Das aktuelle Wetter Duisburg 13°C
Firmenarchitektur

Schauinsland im Hafen – ein Schiff nimmt Kurs auf Urlaub

17.10.2012 | 12:00 Uhr
Das neue Gebäude der Firma Schauinsland-Reisen am Innenhafen.Foto: Tanja Pickartz

Duisburg. „Wichtig für uns sind Grün, Licht, Klima, Bäume, die Verbindung zum Wasser“, sagt Gerald Kassner, Chef des Touristikunternehmens Schauinsland . Der Blick aus der neuen Firmenzentrale am Innenhafen : Teiche, alte Bäume, großzügiges Grün – alles richtig gemacht.

Die markanteste Seite des Gebäudes füllt den Winkel zwischen Stresemann- und Wupperstraße, wie der Bug eines Schiffes, Urlaubsschiffes, darf man annehmen. Das Bild wird wieder aufgenommen im Obergeschoss, eine weiße Reling umgibt die schiffsplankengedeckte Terrasse mit ihrem bunten Mobiliar – ideal für den Cocktail nach dem Ablegen.

"Chillige Kaffeeküchen"

Den gibt’s wohl auch ab und an, aber in erster Linie ist das Gebäude samt benachbartem, etwas älterem Bürotrakt Arbeitsplatz für 250 Menschen. Holzstruktur gliedert die Geschosse, viel Glas ist das prägende Element, vor allem des Neubautraktes, der innerhalb von 13 Monaten für das stetig wachsende Unternehmen errichtet und 2011 bezogen wurde.

Schauinslandreisen am Innenhafen

Pfiffig auch die Technik: Photovoltaik auf dem Dach liefert Strom, Klimadecken sorgen für Heizung oder Kühlung in den Büros – ganz nach Bedarf. „Chillige Kaffeeküchen“ sind auf jeder Etage zu finden, der Kaffee mit den Kollegen ist durchaus erwünscht.

Computertechnik im geschützten Raum

750 Quadratmeter groß ist jede der vier Neubau-Etagen, darüber, in Form eines zurückgesetzten Staffelgeschosses, findet sich eine 400 qm große „Event-Location“: Platz für Schulungen, Branchentreffs, Grillabende, Sommerfest oder Weihnachtsfeier. Umgeben von Duisburgs vielleicht schönster Dachterrasse ist im rundum verglasten Obergeschoss sogar an Kicker und Theke fürs gepflegte Bier gedacht worden.

Von ganz oben nach ganz unten: Im Souterrain wurden für die Computertechnik besonders geschützte Räume eingerichtet, alle Anlagen finden sich „gespiegelt“ sowohl im Alt- wie auch im Neubau. „Damit wir immer autark sind“, erklärt Kassner den Aufwand. 24 Stunden am Tag müsse die Zentrale des Touristikunternehmens mit rund 12.000 Reisebüros online verbunden sein: „Das ist für uns sehr wichtig.“

Ein Propeller an der Wand

Mediterrane Wandfarben finden sich in den Fluren der Gebäude, ein Hauch von Urlaub auch hier. Die Büros der Mitarbeiter sind hell, geräumig, klimatisiert. „Dieses Gebäude ist ein Baustein unserer Firmen-Philosophie“, sagt Kassner.

Bis hin zur Dekoration der Eingangshalle. Unterbau eines Glastisches ist ein chromglänzender Flugzeugsternmotor aus dem Baujahr 1934 – funktionstüchtig, wie man bei Schauinsland versichert. An der Wand ein Propeller von 1952, daneben eine Landebahnbeleuchtung von 1950. Tradition und Moderne: bei Schauinsland kein Widerspruch.

Willi Mohrs



Kommentare
Aus dem Ressort
Anklage wankt - Neues Gutachten zur Loveparade nötig?
Loveparade
Das Gutachten aus dem Hause Keith Stills ist ein zentrales Dokument der Anklage gegen die Beschuldigten im Loveparade-Prozess. Doch offenbar haben Mitarbeiter von Stills mehr Leistungen erbracht, als bekannt – was mindestens hätte kenntlich gemacht werden müssen. Die Anklage gerät ins Wanken.
Uni Duisburg verwehrt Studenten Raum für Kurdistan-Vortrag
Bildung
Die Universität habe „eine Verpflichtung, Studierende vor möglichen gewalttätigen Auseinandersetzungen zu schützen“, so die Uni. Die Linke Liste in der Studentenvertretung hält die Entscheidung für nicht akzeptabel, denn: „Einige unserer Kommilitonen haben Angehörige in der umkämpften Region.“
Duisburger Bahnhof Wedau soll gläsernes Dach erhalten
Stadtplanung
Der erste Entwurf für die neue Nutzung des alten Bahnhofs Wedeau liegt vor. Der Plan des neuen Eigentümers sieht ein gläsernes Dach vor. Ein Teil des Gebäudes soll vermietet werden. Das alte Empfangsgebäude soll stehen bleiben. Möglichst Mitte nächsten Jahres sollen die Arbeiten beginnen.
Duisburger hat am Gesetz zur Gifttier-Haltung mitgearbeitet
Giftige Tiere
Im kommenden Jahr soll die Haltung von giftigen und gefährlichen Tieren erschwert werden. Der Duisburger Norbert Zajac hat an dem Gesetzentwurf der NRW-Landesregierung mitgearbeitet. Zajac selbst verkauft seit 35 Jahren keine Giftschlangen mehr. Der Händler erklärt die Neuerungen.
Vermüllte Dächer in Duisburg-Marxloh sind teilweise geräumt
Wilde Müllkippe
Der Protest hatte Erfolg: Am Mittwochmittag wurde der Sperrmüll von einem Teil der Hausdächer in Duisburg-Marxloh geräumt. Die Kosten dafür übernimmt der Hauseigentümer. Auf anderen Dächern indes liegen noch Berge von Abfällen – und auf einem Wirtschaftsweg türmt sich der Müll weiterhin.
Fotos und Videos
Ehrengäste in lockerer Runde
Bildgalerie
NRZ Sportfete
Rockerkrieg in NRW
Bildgalerie
Bilderchronik
Rundgang durch Vierlinden
Bildgalerie
Stadtteile