ein halbes Jahr zu bestaunen.