Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Duisburg nicht zu haben

Alle wollen „Charlie Hebdo“: Auch in Duisburg ist das Interesse an der französischen Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ erwacht. Heute erscheint die erste Ausgabe nach den verheerenden Terroranschlägen der vergangenen Woche, bei denen 17 Menschen starben. Doch in der Buchhandlung im Hauptbahnhof, dem einzigen breit sortierten Zeitschriftenhändler der Stadt, wird es morgen keine Exemplare der bissigen Satire geben. Die Bahnhofsbuchhandlung, so ein Sprecher, hatte bislang diesen Titel nicht im Programm und könne ihn jetzt nicht einfach mal aufnehmen. Die Nachfrage nach dem ersten Satire-Heft nach dem Anschlag sei aber immens groß: „Wir könnten 400 bis 500 Hefte verkaufen, wenn wir sie bekämen. Wir werden dauernd gefragt. Aber 90% der Interessenten versteht kein Französisch und könnte das Heft gar nicht lesen.“ Wegen des enormen Interesses weltweit wird „Charlie Hebdo“ mit einer Auflage von drei Millionen Exemplaren hergestellt. Zuvor wurden 60.000 gedruckt und 30.000 verkauft.