Scharfe Sicht seit 120 Jahren

Foto: Funke Foto Services

Mitte..  Das Sehen ist der bedeutendste Sinn für den Menschen: Rund 80 Prozent aller Informationen nehmen wir über die Augen auf. Seit 120 Jahren kümmert sich Optik Kriewitz um die Sehschärfe zahlreicher Duisburger. Heute darf sich der Betrieb sogar mit dem Gütesiegel „Sehzentrum“ schmücken, das für eine hervorragende individuelle Beratung und die Möglichkeit zu umfassenden Tests steht. Kay-Oliver John (46) leiten den Betrieb seit 14 Jahren zusammen mit seiner Frau Nicole (45) in fünfter Generation.

Zeit für Beratung

Die Geschichte der Firma Kriewitz begann im Jahr 1895: Hermann Kriewitz eröffnete an der Beekstraße ein „Spezial-Institut für Brillen“. „Das war für damalige Verhältnisse ein ungewöhnliches Unterfangen“, weiß Kay-Oliver John. „Damals galt das Brillentragen noch als unschicklich. Es war nicht modisch wie heute.“ Die Gestelle waren noch nicht so bunt. Für manchen sind Brillen heutzutage sogar ein modisches Accessoire. Kriewitz machte sich allerdings schnell einen Namen, der Zuspruch der Brillenträger war so groß, dass der Laden schnell zu klein wurde. Der Optiker siedelte 1896 zur Kuhstraße über, nach dem Abbruch des Hauses ging es 1955 an den jetzigen Standort. Als Familienbetrieb wurde das Geschäft zwar nicht lange geführt, neue Besitzer behielten jedoch immer den Namen des Gründers.

Eines ist über die Jahre ebenfalls gleich geblieben: die Nähe zum Kunden. „Es war immer so, dass sich Optiker in diesem Betrieb viel Zeit genommen haben“, sagt Kay-Oliver John. „Das setzen wir fort.“ Schließlich gehe eine umfassende Beratung nicht im Schnelldurchgang. „Von Sehtests über Augendruckmessung bis zur Beratung bei Brillengestell oder der Art der Kontaktlinsen bieten wir eigentlich alles an. Und das dauert eben seine Zeit. Man sollte sich aber auch die Zeit nehmen, schließlich geht es um die Augen.“

Kay-Oliver John, der als Angestellter in dem Betrieb arbeitete, bevor er den Betrieb übernahm, hat sich zusätzlich in der Verhaltensoptometrie weitergebildet. In diesem Fachbereich steht die Behandlung von visuellen Problemen im Fokus. Seine Frau Nicole ist Spezialistin in der Beratung bei Kontaktlinsen.

Da sich die Optiker bei der Beratung viel Zeit nehmen, ist ein Termin für die Kunden fast immer besser. „Natürlich kann man auch so herein kommen, aber die Tests nehmen halt Zeit in Anspruch“, erklärt John. Abgeschreckt seien die Kunden davon nicht. „Viele finden das eher positiv, weil sie eben nicht wie am Fließband ,abgearbeitet’ werden.“

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