Saubere Klos und nächtliche Ruhe erfreuen „Traumzeit“-Camper

Mit Zelten und sogar kleinen Campingwagen schlugen einige der „Traumzeit“-Besucher auf dem Campingplatz am Steinhallenplatz des Duisburger Landschaftsparks auf.
Mit Zelten und sogar kleinen Campingwagen schlugen einige der „Traumzeit“-Besucher auf dem Campingplatz am Steinhallenplatz des Duisburger Landschaftsparks auf.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Ein Besuch auf dem Campingplatz des „Traumzeit“-Festivals im Duisburger Landschaftspark. Besucher loben das Areal und freuen sich über Brötchen-Service.

Duisburg.. Auf dem Steinhallenplatz im Landschaftspark Nord stehen dutzende Zelte und ein paar Campingwagen. Für viele, die drei Tage eine traumhafte Zeit beim „Traumzeit“-Festival im ehemaligen Hüttenwerk erleben wollen, hat das Festivalbüro auch diesmal wieder einen Campingplatz eingerichtet.

Tabea, Elisa und Corinna haben es sich an einer Parkbank bequem gemacht und breiten ihr Mittagessen aus: Penne mit Tomatensauce aus der Tüte, ein Glas Gemüse, die Nougat-Cornflakes stammen noch vom Frühstück. Die drei Studentinnen kennen sich noch aus Paderborner Schulzeiten. Wegen der Uni wohnen sie nun in unterschiedlichen Städten. Die „Traumzeit“ bot den richtigen Rahmen für ein Wiedersehen.

Gäste kommen sogar aus Belgien

„Ich mag besonders die Atmosphäre hier, es ist ein kleines Festival“, lobt die 22-jährige Tabea, die auch schon beim Festival-Giganten „Rock am Ring“ war. Dagegen sei Duisburg viel entspannter. Ein Zelt teilen sich die jungen Frauen, ein anderes Zelt „beherbergt“ das Gepäck. Eigentlich sind die Spontan-Camper gut ausgerüstet. Nur einen dritten Klappstuhl und eine Taschenlampe haben sie vergessen – diese haben sie nachts schmerzlich vermisst. Elisa und Corinna schwärmen vom Landschaftspark, den sie am ersten Tag direkt erkundeten. Allerdings haben sie auch einen Verbesserungsvorschlag parat: „Es wäre schön, wenn zum Beispiel während des Festivals der Klettergarten geöffnet wäre.“

Für David (35), der mit Aline nur ein paar Meter weiter sein Zelt aufgeschlagen hat, ist es fast ein Heimspiel. Der Wahl-Berliner stammt ursprünglich aus Dortmund. „Im Landschaftspark war ich aber noch nie. Ich find’s gut, dass man hier auf einen Hochofen hochsteigen kann.“ Damit sie die Bands ausgeruht besuchen können, haben beide vor dem Festival in ein aufblasbares Bett investiert. „Das ist kein Vergleich zur normalen Iso-Matte“, sagt Aline. Und die 27-Jährige hat festgestellt: „Das ist hier eher ein Festival für Erwachsene. Nachts ist es ziemlich ruhig. Die Ohrstöpsel hab ich völlig umsonst eingepackt.“ Klos und Duschen seien zudem erstaunlich sauber.

Verbesserter Service bei der „Traumzeit“

Die meisten, die auf dem Camping-Platz übernachten, sind wohl aus ihrer wilden Phase heraus. Bei Leen und Noel aus Gent, die mit ein paar Gästen aus Dortmund am Tisch sitzen, gibt’s nicht nur Gegrilltes, sondern sogar frischen Salat. Dazu selbstgemixte Cocktails. „Das ist hier sehr locker und familiär. Alle grüßen sich – und zum Glück gibt es noch keine strengen Vorschriften, wo jeder sein Zelt aufschlagen muss und wie viel Lebensmittel man mitbringen darf“, lobt Noel. Das Festivalbüro hat den Service sogar verbessert. Weil im vergangenen Jahr ein paar Camper monierten, dass sie für ihre Frühstücksbrötchen so weit nach Meiderich laufen mussten, haben die Organisatoren nun einen Bäckereiwagen-Besitzer angeheuert. Mehmet Ünlü verkauft türkische Pizza, Muffins, belegte Brötchen und, ganz wichtig am Morgen, heißen Kaffee. Nachts ist dann das kalte Bier gefragter.