Schifffahrt begrüßt nationales Hafenkonzept

Der Bundesverband der Deutschen Binnenschifffahrt (BDB) begrüßt „im Grundsatz“ das von der Bundesregierung verabschiedete nationale Hafenkonzept. „Die Bundesregierung erklärt, dass die Binnenschifffahrt als sicherer und klimafreundlicher Verkehrsträger auch in den kommenden Jahren im Gesamtverkehrssystem weiter an Bedeutung gewinnen muss“, lobt BDB-Präsident Martin Staats.

Nur damit könnten die erwarteten Verkehrszuwächse, insbesondere im Seehafenhinterlandverkehr, bewältigt werden. Staats: „Eine solche Analyse beziehungsweise verkehrspolitische Absichtserklärung können wir als BDB nur ausdrücklich unterstützen.“ Aus Sicht des Verbandes mit Sitz in Ruhrort folgerichtig lege die Regierung einen besonderen Schwerpunkt auf den weiteren Ausbau der Flüsse und Kanäle. Dabei geht es um Abladetiefen, Brückendurchfahrtshöhen und zulässige Schiffsabmessungen, beispielsweise am für die Region sehr wichtigen Rhein-Herne-Kanal. Der Ausbau der Wasserstraßeninfrastruktur wird laut Bundesregierung auch durch zu geringe Planungskapazitäten in der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) erschwert. Daher werde es eine Rangfolge beim Ausbau von Wasserstraßen geben mit Priorität auf die wichtigsten Strecken.

„Wie nicht anders zu erwarten war, greift die Bundesregierung für die zukünftigen Ausbaumaßnahmen an Flüssen und Kanälen auf die von der Vorgängerregierung entworfene Netzpriorisierung nach Leistungsklassen zurück. Das hilft der Binnenschifffahrt und den Binnenhäfen in den heutigen Rennstrecken mit hohem Transportvolumen“, heißt es beim BDB.

Auch die Steigerung der Umweltfreundlichkeit der Schifffahrt greift die Regierung in ihrem Konzeptpapier auf, aus Sicht des BDB „erfreulicherweise“. Verflüssigtes Erdgas wird dabei als vielversprechendster alternativer Kraftstoff für die See- und Binnenschifffahrt angesehen.

Die Umweltbilanz der Binnenschifffahrt sei schon heute deutlich besser als die der Seeschifffahrt, bestätigt das Regierungspapier: „Der in der Binnenschifffahrt ausschließlich verwendete Kraftstoff (Gasöl oder Diesel) hat im Vergleich zum Schweröl geringere Ruß-, Schwefel- und Stickstoffemissionen. In der Binnenschifffahrt ist der Umstieg auf schwefelarme Treibstoffe bereits gelungen.“ Verflüssigtes Erdgas sei eine vielversprechende Kraftstoff-Alternative für die Schifffahrt.

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